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60.000 NPD-Emails: Was wahrscheinlich nicht enthalten sein wird

Veröffentlicht: 15. Februar 2011 von infowars in Deutschland, Geheimdienst, Politik
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60.000 NPD-Emails: Was wahrscheinlich nicht enthalten sein wird

In Zeiten des Wikileaks-Trends ist man Superlative ja inzwischen gewohnt; nun wurden rund 60.000 E-Mails der Nationaldemokratischen Partei Deutschlands (NPD) an u.a. tagesschau.de, dem SPIEGEL und der Tageszeitung zugespielt, die allerhand Peinliches und juristisch Fragwürdiges offenbaren. Bezahlte die Arbeitsagentur ein NPD-Praktikum? Wurden Fraktionsmittel unerlaubterweise zweckentwendet? Sprach ein Funktionär über dunkelhäutige Menschen mit rassistischen Bezeichnungen wie ”Bimbos”? Dem Leser wird suggeriert, die schiere Masse an Dokumenten und die private Natur selbiger würden einen enorm tiefen Einblick in die Partei liefern und deren Erfolgsaussichten schmälern. Ein Sieg gegen Rechts also, dank eines Whistleblowers oder eines Hackers. Die Masse an intellektuellem Fast Food ist jedoch nicht gleich Klasse, wesentlich Erhellenderes findet man seit Jahr und Tag in frei verkäuflichen Büchern.

Die NPD würde es eigentlich seit Jahren nicht mehr geben, wäre nicht das Verbotsverfahren am 18.3 2003 eingestellt worden. Stein des Anstoßes war dass 30 der 200 Vorstandsmitglieder als sogenannte V-Personen des Bundesamtes für Verfassungsschutz tätig waren und diese entgegen den Vorschriften einen wichtigen Einfluss auf das Beobachtungsobjekt genommen hatten. Das Material auf dem der Antrag fußte, war eingestuft als “Nur für den Dienstgebrauch” und sogar Mitglieder des Bundestagsinnenausschusses durften es nur unter Aufsicht in einem genormten Geheimschutzraum sehen.

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Eva Herman

Frauenquote und kein Ende. Ursula von der Leyen versucht seit Jahren, dieses Gender-Mainstreaming-Werkzeug der »Geschlechtergleichheit« einzufordern. Ihre Nachfolgerin Kristina Schröder dreht ihr Fähnchen mit jedem neuen Windhauch, aus welcher Richtung auch immer dieser kommen mag: Mal ist sie dafür, dann wieder dagegen, dann ist sie ein bisschen dafür, aber nicht sofort … Sie scheint sich mit einer eigenen Positionierung schwer zu tun, seit ihre resolute Vorgängerin, die heutige Arbeitsministerin von der Leyen, ihr dieses Ressortthema kurzerhand einfach weggenommen und in ihren eigenen Zuständigkeitsbereich eingewebt hat. Pech gehabt, nicht aufgepasst! Wer jedoch erst recht nicht aufgepasst hat über Jahrzehnte, das sind die Männer. Denn ihre Interessen werden bei der Frauenquote überhaupt nicht berücksichtigt. Warum? Es gibt viele Gründe, doch der wichtigste kommt jetzt:

Das Ressort, das derzeit alle Menschen im Land im weitesten Sinne vertritt, heißt »Ministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend«. Moment mal, da fehlt doch etwas, oder? Richtig, die Männer. Kommen sie vielleicht irgendwo anders vor? Nein! Es gibt kein Männerministerium. Niemand ist für sie zuständig.

Man stelle sich einmal vor, es gäbe heute keine Frauenministerin. Meine Güte, was wäre das für ein Geschrei. Es würde nicht lange dauern, bis ein Ressort mit weitreichenden Kompetenzen gegründet wäre. Ruck, zuck! Doch die Männer, sie zucken überhaupt nicht. Niemand begehrt auf und sagt: Wir sind auch noch da! Niemand tritt für ihre Rechte ein, weder bei Gesetzgebungen, noch bei Debatten im Bundestag oder in Ausschüssen. Männer? Fehlanzeige. Vielleicht haben sie es ja auch noch gar nicht bemerkt, obwohl sie doch immer noch etwa die Hälfte der gesamten Bevölkerung stellen, die Kleinsten eingeschlossen.

Es ist wirklich traurig. Die armen Männer. Welch eine Welt: Da sind einerseits Frauen, die alles

wollen! Schließlich haben sie lange genug gelitten unter Unterdrückung. Stimmt. Das muss jetzt wettgemacht werden, weshalb man den Männern alles wegnehmen will. Sie sollen nicht erfolgreich sein, sondern die Frauen. Sie sollen nicht weiter in den Chefetagen sitzen, sondern die Frauen. Dafür sollen die Männer zunehmend ins Haus gedrängt werden, in die Kindererziehung, die Hausarbeit. Denn: Jetzt ist Frauenzeit! Männer sind out!

Die Frauenquote ist ein willkommenes Instrument, um zu zeigen, wo künftig der Hammer hängt. Seit Jahren wird dieses unsinnige, ungerechte Instrument immer wieder ins Feld geführt. Zahlreiche Befürworter stehen im Lichte der Öffentlichkeit und kämpfen darum mit zusammengebissenen Zähnen. Meist sind es Frauen.

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