Archiv für 21. Februar 2011

Wer toppt Guttenberg in Sachen fragwürdiger Universitätsabschlüsse  und anderer zwielichtiger Verdienste?

Nicht nur scheint die Abschlussarbeit von Guttenbergs ”mit höchstem Lob” ausgezeichneten Studiums mit allerhand fremder Hilfe zustandegekommen zu sein, auch ein Unternehmen, für das der damals frisch zum Wirtschaftsminister gekürte angeblich zuvor gearbeitet haben soll, distanzierte sich öffentlich mit Pressemitteilungen. Sind die Vorgaben und Ansprüche von Universitäten für die Sprösslinge des Establishments eher eine Formalität? Welche einflussreichen Figuren können Guttenberg in Sachen fragwürdiger Universitätsabschlüsse und anderer zwielichtigen Verdienste toppen?

1.) Wer schützt uns vor dem Heimatschutz?

2004 musste Laura Callahan ihren hohen Direktorenposten räumen beim US-Heimatschutzministerium. Ihr Doktortitel stammte nicht etwa von dem anerkannten Hamilton College in New York, sondern von der Pseudouniversität und Diplom-Schleuder namens Hamilton University, bei der sich anscheinend jeder Trottel gegen Gebühr einen Abschluss besorgen kann. Sie hatte auch leitende Posten im Ministerium für Arbeit und im Weißen Haus unter Clinton. Der Skandal führte zu einer elfmonatigen Untersuchung des Kongresses über weitere Pseudoakademiker in der Regierung.

2.) Hilfe, eine Verschwörung verschaffte mir einen Oxford-Titel!

Es geht kaum prestigeträchtiger als Oxford, deshalb war es umso peinlicher als sich herausstellte dass der Honorary Degree des iranischen Innenministers Ali Kordan nicht das Papier wert war auf dem er gedruckt war. Er sah sich als Opfer eines schwindlerischen Oxford-Auslandsbüros, verlor aber 2008 trotzdem seinen Posten.

3.) Leitender Berater von was?

Barry McSweeney war der erste leitende Wissenschaftsberater der irischen Regierung. Die Publikation Irish Independent fand heraus, dass sein PhD-Titel von einer Fake-Insitution stammt. Ist der Regierung Irlands nicht aufgefallen wie seltsam es ist, wenn jemand einen PhD nach nur 12 Monaten Studium bekommt?

4.) L. Ron Hubbard (er)findet eine Universität und eine Religion

Die Fantasie des Science Fiction-Schreibers L. Ron Hubbard schien keine Grenzen zu kennen. Erst entsprang seinem Erfindergeist eine Universität namens Sequoia University und verlieh sich selbst einen Doktortitel, später erwirtschaftete er 200 Millionen $ mit der Scientology-”Kirche”.

5.) Obama und Columbia

Barack Obama schaffte es 1981 an die Elite-Universität Columbia. Gerade mit einem solchen Ivy-League-Abschluss, so meinte man in Wahlkampfzeiten, ließe sich doch ausreichend prahlen. Alle Versuche, mehr über diese Zeit herauszufinden, liefen jedoch ins Leere. 1995 schrieb er zwar in seinen Memoiren ausführlich über so ziemlich alles mögliche, die Columbia-Jahre blieben aber ein schwarzes Loch. Das Wahlkampfbüro von Obama verweigerte Auskunft, man gibt keinerlei Unterlagen heraus oder die Namen von irgendwelchen Freunden. Laut einem Bericht taucht er nicht einmal im Jahrbuch seiner Abschlussklasse auf. Als Journalisten 2007 nachhakten, konnte die Columbia kein einziges  Bild aus der Zeit finden. Der Kandidat der Libertarian Party Wayne Allyn Root, der 1983 dort in der gleichen Fakultät wie Obama seinen Abschluss machte, erklärte:

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Rezension der neuen Wikileaks-Bücher von Daniel Domscheit-Berg und  dem SPIEGEL [Teil 2]

Eine begrenzte Anzahl an Lesern wird es für nötig halten, mehr als ein Buch über Wikileaks zu lesen, insofern konkurrieren die SPIEGEL-Autoren natürlich mit Daniel Domscheit-Berg um Verkaufszahlen und Deutungshoheit. Die Hamburger Journalisten wollen sich, so der Eindruck, die Computer-Nerds als Quelle warmhalten, gleichzeitig hält man sie genügend auf Abstand um sie jeden Moment fallenlassen zu können, sollte sich die Situation ändern und etwa schwer Belastendes gegen die Leaker auftauchen. Trotz der persönlichen Zuammenarbeit, trotz Monaten an Vorsprung bei der Bearbeitung der diversen “Sensationsdokumente” wird erklärt, man hätte das Material behandelt als wäre es ihnen anonym per Post zugesandt worden. Was erfahren wir in dem Buch “Staatsfeind Wikileaks” über die in internationalen Medien berichteten Absprachen zwischen SPIEGEL, Guardian und New York Times und den jeweiligen Regierungsbehörden im Bezug auf die Veröffentlichung der Afghanistan-, Irak- und Cablegate-Dokumente? Rein gar nichts, nicht eine einzige Zeile. Es wird durch Auslassungen der Eindruck erweckt, die deutsche Bundesregierung, die Briten und die Amerikaner wären überhaupt nicht vorab von den Zeitungen informiert worden. Stattdessen beweihräuchert der SPIEGEL sich selbst und die Partner-Publikationen für ihre strikte Geheimhaltung, sogar im jeweils eigenen Haus, sowie für ihre “verantwortungsvolle” Berichterstattung. In einem Enthüllungsbuch erwarten wir eigentlich mehr Hintergrund, nicht weniger. Hier wird ganz offensichtlich ein bedeutsamer Teil der Geschichte unterschlagen. David Sanger, der bei der New York Times für die Bearbeitung der Cablegate-Dokumente zuständig war und als Mitglied des elitären Council on Foreign Relations vehementer Befürworter einer Ausweitung des Krieges gegen den Terror ist, drehte in einem Interview mit National Public Radio immerhin munter an einem Strick für Assange:

“Ich denke nicht [dass er ein Journalist ist], und der Grund dafür ist dass ich glaube, Journalisten graben nicht nur Informationen aus sondern filtern sie auch, erklären sie, bringen sie in den Kontext.”

“Er [Assange] geht mit einer politischen Motivation an die Sache heran. Wir Journalisten bei der Times und anderswo tun dies nicht. Wir gehen an die Sache heran um die Welt zu erklären. Er hat versucht – um seine eigenen Worte zu benutzen – die Vereinigten Staaten zu blamieren und klarszustellen dass Amerikas Handlungen sich von der Rhetorik unterscheiden würden. Wobei man jedoch sehen kann, wenn man diese Dokuente durchliest, dass Amerikas Handlungen gut übereinstimmen mit der Rhetorik.”

Hier wird ganz klar ein Trennstrich gezogen und dafür plädiert, Assange, Bradley Manning, Wikileaks und eigentlich jedem potentiellen Whistleblower den Schutz für Journalisten vorzuenthalten. Sanger stellt klar, dass er eher mit der Regierung kooperiert hat als mit Wikileaks:

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Anders als es uns der „Mythos von der wissenschaftlichen Medizin“ vorgaukelt, sind es vor allem wirtschaftliche Beweggründe, die darüer entscheiden, ob Medikamente als „sicher“ eingeftuft werden und damit zugelassen werden, oder nicht. Ein Bruchteil (500 Mio) der Ausgaben (25 Mrd.) für Arzneimittel würde ausreichen, um unsere Medikamente viel sicherer zu machen. Wieso wird das Geld nicht in unsere Gesundheits investiert? Wer hat Angst vor den Ergebnissen?

Berliner BND-Anwalt vertritt Wikileaks: Schließt sich jetzt der  Kreis um Assange?

Rechtsanwalt und Blogger Dominik Storr schreibt:

Laut Pressemeldung vom 10.02.2011 wirft die Enthüllungsplattform WikiLeaks ihrem ehemaligen Sprecher Daniel Domscheit-Berg Sabotage vor und droht ihm mit rechtlichen Schritten. Dabei soll WikiLeaks vom Berliner Rechtsanwalt Johannes Eisenberg vertreten werden.

Herr Kollege Eisenberg, zu dessen bekanntesten Mandanten der Bundesnachrichtendienst gehören soll (Quelle: http://buskeismus-lexikon.de/Eisenberg%2C_Johannes), war der gegnerische Anwalt in meinem Fall mit der Band “dieBandbreite” gegen Die Tageszeitung (taz). Herr Kollege Eisenberg beschimpfte in diesem Verfahren meinen Mandanten als Holocaust-Leugner, da dieser Bush mit Hitler verglich, und auch ich wurde nicht vor abstrusen Vorwürfen verschont. Was ist das für ein Anwalt, der sich so sehr für die Interessen der USA einsetzt?, fragte ich mich damals. Nun ist es so, dass dieser Herr Kollege aller Voraussicht nach Informationsaustausch mit einem weiteren Berliner Rechtsanwalt betrieben hat, der mir geraume Zeit unter einem Pseudonym im Internet systematisch nachstellte und den ich erfolgreich auf Unterlassung verklagt habe. Dieser dubiose Kollege betrieb wiederum Informationsaustausch mit einem weiteren ebenfalls von mir erfolgreich verklagten Berliner Rechtsanwalt, der mich in den Anti-Gentechnik-Kreisen übelst denunziert hat, kurz nachdem ich für ein Aktionsbündnis eine umfangreiche Strafanzeige gegen die Verantwortlichen des US-Genkonzerns Monsanto gestellt hatte. Was ist denn das bloß für ein “dubioses” Netzwerk von Anwälten?

Und dieser Herr Kollege Eisenberg vertritt jetzt Assange, womit ich meine persönliche Auffassung, dass Assange eine Nähe zu den westlichen Geheimdiensten aufweist, bestätigt sehe.

quelle: infokrieg.tv

In einem Blog auf Daily kos Community befasst sich Happy Rockefeller mit bisher wenig beachteten Mails aus den von Anonymous veröffentlichten Archiven. Darin diskutieren Mitarbeiter von HBGary Federal ein Konzept, das es einzelnen Anwendern erlaubt, eine Gruppe oder gar eine Armee künstlicher Personas zu führen, um damit scheinbare Meinungsmehrheiten etwa in den Foren missliebiger Websites zu erzeugen.

Über ein sogenanntes Persona Management sorge man für konfliktfreie Konstruktionen. Ein menschlicher Anwender bedient sich dabei vorgefertigter virtueller Maschinen, in denen Personas mit bereits installierten E-Mail-Accounts, Web-Seiten und etwa Mitgliedschaften in sozialen Netzen stecken. In einem Word-Dokument, das Aaron Barr, CEO der HBGary-Tochter HBGary Federal verschickte, geht es darum, gleich einen Schwung Personas auf Twitter, in Blogs, Foren und Myspace zu kreieren und mit passenden Namen auszustatten. Die Accounts werden dann automatisch durch RSS Feeds, Retweets und Verlinkungen untereinander mittels Social-Media-Kommentaren gewartet und aufdatiert.

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Die Lösung des Geld- und Wirtschaftsrätsels längst bekannt

Unsere Buchtipps mit ausdrücklicher Empfehlung; keine Vorkenntnisse oder Fachchinesisch notwendig. Sie finden alle davon im IK-Shop:

Henry Hazlit: Economics! Über Wirtschaft und Misswirtschaft
Hardcover, 256 Seiten

In keinem Bereich des menschlichen Bemühens spuken so viele Irrtümer herum wie in der Wirtschaft. Das ist kein Zufall. Die dem Fach eigenen Schwierigkeiten sind schon groß genug.
Sie werden aber um ein Vielfaches erweitert durch das nachhaltige Eintreten für eigennützige Interessen. Die Auswüchse solcher Kurzsichtigkeit bekommen wir alle täglich zu spüren. Hazlitt analysiert überzeugend, scharfsinnig und für jedermann verständlich die verhängnisvollen Wirkungen der wirtschaftspolitischen Irrtümer unserer Tage. Wer seine »Lektion« gelesen hat (wozu es keiner großen Mühe bedarf, weil es keine Kenntnisse voraussetzt), wird vieles klarer und mit anderen Augen sehen. Er wird die wirtschaftlichen Zusammenhänge besser verstehen. (mehr …)

Alt-Linke Jutta Ditfurth: „Grünen-Wähler wollen getäuscht werden“

Veröffentlicht: 21. Februar 2011 von infowars in Deutschland, Geschichte, Politik
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Die Grünen – eine Protestpartei? Nicht für Jutta Ditfurth. Die Ex-Bundesvorsitzende greift ihre früheren Weggefährten im SPIEGEL-ONLINE-Interview scharf an: Sie seien zu neokonservativen Weichspül-Ökos und Meistern in der Kunst des Verrats verkommen.

SPIEGEL ONLINE: In dieser Woche erscheint Ihr Buch „Krieg, Atom, Armut. Was sie reden, was sie tun: Die Grünen“. Vor zehn Jahren haben Sie bereits in einem Buch mit Ihrer ehemaligen Partei abgerechnet. Warum jetzt noch mal?

Jutta Ditfurth: Am Beispiel der Grünen lässt sich das neokonservative Rollback in diesem Land sehr gut zeigen – das ist das Thema des Buches. Ich habe mir angesehen, wie die Grünen ihre Wähler einbinden, obwohl sie oft das Gegenteil von dem tun, was sie sagen: Bei der Atomkraft, in Kriegs- und in sozialen Fragen. Die Grünen sind Meister in der Kunst des Verrats.

SPIEGEL ONLINE: Sie werfen den Grünen auch im Falle von Stuttgart 21 Verrat vor. Nun haben sich die baden-württembergischen Grünen aber klar gegen S21 gestellt…

Ditfurth: Nein, sie wollen nur genau so viel Protest, wie sie brauchen, um in die Regierung zu kommen. Sie haben 2004 im Bundestag und im Aufsichtsrat der Deutschen Bahn für Stuttgart 21 gestimmt, das verschweigen sie gern. Sie könnten eine Volksabstimmung für Stuttgart fordern, immerhin handelt es sich ja um den Stuttgarter Bahnhof. Stattdessen wollen sie ein Plebiszit für ganz Baden-Württemberg. Damit wird der Tiefbahnhof kommen, weil viele Kleinstädter im Umland scharf auf den unterirdischen Bahnhof sind.

SPIEGEL ONLINE: Die Grünen agieren in Stuttgart in bewusster Täuschungsabsicht?

Ditfurth: Mag ja sein, dass einige grüne Politiker den Kopfbahnhof tatsächlich für vernünftiger halten. Aber auch sie handeln so, dass es am Ende S21 geben wird. Im August 2009 haben die Grünen begriffen, dass der Protest unberechenbar werden könnte. Also haben sie einen Runden Tisch vorgeschlagen. Nach dem blutigen Polizeieinsatz im Schlossgarten musste Mappus vorsichtiger auftreten und nahm Winfried Kretschmanns Vorschlag für Heiner Geißler als Schlichter auf.

SPIEGEL ONLINE: Und damit haben die Grünen den Protesten die Schärfe genommen?

Ditfurth: Ja. Viele Grüne kommen aus dem Milieu von Bürgerbewegungen und wissen, wie man mäßigend eingreifen kann. Die haben sozusagen den bürgerlichen Teil des Widerstands an der Zipfelmütze gepackt und auf’s Sofa gesetzt: „So, jetzt guckt mal Fernsehen.“ Dort können sich die grünen Politiker als Experten produzieren – das fasziniert die anpolitisierten Bürger. Statt den Widerstand auf die Straße zu tragen, setzen viele nun auf die Landtagswahl. Dabei erklärt der grüne Spitzenkandidat Kretschmann öffentlich, dass die Grünen einen Erhalt des Kopfbahnhofes nicht versprechen.

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Hallo meine Freunde,

heute wieder wie versprochen eine echte Kolumne, diesmal um das Thema Bedingungsloses Grundeinkommen. Ich selber habe mich letztes Jahr noch für ein BGE eingesetzt. Vor ein paar Wochen hat mir jedoch Tobias Poley ein paar Denkanstöße gegeben, diese haben mich dazu gebracht meine Meinung zu überdenken. Im Moment sehe ich die Sache etwas kritischer und erkenne eine erhöhte Gefahr der Abhängigkeit bei einem BGE innerhalb dieses kranken Geldsystems. Ich freue mich wie immer über Feedback und Denkanstöße!

http://manuelmeint.de/