Archiv für 6. Juni 2010

Es ist ein Eklat erster Klasse, der Super-Gau für den so genannten »Qualitätsjournalismus«, auch und vor allem in Deutschland. Was mussten sich einige KOPP-Autoren nicht alles anhören, als sie bereits vor einem Jahr in ihren Artikeln immer wieder auf diesen Super-Gau hinwiesen, als sie vor der »künstlichen Schweinegrippe-Panikmache« durch die Medien warnten? Sie seien ja immer gleich dabei, »Verschwörungstheorien« zu entwickeln, schoss man darauf durch einige »seriöse« Medien zurück.

Verschwörungstheorien – welch ein Wort! Wer die Themen auf KOPP-Online aufmerksam studiert, dem ist inzwischen längst klar, dass nicht jede so genannte Verschwörungstheorie falsch sein muss. Denn was alleine im Zusammenhang mit der Schweinegrippe jetzt endlich, nachdem es zu spät ist, auch von »Qualitätsjournalisten« berichtet wird, verschlägt einem glatt den Atem und könnte sich, wie u.a. WELT-online aktuell berichtet, zu einem der größten Pharmaskandale der vergangenen Jahre ausweiten: Einige Autoren und Wissenschaftler, die an den WHO-Richtlinien zum Umgang mit Pandemien, darunter die Schweinegrippe, mitgewirkt haben, ließen sich gleichzeitig von der Pharmaindustrie bezahlen. Das ist das jetzt bekanntgegebene Ergebnis einer Untersuchung des British Medical Journal und der englischen Journalisten-Initiative Bureau of Investigative Journalism (BIJ). Auch eine Anhörung im Europarat führte vor kurzem bereits zu dieser Erkenntnis. Mindestens drei der Akademiker haben demnach auf den Gehaltslisten von GlaxoSmithKline (GSK) und Roche gestanden und gleichzeitig die weltweiten Verhaltensrichtlinien für Pandemien für die WHO erarbeitet.

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