Archiv für 8. Februar 2011

Andreas v. Rétyi und Niki Vogt

Es klingt fast unglaublich: International renommierte Wissenschaftler haben in einer Kooperation an mehreren Universitäten einen neuen Treibstoff entwickelt, der umweltfreundlich und preiswert ist. Seit 2007 gab es das wissenschaftliche Geheimprojekt, das von einem großen Unternehmen finanziert wurde. Nun gibt es diesen Treibstoff tatsächlich. Noch besser: Die Motoren bestehender Fahrzeuge müssen nicht umgerüstet werden. Und ein Liter kostet weniger als 30 Cent. Bei der Verbrennung entstehen keine Treibhausgase. Noch umweltfreundlicher als der neue Treibstoff – das geht einfach nicht. Doch genau da liegt das Problem: Die EU-Politik will die Produktion verhindern, denn sonst brechen ihr überall in Europa jene Milliarden an Steuereinnahmen weg, die sie mit Hinweis auf den Klimaschutz bei den Autofahrern abkassiert. Nicht nur beim Weltwirtschafsforum in Davos war der neu entwickelte Treibstoff unter den wirklich wichtigen Teilnehmern der wichtigste Gesprächsstoff, der hinter geschlossenen Türen für erhebliche Unruhe sorgte. In den Pressemittelungen war nichts davon zu lesen. Die Öffentlichkeit soll ja nicht erfahren, was man gerade zu verhindern versucht.


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In den vergangenen Wochen wurden mehrere Spitzel von Polizei und Geheimdienst entlarvt. Dabei zeigte sich, dass sogenannte verdeckte Ermittler in der deutschen und europäischen linken Szene systematisch aktiv sind. Ihr Auftrag besteht offensichtlich nicht nur darin, möglichst viele Informationen über oppositionelle Gruppierungen zu sammeln und detaillierte Personenprofile anzulegen. Sie handeln auch als Agents Provocateurs und stiften zu Straftaten an, die dann zur Rechtfertigung staatlicher Angriffe benutzt werden.

Zwei dieser Spitzel, die jetzt aufgeflogen sind, arbeiteten in verschiedenen linken Organisationen, an Universitäten, unter Umweltschutzaktivisten und unter anderen Protestgruppen. Namentlich handelt es sich um den Briten Mark Kennedy, der unter dem Decknamen Mark Stone über sieben Jahre lang die linke Szene in zwanzig Ländern ausspionierte und mehrfach zu illegalen Aktionen aufrief. Unter anderem war er in Deutschland 2007 an den Protesten gegen den G8-Gipfel in Heiligendamm beteiligt.

Bei dem zweiten Fall geht es um einen Spitzel des Landeskriminalamts Baden-Württemberg, der fast ein Jahr lang an der Uni Heidelberg linke Studentengruppen ausforschte.

Der Polizist Mark Kennedy war über acht Jahre lang als verdeckter Ermittler in der Umweltaktivisten-Bewegung tätig und trat dort als besonders militanter Kämpfer auf. Unter seinem Decknamen Mark Stone hängte er Transparente an Kräne und beteiligte sich an der Blockade von Zügen und Straßen. Wenn es irgendwo zu Auseinandersetzungen mit der Polizei kam, war er mitten drin.

Nach Angaben von Spiegel Online spielte der 41-Jährige über viele Jahre ein übles und provokatives Doppelspiel. „Von 2002 bis 2009 war er als verdeckter Ermittler im Auftrag von Scotland Yard in der militanten Umweltszene aktiv, zunächst in Großbritannien, danach in ganz Europa. Nach Angaben von Mitstreitern hat er als Agent Provocateur viele Proteste noch angeheizt.“

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Steve Watson

Die Regierung Obama ist derzeit bemüht, schnell einen Gesetzentwurf passieren zu lassen, der dem Präsidenten praktisch einen Notschalter für das Internet in den USA an die Hand gibt, während die ägyptischen Behörden gleichzeitig dafür kritisiert werden, das Internet abzuschalten, um der sich anbahnenden Revolution gegen Hosni Mubarak etwas den Wind aus den Segeln zu nehmen. Der Grund dafür liegt auf der Hand: Die Regierung fürchtet, es könnte in den USA zu ähnlichen Protesten wie in Ägypten kommen und will in der Lage sein, gegebenenfalls den Zugang zum Internet sperren zu können.

Der Radiomoderator und gelegentliche Gast in der Alex-Jones-Show, Mancow Muller, formulierte es am vergangenen Wochenende bei einem Gastauftritt in der Radioshow von Mike Huckabee zu Recht so:

»Man kann es in allen Zeitungen lesen, blablabla, ›wir müssen Twitter freimachen, wir müssen das Internet und Facekook für diese armen Ägypter öffnen – hier geht es um den Präsidenten, der WikiLeaks und all‘ die anderen Sachen zugelassen hat«, erklärte Mancow.

»Sie erzeugen ein Problem, und wir reagieren mit Angst – dieses Wort mit fünf Buchstaben, das die Massen kontrolliert, und sie liefern dann die Lösung, mit ›sie‹ meine ich die Regierungen. Dieser Präsident will einen Notschalter für das Internet …, er will einen Notausschalter.«

»Sie fürchten sich vor sozialen Netzwerken, Twitter, Facebook und all‘ die anderen. Das kann es ruhig in Ägypten geben, aber hier in Amerika wollen wir es nicht haben.«

Mancow verwies darauf, dass die Ägypter gegen eine Wirtschaftspolitik aufbegehren, die zu massiven Steuererhöhungen, Lohnsenkungen und massiv gestiegenen Lebensmittelpreisen geführt hatte. Eine vergleichbare Situation entwickele sich auch in Amerika, wobei er als Beispiel das Vorgehen der Regierung des US-Bundesstaates Illinois anführte, die vor Kurzem Steuererhöhungen von 66 Prozent beschlossen hatte.

Wie wir bereits dargestellt haben, haben Regierungen immer dann zu dem Mittel, das Internet zu sperren, Zuflucht genommen, wenn sie der Ansicht waren, es sei notwendig, legitime, aber abweichende Meinungen gegenüber dem Staat zu unterdrücken, auch wenn dies in der Regel nach außen hin mit einer angespannten Sicherheitslage begründet wurde.

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Die US-Notenbank trägt die Verantwortung für die Preisexplosion bei Rohstoffen und Nahrungsmitteln

Wealth Cycles, 04.02.2011

Bei den Vorsitzenden der Federal Reserve gibt es eine lange Historie, wenn es um geheime, sorgsam ausgearbeitete Verlautbarungen und das völlige Ausbleiben von Transparenz geht. Es ist daher auch nachvollziehbar, dass Bernankes jüngste „Pressekonferenz“ beim National Press Club in Washington mit Spannung erwartet wurde.

Nach der Rede von Bernanke durften ihm die Journalisten Fragen stellen. Das, was eine großartige Gelegenheit für Pressevertreter hätte werden können, Bernanke einige harte Fragen über die dubiosen Geschäfte der FED zu stellen, wirkte am Ende dann doch eher so, als hätte man Bernanke bereits vorgefertigte sanfte Fragen serviert.

Eine Frage stach jedoch heraus. Der Vorsitzende des National Press Club fragte Bernanke, ob das Aufkaufprogramm der Federal Reserve irgendetwas mit den weiter zunehmenden politischen Unruhen in Ägypten und in anderen Teilen der Welt sowie den steigenden Nahrungsmittelpreisen zu tun habe, die sich aktuell laut der Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen auf einem Allzeithoch befinden. (Die entsprechende Stelle finden Sie ab der 28. Minute im der C-SPAN-Aufzeichnung.)

Bernanke schlug zurück und behauptete, dass die steigenden Nahrungsmittelpreise weder etwas mit der zweiten Runde der quantitativen Lockerung noch mit anderen Stützungsmaßnahmen der US-Wirtschaft durch die Federal Reserve zu tun haben.

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Dana Norek

Weil das Bewusstsein der Gefährlichkeit künstlicher Süßstoffe ständig zunimmt, entscheiden sich gesundheitsbewusste Menschen immer häufiger für zwei natürliche Süßstoffe: Stevia und Agavennektar.

Wir können uns glücklich schätzen, in einer Zeit zu leben, in der es so viele natürliche Alternativen zu potenziell gefährlichen künstlichen Süßstoffen gibt.

Es hat einige Zeit in Anspruch genommen, bis wir die heutige Situation erreicht haben, in der diese natürlichen Alternativen auch in ausreichend großen Mengen verfügbar sind. Saccharin war der erste kalorienarme künstliche Süßstoff, der im ausgehenden 19. Jahrhundert als Massengut auf den Markt kam. Der gleiche Süßstoff ist heute immer noch in einigen künstlichen Süßstoffen enthalten, die in ihren bunten kleinen Verpackungen zu kaufen sind.

Saccharin wurde »versehentlich« durch einen Chemiker entdeckt, der in einem Labor eigentlich an einem ganz anderen Projekt arbeitete. Es wurde dann patentiert und weltweit als zuckerfreier Süßstoff vermarktet, dessen Süßkraft die des Zuckers um ein Vielfaches überstieg. Saccharin erlebte eine enorme Hochphase, bis dann Verbindungen zu Krebs und noch zahlreiche weitere negative Nebenwirkungen entdeckt wurden.

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Afghanistan: alle wichtigen Fakten – niemand kann sie leugnen

Veröffentlicht: 8. Februar 2011 von infowars in Afghanistan, Krieg, Politik
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Sehr geehrte Damen und Herren Mitglieder des Deutschen Bundestages,

morgen, am 28. Januar 2011, werden Sie voraussichtlich erneut Zeugnis ablegen dafür, dass dieser Bundestag sich zum „rubber stamp“, zum „Abnicker“-Parlament hat machen lassen. Dies immerhin ohne Not, ohne persönliche Bedrohung wie zur Nazizeit. Sie haben den Lissabon-Vertrag abgenickt, die meisten von Ihnen ohne den Vertrag zu kennen. Sie haben den in Kern und Zweck rechtswidrigen „Rettungsschirm“, der vor allem die kurzfristigen Interessen von geschäftspolitisch korrupten Großbanken sichert, abgenickt.

Sie haben sich in allen Fällen von Ihren Fraktionsführungen unter unziemlichen Zeitdruck bringen lassen. Ihr arbeitsreicher Einsatz hat sich nicht gelohnt. Ihr Vertrauen in Ihre Fraktionsführungen und deren Mitarbeiter wurde ganz offenbar missbraucht.

Die Fraktion der Linken, in der viele Menschen sich in guter Weise bemühen, lässt immer wieder wichtige Schritte aus, um die vorgeblichen Ziele zu erreichen. Im Fall Afghanistan konnte man sich nicht durchringen, (meine) Angebote von vertraulichen Direktkontakten zum afghanischen Widerstand (auch in sicheren Drittländern) anzunehmen. Noch niemals hat man sich dort ernsthaft meinen 2007 vorgelegten und damals vom gesamten Widerstand unterstützten 5-jährigen (später auf drei Jahre reduziert) Exitplan näher angesehen. Zum Ausgleich für dieses Versäumnis hat die Linke im zehnten Jahr des Krieges auch keinen eigenen Exitplan vorgelegt. Die radikale Forderung des sofortigen Abzuges wurde, so muss vermutet werden, exakt so aufgestellt, um die politische Unterstützung nicht zu erhalten. Auch meine nicht. Ich mache mich nicht mitschuldig an einer „Nacht der langen Messer“.

Dieses politische Verhaltensmuster kennen wir aus den US-Botschaftsdepeschen im Fall des Umgangs (Gysi) mit dem Thema Nato: nicht austreten sondern abschaffen.

Ein älterer Grünen-Abgeordneter, der von mir Gesprächspartner im Widerstand benannt haben wollte, mochte sich zu keiner Angabe über einen Friedensfahrplan oder auch nur umrisshafte derartige Vorstellungen seiner Partei äußern. Ich habe meine Zusammenarbeit verweigert, weil ich meinen guten Kontakten nicht zumuten kann, durch unstrukturiertes, zielloses Herumreden im zehnten Jahr eines ungerechten, dummen und verbrecherischen Krieges, der nicht „gewonnen“ werden wird und kann, wertvolle Zeit zu vertrödeln. Nicht mit meinem Namen.

Vertreter beider Parteien im Parlamentarischen Kontrollgremium der Geheimdienste (PKG) wurden im persönlichen Gespräch und mit persönlicher Datenübergabe darauf hingewiesen, dass unsere Bundesregierung bestens informiert ist darüber, wer, wann, wo und wie und mit welchen Materialien die Bomben baut, an denen unsere Soldaten in Afghanistan sterben. Dies blieb ohne Folgen – abgesehen davon, dass unsere Soldaten weiter traumatisiert oder verletzt werden – oder sterben.

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