Archiv für 25. April 2010

F. William Engdahl

In den vergangenen Tagen sind die Kurse an den Aktienbörsen weltweit auf Talfahrt gegangen. Dafür werden zwei Gründe genannt: Zum einen die wirtschaftlichen Folgen der grotesken und unbegründeten Entscheidung der EU-Regierungen, wegen der Gefahr durch Vulkanasche – die erwiesenermaßen nur in einer Computersimulation des britischen Wetterdienstes »Met Office« existierte – den gesamten Flugverkehr in Europa einstellen zu lassen. Der zweite Grund für die fallenden Aktienpreise, besonders bei Finanzwerten, war die Meldung über die Klage der staatlichen US-Börsenaufsicht SEC gegen »Goldman Sachs«, die politisch und finanziell einflussreichste Bank der Welt. Dabei ist das, was bei »Goldman« nicht verfolgt wird, mindestens so interessant wie die Tatsache, dass die Bank wegen ihres kriminellen Vorgehens endlich an den Pranger gestellt wird.

Die SEC beschuldigt Goldman, sich aktiv mit dem Hedgefonds-Manager John Paulson von der Firma Paulson Fund verschworen (O ja, Virginia, es GIBT Verschwörungen!) zu haben, und zwar ausdrücklich, um hypothekenbesicherte Anlagen im Wert von Milliarden Dollar zu kreieren, die aus extrem riskanten Hypotheken bestanden. Das Ziel war, ein neues Wertpapier zu entwickeln, das an  der Wall Street MBS, Mortgage Backed Security, genannt wurde und von vornherein bewusst so strukturiert war, dass es scheitern musste. Goldman Sachs seinerseits verkaufte dieses synthetische Finanzprodukt dann unter der Bezeichnung Abacus 2007-AC1 an seine Kunden und beteuerte, es sei sicher.

Paulson und Goldman erwarben insgeheim Derivate, die im Wesentlichen Wetten auf ein Scheitern der MBS waren – solche Geschäfte sind in der Branche als »Shorting« (Leerverkauf) bekannt. Tatsächlich ließ Goldman John Paulson ein CDO [Collateralized Debt Obligation, ein Oberbegriff für forderungsbesicherte Wertpapiere] entwickeln, in dem er die Subprime-Papiere bündeln konnte, die von Moody’s extrem überbewertet wurden und deshalb völlig überteuert waren.

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Atombomben in Deutschland 2010

Veröffentlicht: 25. April 2010 von infowars in Atomkrieg, Deutschland, USA, Waffen
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Michael Grandt

Noch immer lagern die USA einen Teil ihrer aktiven Atomwaffen in Europa, auch in Deutschland. Experten gehen von rund 240 nuklearen Bomben der Typen B-61-3 und B-61-4 aus. Diese dürfen nur mit der Genehmigung des US-Präsidenten eingesetzt werden.

Bis vor zehn Jahren lagerten Atomwaffen in Deutschland außerdem noch in Nörvenich und Memmingen, bis 2004 in Ramstein. Die Nuklearwaffen wurden auf Flugplätzen in geschützten unterirdischen Magazinen, sogenannten »Weapons Storage Vaults« gelagert. Sie sind in den Boden von Flugzeugschutzbauten auf ausgewählten Fliegerhorsten eingebaut. Jedes Magazin kann bis zu vier Waffen aufnehmen.

In Deutschland können noch bis zu 44 nukleare Bomben in Büchel (Landkreis Cochem-Zell, Rheinland-Pfalz) gelagert werden. Andere Schätzungen gehen von 20 aus. Büchel ist der Standort des Jagdbombergeschwaders 33 der Bundeswehr und noch der einzige verbliebene aktive Lagerort in Deutschland. Bis 2004 waren außerdem bis zu 130 Atomwaffen auf der US-Luftwaffenbasis Ramstein Air Base gelagert. In Nörvenich gibt es Magazine für bis zu 44 Atombomben für das Jagdbombergeschwader 31. Der Nuklearwaffenstandort Memmingen wurde 2003 von der Bundeswehr aufgegeben.

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