Archiv für 7. Oktober 2010

Am Montag berichtete ich über den Werbefilm der 10:10 Organisation, mit dem sie die Menschen zur Reduzierung des CO2 animieren wollen und kritisierte dieses üble Machwerk heftig. Ein ASR-Leser hat bei Sony um Stellungnahme gebeten und diese Antwort bekommen:

Sehr geehrter Herr G…,

vielen Dank für Ihre E-Mail zu dem Video, das von der Klimaschutzgruppe 10:10 veröffentlicht wurde. Sony hat die Klimaschutzbewegung 10:10 bislang unterstützt, weil wir das gemeinsame Ziel verfolgen, den Kohlendioxidausstoß zu reduzieren. Das Video „No Pressure“, das ohne Wissen oder Beteiligung von Sony entwickelt, produziert und veröffentlicht wurde, verurteilen wir jedoch aufs Schärfste. Wir halten dieses Video für nicht durchdacht und geschmacklos.

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Was passiert eigentlich, wenn die Menschen mehr und mehr erkennen, dass ihre Ersparnisse schon längst weg sind?  – Was wir in den letzten 3 Jahren der globalen Finanzkrise gesehen haben, war nur die „Vorspeise“.  – Die Rache der Betrogenen wird  furchtbar sein.

 

Von Walter K. Eichelburg

Wer etwa glaubt, dass die deutschen Banken das in irische Wackelbanken wie AIB gesteckte Geld wiedersehen werden, die französischen Banken das in griechischen oder sonstigen PIIGS-Banken oder Staaten steckende Geld oder östereichische Banken das an Ungarn, Rumänien oder die Ukraine verborgte Geld für 10-jährige Autokredite in Fremdwährung je wiedersehen werden, der irrt. Weder irische Hypothekensklaven noch der griechische Staat oder diese Leute mit den 10-jährigen Autokrediten in CHF in Osteuropa werden ihre Kredite in realem Wert mit Zins und Tilgung je voll zurückzahlen können. Vielleicht einen Bruchteil davon.
Daher werden die Banken und sonstigen Finanzhäuser im Westen, die diese Kredite weitergereicht haben, diese abschreiben müssen. Die Banken haben dieses Geld selbst wieder von ihren Sparern als Spareinlagen oder über Anleihen, die in Lebensversicherungen gelandet sind, geholt. Am Ende wird der Sparer, oder wie er in der Finanzbranche heisst, der „Retail-Investor“ zu Kasse gebeten. Wir nennen diese Leute: obrigkeitsgläubige Sparerschafe.
Man hat den Schafen nur noch nicht offiziell mitgeteilt, dass ihre Geld-Ersparnisse grossteils weg sind. Im Herbst 2008 nach der Lehman-Pleite wäre es schon fast soweit gewesen: der Run auf die Banken hat begonnen. Zuerst in Irland, dann Griechenland, dann Deutschland, Österreich.
Die betroffenen Regierungen waren in totaler Panik und wendeten das letzte Mittel an, um die Geldabhebungen zu stoppen: eine universelle staatliche Garantie für alle Spareinlagen.

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Stuttgart 21, Massenmedien und die Lehren aus vergangenen  Großdemonstrationen

Stuttgart 21 ist gegenwärtig ein omnipräsentes Thema und regt sogar Diskussionen an, ob wir in Deutschland eine völlig neue Qualität der Bürgerbeteiligung erleben.  Die Tagesschau interviewte den Berliner Protestforscher Rucht:

“Ich sehe keine neue Qualität. Dieses bürgerschaftliche Selbstbewusstsein hat sich seit Jahrzehnten angebahnt. Tenor: Wir mischen uns ein, wir machen nicht nur alle vier Jahre irgendwo ein Kreuzchen.”

“Was aber stattgefunden hat, ist ein mediales Erwachen. Die Medien springen geradezu auf dieses Thema, das sie zuvor nicht gesehen haben. Verändert hat sich vor allem die öffentliche Wahrnehmung, nicht aber die Realität – jedenfalls nicht bundesweit.”

Die Medien “springen” normalerweise nur dann auf ein Thema, wenn sie das grüne Licht dafür bekommen haben. Ansonsten sieht man normalerweise ewiges Relativieren, Desinformieren und Totschweigen. Wo waren die Massenmedien, als in Berlin am 25. Spetember die führenden Eurokritiker bei einer Aktionskonferenz sprachen? Es ist natürlich zu begrüßen, dass nicht die Lethargie auf dem Vormarsch ist sondern die Bürgerbeteiligung, allerdings wäre es wohl gefährlich, dem Establishment Hilflosigkeit zu unterstellen. Die Konfrontationen zwischen Politik und den Bürgern erinnern immer noch zu oft an ein Tennismatch zwischen einem Hobby-Spieler und Andre Agassi.

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