Til Schweiger über Sexual-Gewalttäter: »Deutsches Gutmenschentum kotzt mich an!«

Veröffentlicht: 5. Februar 2011 von infowars in Deutschland, feminismus

Eva Herman

 

Deutschland streitet. Über Sexualverbrecher und Gewalttäter. Über den Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte, der vor Kurzem entschied, dass eine nachträgliche Sicherungsverwahrung für Gewaltverbrecher nicht rechtens sei. Konsequenz: Mehrere Schwerverbrecher, Mörder, Vergewaltiger klagen sich frei. Die Länder Europas müssen ihnen jetzt Geld bezahlen für den »Fehlgriff« nachträglicher Sicherungsverwahrung. Es geht in die Hunderttausende Euro, die auch in Deutschland aus Steuergeldern beglichen werden. Tickende Zeitbomben werden per EU-Gesetz freigelassen. Deutschland diskutiert auch über den toten Mirco, über seinen Mörder, einen zweifachen Familienvater. Dem eine Sicherung durchgebrannt war, weil er Stress mit seinem Arbeitgeber hatte. Das Kind starb unter unvorstellbaren Qualen. Und: Jetzt debattieren die Menschen über Filmproduzent und Schauspieler Til Schweiger, der selbst Vater von vier Kindern ist und der auf den Tisch gehauen hat.

 

Aber: Wie diskutieren die Deutschen eigentlich? Genau das ist es, was Schweiger erheblich auf die Nerven geht. Ihm ist am Dienstag die Hutschnur gerissen, mitten im schönsten Abendprogramm des Zweiten Deutschen Fernsehens. Warum? Weil ihn das »deutsche Gutmenschentum … ankotzt«. Vor allem dann, wenn es um missbrauchte und ermordete Kinder geht. Was meint er damit? Der Reihe nach:

Til Schweiger ist Dienstagabend zu Gast in der Talkshow von Markus Lanz, um seinen neuen Film vorzustellen. Dann kommt eine Mutter zu Wort, deren achtjähriger Sohn Felix 2004 entführt,

missbraucht und ermordet worden war. Der Täter: ein vorbestrafter Vergewaltiger. Die Mutter schildert, wie ihr eigenes Leben an dem Tag, an dem ihr Kind verschwand, beendet war. Einfach zu Ende. Ihre tief berührenden Schilderungen lassen niemanden kalt, eine Schauspielerin, selbst Mutter, muss unterTränen das Studio verlassen. Til Schweiger, eigentlich bekannt für seine lockere und kontrollierte Art, rastet aus. All seine Wut bricht aus ihm heraus. Er verweist auf die RTL 2-Sendung Tatort Internet, die potenzielle Kinderschänder im Internet aufspürt. »Was ich so schlimm finde, ist, dass wir in Deutschland, wenn es so eine Sendung gibt wie Tatort Internet, alle nur darüber reden, wie böse das ist, dass man potenzielle Täter gepixelt im Fernsehen zeigt. Aber die Diskussion, was man dagegen macht, die höre ich nicht mehr. Ich höre immer nur: Sicherheitsverwahrung ist unmenschlich.«

Til Schweiger hat damit den Nagel auf den Kopf getroffen. Denn in dieser Diskussion wird hier schnell der Mörder zum Opfer gemacht. In unserer ach so »großzügigen, freigeistigen« Zivilgesellschaft. Um das wahre Opfer und seine Familie jedoch, um all die Todesqualen und Seelenschmerzen, geht es weniger. Schon die RTL-2-Sendung Tatort Internet, anfangs mitmoderiert von Stephanie zu Guttenberg, wurde scharf angegriffen, ebenso wie die Ministergattin selbst. Vor allem der von Insidern bezeichnete »Rotfunk NDR« übergießt sie mit Hohn und Spott: »Die Charity-Lady jagt jetzt Kinderschänder im Fernsehen«, so NDR-Panorama, und sie sei dafür »auch bereit, die eigenen Moralvorstellungen über Bord zu werfen«. Pressejuristen werfen der Sendung »Rechtswidrigkeit« vor. Die politisch-korrekt arbeitende Süddeutsche Zeitung rückt die Kinderschützerin in die Nähe des Ku-Klux-Klan, weil sie einen »gefährlichen Volkszorn« gegen Kinderschänder und Pädophile schüre. Gefährlichen Volkszorn? Gibt es jetzt auch schon den öffentlich-rechtlich-politisch-korrekten Maulkorb zu diesem Thema? Nach dem Motto: Die 68er lassen grüßen? Armes Deutschland.

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