Archiv für 21. November 2010

Ethan A. Huff

 

Wissenschaftler des britischen Biotechnologie-Giganten Oxitec haben vor Kurzem eine genetisch veränderte Stechmücke entwickelt, die sich nicht erfolgreich fortpflanzen kann, wenn sie nicht ein bestimmtes chemisches Antibiotikum erhält [das heißt durch das Antibiotikum, das in freier Natur nicht vorkommt, wird das Transgen, das zum Absterben der Larven führt, »ausgeschaltet«]. Das Unternehmen hat vor einiger Zeit schon Millionen dieser genmanipulierten Moskitos auf den Kaimaninseln ausgesetzt, um zu sehen, was wohl passiert – allerdings ohne angemessene Genehmigung oder Ankündigung, was bei Experten und auch der Öffentlichkeit Verärgerung auslöste, da die Folgen eines solchen unverantwortlichen Experiments nicht abzuschätzen seien.

 

Oxitec hatte die Mücken bereits im vergangenen Jahr freigelassen, die Öffentlichkeit aber erst vor Kurzem informiert. Das Unternehmen rechtfertigt seine Entscheidung damit, dass die transgenen Stechmücken dazu beitragen könnten, die Verbreitung von Dengue-Fieber einzudämmen, indem die wildlebenden Mücken verdrängt oder beseitigt werden. Aber niemand weiß wirklich, was geschieht, wenn diese genmanipulierten Mücken Tiere oder Menschen stechen, oder welche Wirkung ihre veränderten Gene in der Wechselwirkung mit ihrer lebenden Umgebung entfalten.

weiter

vgt.at

Verdeckte Ermittlung war nicht nur gesetzwidrig und der SOKO-Chef sagte vor Gericht die Unwahrheit, die Ermittlung beweist auch die Unschuld der Angeklagten


Die verdeckte Ermittlerin unterstützte
tatkräftig die Kaninchenkampagne des VGT

Ein weiterer Knalleffekt in der skandalreichen Tierschutzcausa: auf Basis zugespielter Dokumente gelang einem extra dafür engagierten Detektiv der Nachweis, dass eine Frau unter dem Decknamen Danielle Durand von Ende April 2007 bis Mitte September 2008 den VGT infiltriert hatte. Nach §133 (1) der Strafprozessordnung hätte diese verdeckte Ermittlung ab 1. Jänner 2008 von der Staatsanwaltschaft angeordnet werden müssen. Da das aber nicht geschehen ist, war dieser Einsatz der SOKO-Spionin gesetzwidrig!

Aber mehr noch: Am 28. Juli 2010 hat der SOKO-Chef Mag. Erich Zwettler vor Gericht im Tierschutzprozess die Unwahrheit gesagt, immerhin ein mit bis zu drei Jahren Gefängnis bedrohtes Delikt!

Er hat behauptet, die verdeckte Ermittlung sei mit Ende 2007 ergebnislos eingestellt worden und deshalb könne die Spionin als Zeugin nicht genannt werden, weil ihre Ergebnisse irrelevant seien. Tatsächlich hat die Spionin aber bis Mitte September 2008 sehr effektiv weiter ermittelt und wäre nach Ansicht der Verteidigung die beste Entlastungszeugin.

(mehr …)