Archiv für 14. April 2010

Von Martin Müller-Mertens
Kommendes Jahr gibt es in Deutschland wieder eine Volkszählung. Zum ersten Mal seit 1987 – damals hatte der westdeutsche Zensus zu Massenprotesten, Boykott-Aufrufen und Klagen geführt. Deshalb sollen jetzt vor allem Datenbanken herangezogen werden. Aber rund 140.000 Berliner bekommen Besuch mit Fragebögen. Wer die Auskunft verweigert, riskiert hohe Bußgelder.

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Frauenquote: Ungerecht für Männer, teuer für Unternehmen! (I)

Veröffentlicht: 14. April 2010 von infowars in feminismus
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Eva Herman

Der Chefredakteur einer großen deutschen Tageszeitung sagte einmal: Die Frauenquote ist für niemanden gut, weder für die Frauen, noch für die Unternehmen, und auch nicht für die Männer. Warum? Antwort: Frauen, die aufgrund der Quote in einen Job gehievt werden, sind nicht selten permanent überfordert, denn sie erhalten einen Arbeitsplatz, der nach reinen Qualifikationsgesichtspunkten möglicherweise viel besser von einem Mann hätte ausgefüllt werden können, der aufgrund der Quote jedoch nicht eingestellt werden durfte. Und die Unternehmen müssen nicht selten aus eben diesem Grund den Qualitätsstandard ihrer Produkte bzw. ihres Unternehmens Stück für Stück absenken. Ist das immer so? Nein, nicht immer, lautet die Antwort, aber immer öfter. Denn die Frauenquote erlebt durch inzwischen in nahezu allen Bundesressorts verankerte Gender-Mainstreaming-Gesetze derzeit eine enorme Renaissance.

Wer sich die politisch verordneten Gleichstellungsrichtlinien, auch als Gender-Mainstreaming-Maßnahmen deklariert, genauer ansieht, der kann leicht erkennen, dass hinter der Frauenquote der klare, poltische Plan steckt, der an sozialistische und kommunistische Regierungsformen erinnert: Frauen sollen mit allen Mitteln in die Erwerbstätigkeit geschoben werden, Kinder – nach dem Vorbild Margot Honecker – in die Krippe. Und die Männer? Man sähe es nicht ungern, wenn sie sich zunehmend aus den verantwortungsvollen Positionen verabschiedeten und sich mehr um Heim, Herd und Kind kümmern würden. Die EU-Richtlinien werden jedenfalls zunehmend in diese Richtung gelenkt. Nicht versteckt, sondern ganz offensichtlich. Das Elterngeld (Väter-Monate) ist nur ein Beispiel dafür. Die geplanten Werberichtlinien für Fernsehen und Zeitungen ebenso: Nicht mehr die Frauen dürfen vor Herd und Waschmaschine gezeigt werden, sondern Männer. Denn für Frauen sei dies diskriminierend, so die EU-Spezialisten.

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Gerhard Wisnewski

Haben Sie schon einmal gleichzeitig in Sturm und Nebel gestanden? Sie meinen, das geht nicht, weil der Sturm den Nebel wegwehen würde? O doch, das geht schon: Und zwar in einem Gebiet besonderer Wetterphänomene namens Smolensk. Erst war es der dichte Nebel, der die Landung der »Tupolew 154« am 10. April 2010 in Smolensk behindert haben soll. Neuerdings soll aber heftiger Seitenwind die Maschine aus der Anflugschneise geweht haben. Das Problem: Beides zusammen geht schlecht.

Kennen Sie den: »Bild sprach zuerst mit der Leiche«? Sicher. Aber auch den: »Bild verkauft Ihnen zuerst die offizielle Version«? Offizielle Versionen laufen hier jeden Tag millionenfach vom Band: Merkel ist die stärkste Frau der Welt, Obama will Frieden, China ist böse, die Schweinegrippe-Impfung ist gut, Alfred Herrhausen wurde von der RAF ermordet, und Jörg Haider ist besoffen in den Tod gerast. Achja – und natürlich: Die Erde ist eine Scheibe.

Sicherlich. Offizielle Versionen  gibt es im Ramschladen der Bild-Zeitung immer billigst. Bild klärt zuerst jeden Fall aufgrund von vagen und widersprüchlichen Ermittleraussagen und sich widersprechender Fakten. Egal – schon bald gibt es im Bauchladen der Bild-Zeitung nicht nur eine garantiert ideologisch TÜV-geprüfte Version, sondern auch – was das Beste ist – ein finales Urteil gleich dazu.

Dass es oft einen Toten trifft, ist allerdings nicht nur die Schuld der Bild-Zeitung, sondern einen Toten zu verurteilen, ist für alle nun mal das Bequemste. Zuerst hat man es mit dem Präsidenten Lech Kaczynski versucht. Er sollte den Piloten zur Landung genötigt haben. Aber Kaczynski ist auch port mortem einfach noch eine zu große Nummer. Und außerdem wäre das ein unfreundlicher Akt gegenüber Polen. Dann schon lieber einen Domestiken, also den Piloten selber. Der hatte schließlich 1,8 Promille im Blut, ist viel zu schnell geflogen, und außerdem war er schwul.

Das ist natürlich nur ein makabrer Scherz. »Es war ein Pilotenfehler«, verkündete die Bild-Website aber wirklich in dicken Schlagzeilen am 13. April 2010, daneben das Bild des Verbrechers, der an die 100 Menschen auf dem Gewissen haben soll.

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