Archiv für 17. April 2010

Gerhard Wisnewski

Das muß man erst mal fertigbringen: Das Video mit den Schüssen an der Absturzstelle von Smolensk verbreitet sich wie ein Virus über das ganze Internet. Die Schüsse sind überdeutlich zu hören. Staatsanwälte ermitteln. Auch die „Bild“-Website zeigt das Video – allerdings ohne die Schüsse und ohne sie auch nur zu erwähnen…

Spuren an Tatorten, Wracks, in Bildern und Informationen zu suchen, ist das eine. Wie ich bereits früher geschrieben habe, gibt es noch eine andere Möglichkeit, nämlich das von der offiziellen Propaganda dargebotene „Negativ“ zu entwickeln bzw. durch Projektion ein Positiv herzustellen. Wie das geht? Im Prinzip ganz einfach: Keine Lüge oder Verdrehung steht alleine für sich im luftleeren Raum, sondern in einer Beziehung zur Wahrheit. In der Lüge oder Verfälschung ist also auch die Wahrheit enthalten, nur eben verdreht oder – indirekt – indem die Lüge ein Negativ der Wahrheit darstellt. Der einfachste Fall: Manche Lügen entfernen sich zum Beispiel möglichst weit von der Wahrheit. Stellt man sich also die am weitesten entfernte Alternative zu einer Lüge oder wahrscheinlich falschen Version vor, könnte man bereits nah an der Wahrheit liegen. Man kann also die Spuren von  Lügen oder Propaganda lesen. Man kann feststellen, was verschwiegen und verdreht werden soll. Das ist zwar kein Beweis, aber ein Hinweis.

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Eva Herman

Eine Niederländerin sagte neulich: »Ihr Deutsche seid komisch: Wenn ich putzen gehen würde und eine andere Putzfrau besorgte derweil meinen Haushalt, dann gelten sowohl diese Putzfrau als auch ich als erwerbstätig. Wenn ich meinen Haushalt allerdings selbst mache, und die Putzfrau ihren auch, dann gelten wir beide als arbeitslos. Und als altmodisch! Merkwürdige Welt bei Euch!«

Stimmt! Ein anderes Beispiel: Ein Kleinkind, das von einer Erzieherin in der Kita betreut wird, erfährt – gleichgültig, wie überfüllt die Krippe und wie überfordert die Erzieherin auch sein mag – die sogenannte »frühkindliche Bildung«. Wenn den Kindern dort vorgekocht wird, spricht man stolz von der »Chemie zum Anfassen«. Wenn eine Mutter ihrem Kind jedoch individuelle Liebe daheim gibt, ihm den Haushalt erklärt und es aufs Leben vorbereitet, gilt dies als nicht mehr zeitgemäß, die Mutter wird diskriminiert, und sie widersetzt sich dem allgemein herrschenden Mainstream. Dem Kind würde auf diese Weise gar die »frühkindliche Bildung« vorenthalten, auf die es ja schließlich ein Recht hätte.

Was hat das mit der Frauenquote zu tun? Eine ganze Menge. Frauen, die arbeiten wollen oder sollen, können weder ihren Haushalt umfassend erledigen, noch ihre Kinder zuhause betreuen, auch wenn es noch so günstig für Mutter und Kind wäre. Da einige Frauen dennoch gerne daheim bleiben würden, es nun aber einfach nicht sollen, schaffte man Gender-Mainstreaming an. Ein Diktat von oben, von EU und UNO. Und per Gender-Mainstreaming-Gesetz wird derzeit flächendeckend die Frauenquote festgelegt. Wem, außer den Frauen, nutzt sie aber, diese Quote? Zu dieser interessanten Frage veröffentlichte die Schweizer Weltwoche vor einiger Zeit eine umfangreiche Titelgeschichte. Sie gelangte dabei zu einem hochinteressanten  Ergebnis, das zwar mehr als logisch erscheint, das sich jedoch heutzutage kaum noch jemand auszusprechen traut. Schon die Überschrift enthielt die Antwort: »Vorteil Frau – Wie Frauen am Arbeitsplatz systematisch bevorzugt werden«.

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Der Vorsitzenden des Weltklimarats (IPCC) Rajendra Pachauri ist stolz auf seine Organisation. Wiederholt betonte er, dass das IPCC in seinen Berichten eine Auswertung des wissenschaftlichen Sachstands erstellt, welcher gestützt ist durch Publikationen, die ihre hohe Qualität durch den in der Wissenschaft üblichen Begutachtungsprozess (“peer-review”) unter Beweis gestellt hätten (etwa hier).

“Die Leute können den Schlussfolgerungen des IPCC vertrauen…Schließlich basieren sie komplett auf begutachteter Literatur.”

“People can have confidence in the IPCC’s conclusions…Given that it is all on the basis of peer-reviewed literature.”

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