Archiv für 9. November 2010

F. William Engdahl

 

Die traditionelle Landwirtschaft ist bedroht: Sowohl in einem Vertragswerk zwischen den USA und Kanada als auch in einem neuen, von der Obama-Regierung unterstützten Gesetzentwurf mit der irreführenden Bezeichnung »Food Safety Enhancement Act« [Gesetz zur Verbesserung der Nahrungsmittelsicherheit] und dem entsprechenden Senatsentwurf S. 510 sowie in einem von der US-Lebensmittelbehörde FDA vorgelegten Entwurf zur Modernisierung der Nahrungsmittelsicherheit finden sich versteckte Passagen, wonach die Landwirtschaft, wie sie seit 5.000 Jahren auf der Welt betrieben wird, in der EU, den USA, in Kanada kriminalisiert werden soll. Sie meinen, das sei doch verrückt, das könne man nicht glauben? Dann lesen Sie bitte weiter.

 

Der kanadische Bauernverband NFU hat den bislang nicht veröffentlichten Text des Handelsabkommens CETA [Canada-EU Comprehensive Economic and Trade Agreement] veröffentlicht, über das derzeit verhandelt wird. CETA, mit dessen baldiger Ratifizierung gerechnet wird, stellt einen gefährlichen Präzedenzfall dar, auf den sich Monsanto und die GVO-Agrobusiness-Lobby auch bei Handelsgesprächen zwischen Nordamerika und der EU beziehen wollen.

Wie die NFU meldet, drohten den Landwirten unter CETA »drakonische« Maßnahmen wegen der Verletzung von Urheberrechten. Die seit Jahrhunderten bewährte Praxis, Saatgut aus der eigenen Ernte zurückzulegen, zu verwenden oder zu verkaufen, würde praktisch abgeschafft.
Nach den in CETA festgelegten Bestimmungen könnte Landwirten, die aufgespartes Saatgut verwenden, Anbauflächen, Maschinen und Ernte beschlagnahmt werden, da sie angeblich gegen die Urheberrechte für die Pflanzensorten von Unternehmen wie Monsanto, Dow, Syngenta und Bayer verstießen.

Der CO2-Handel in den USA ist gestorben

Veröffentlicht: 9. November 2010 von infowars in Klimalüge/Ökofaschismus
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Der Climate Exchange (CCX) oder Klimabörse in Chicago hat verkündet, sie wird den Handel mit CO2 bis Ende 2010 einstellen. Der Grund, das Handelsvolumen ist seit Februar 2010 auf Null gesunken und seit dem so geblieben. Niemand in den USA hat ein Interesse CO2-Zertifikate zu handeln. Im November ist der Preis für eine Tonne CO2 bis auf 5 Cents gefallen. Zum Höhepunkt im Mai 2006 hat die Tonne noch 7,5 Dollar gekostet. Damit stirbt das Lieblingskind von Al Gore und allen seinen Klimagläubigen einen stillen Tod.

Durch die Behauptung einer globalen Erwärmung eingeführtes Cap and Trade wurde geschaffen, um die CO2-Emmission und andere angeblichen Treibhausgase zu verringern. Bei der Gründung im Jahre 2000 wurde vorhergesagt, das Marktvolumen würde 500 Milliarden Dollar erreichen und dann wurde sogar von 10 Billionen gesprochen. Alle erhofften sich ein riesen Geschäft aus der Zwangsabgabe mit diesen Papieren, die aus dem Nichts erschaffen werden.

Die CCX ist die Erfindung von Professor Richard Sandor, der Stiftungsgelder von 1,1 Millionen Dollar der Joyce Foundation benutzte um sie zu gründen. Sandor sagte voraus, CO2 würde der Welt grösste Handelsware werden. Er wurde von allen Klimafreaks als grosses Vorbild gefeiert, das Time Magazine ernannte ihn 2002 zum Superhelden des Planeten und 2007 zum Umwelthelden. Im November 2004 erhielt Sandor den Ehrendoktor von der ETH in Zürich für seine Pionierarbeit über marktbasierende Mechanismen zum Umweltschutz. Jetzt muss er seine Klimabörse schliessen. So schnell ist er abgestürzt.

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PDV – Die deutsche Tea Party

Veröffentlicht: 9. November 2010 von infowars in Deutschland, Politik
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PDV – Die deutsche Tea Party?

Die etablierten Parteien in Deutschland sind vergleichbar mit den verschiedenen Softdrinks eines Konzerns: Die Grundsubstanz besteht immer nur aus billigem Füllmaterial wie Wasser, Zucker und Zitronensäure; den Unterschied machen nur oberflächliche Attribute wie Farbe, synthetische Süßstoffe und die auf die jeweilige Zielgruppe zugeschnittene Werbekampagne. Konsumiert man zuviel Softdrinks, bekommt man Diabetes und Nervenschäden.

In der politischen Fast Food-Welt bekommen wir billliges, süßliches Füllmaterial wie Marx und Lenin oder Keynes und Rockefeller, angereichert mit künstlichem Aroma und künstlichen Farbstoffen wie grün, rot, gelb und schwarz. Konsumiert man zuviel davon, bekommt man die Neue Weltordnung und eine feudalistische Planwirtschaft.

Die relativ junge Partei der Vernunft veranstaltete am Samstag eine Vortragsreihe im Stuttgarter Literaturhaus und wirkte hingegen wie eine sorgfältig zubereitete Speise; nicht exotisch gewürzt oder mit einstudiertem Theater serviert, aber dafür mit sehr hohem Nährwert. Ich war mit einem kleinen Team vor Ort und filmte die Redner dabei, wie sie mit einer beinahe schon übermäßigen Ruhe und akademischen Genauigkeit ihr Programm kommunizierten, das es gewaltig in sich hat. Ein Vergleich mit der amerikanischen Constitution Party, der Libertarian Party und insbesondere der populären Tea Party-Bewegung in den USA drängt sich unmittelbar auf.

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Eva Herman

 

Wenn nach der fürs schlichte Gemüt produzierten RTL-Vorabendsendung Explosiv allabendlich die RTL-Nachrichtenfanfare um 18.45 Uhr schmettert, wenn Peter Kloeppel sich noch einmal seriös räuspert und seiner etwas verdrießlich wirkenden Co-Moderatorin einen letzten, nicht selten mitleidigen Kollegenblick widmet, während die Kamera den Nachrichten-Anchor fest ins Visier nimmt und auf ihn zufährt, und während das erste seichte Topthema der News-Sendung anläuft, ahnen die wenigsten Zuschauer, was eigentlich hinter den Kulissen los ist: nämlich nichts Gutes. Denn es ist nichts mehr, wie es einmal war. Zahlreiche Journalisten bei RTL und beim Nachrichtenkanal n-tv sind stinksauer.

 

Sie bekommen zu wenig Gehalt, sie erhalten zu wenig Anerkennung und zu wenig Respekt. Das sind in der Tat ziemlich schlechte Arbeitsbedingungen. An allen Ecken und Enden fehlt Geld, der Sparzwang hat alle fest im Würgegriff, die goldenen Zeiten sind längst passé. Der Spiegel als nahezu einziges Mainstreammedium hat die vom Bertelsmann-Konzern durchgeführte Mitarbeiterbefragung nun gemeldet. Die meisten anderen Zeitungen, die öffentlich-rechtlichen Anstalten, private und staatliche TV- und Radiosender schweigen sich lieber aus. Warum, wenn es doch die Konkurrenz ist? Vielleicht, weil die Abhängigkeit, die Verstrickung mit dem Bertelsmann-Konzern, zu dem RTL gehört, mit nahezu allen anderen Medien zu groß ist? Weil die Unternehmensführerin Liz Mohn und Kanzlerin Merkel häufiger, als man es sich wünschen mag, gemeinsam ein Gläschen Champagner trinken? Weil die Chefredakteure inzwischen gelernt haben, was zu melden politisch korrekt ist, und was nicht?