Wie Der Spei-gel den Krieg in Afghanistan verteidigt

Veröffentlicht: 4. August 2010 von infowars in Afghanistan, Krieg, Medien, Propaganda

von Alex Lantier aus dem englischen :   Quelle: WSWS.ORG

Nach dem ersten anglo-afghanischen Krieg, schrieb der große Marxist Friedrich Engels1857:

Die geografische Lage Afghanistans, das besondere Wesen seiner Menschen, verleihen dem Land eine politische Bedeutung, die man für Zentralasien kaum zu hoch einschätzen kann.“

Heute wirft die blutige und unpopuläre Besetzung Afghanistans überall auf der Welt Fragen von enormer Bedeutung auf.

  • Was ist dieser scheinbar endlose Krieg, der seit kurzem der längste Krieg in der US-Geschichte ist?
  • Und warum wird er unter Missachtung der öffentlichen Meinung sowohl in Afghanistan als auch in den nominell demokratischen NATO-Ländern fortgeführt?

Das deutsche Magazin Der Speigel hat vor kurzem einen Artikel des Essayisten Dirk Kurbjuweit mit der Überschrift “ Die Zähmung der Bestie. Über das schwierige Verhältnis von Demokratie und Krieg“ veröffentlicht, der sich mit diesen Fragen beschäftigt.
Er stellt fest, dass zwei Drittel der deutschen Bevölkerung den Krieg ablehnt, speziell nach dem Bombenabwurf von Kunduz, bei dem der deutsche Oberts Georg Klein einen Fliegerangriff anforderte, bei dem 142 Afghanen getötet wurden.

Die zutiefst reaktionären Schlussfolgerungen des Artikels werden von allen europäischen herrschenden Klassen geteilt, die an der NATO-Besetzung beteiligt sind.

Es ist im Wesentlichen ein Manifest für den Krieg, verknüpft mit einer fatalistischen Art von Chauvinismus.
Wenn man die zynischen Zweideutigkeiten weglässt, dann lautet die Argumentation des Spiegels, dass der Krieg in Afghanistan so wichtig für die strategischen Interessen des deutschen Kapitalismus ist, dass er unter Missachtung des Volkswillens weitergeführt werden muss.
Das wichtigste Hindernis, mit der eine solche Politik konfrontiert ist – der Widerstand in der Bevölkerung gegen Krieg, der aus den Erfahrungen mit dem Nazi-Faschismus und dem zweiten Weltkrieg herrührt – muss überwunden werden.
Mit den Worten des Speigels wurden diese Gefühle „von der Realität überholt“.

Da er sich bewusst ist, dass sein Standpunkt in höchstem Maße unpopulär ist, beginnt Der Speigel mit diversen verlogenen Entschuldigungen für den Krieg in Afghanistan. Er schreibt:

  • „Was den Beginn angeht, ist dieser Krieg gut begründet“, und erklärt:
  • „Wirtschaftliche Gründe spielten damals keine Rolle. Es ging nicht um das Lithium, das es in der afghanischen Erde geben soll. Es ging um den Kampf gegen den Terror.“

Bezeichnenderweise wiederholt Der Speigel alte Lügen, an die er selber schon nicht mehr glaubt.

Tatsächlich erklärt er später, Behauptungen, die Besetzung Afghanistans sei Teil des „Kriegs gegen den Terror“ seien „brüchig geworden“. Er stellt fest:

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Kommentare
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