Archiv für 20. Januar 2010

Zu welchen Mitteln die US-Regierung greift, um den Osama-bin-Laden-Mythos auch lange nach dessen mutmaßlichem Tod lebendig zu erhalten, zeigt sich an den neuesten Bildern, die das amerikanische FBI veröffentlicht hat. In dem peinlichen Versuch, Osama so darzustellen, wie er heute, zehn Jahre nachdem die letzten Fotos von ihm gemacht wurden, aussehen könnte, hat das FBI Bilder benutzt, die nichts mit Osama bin Laden zu tun hatten. Dieser Schuss ging nach hinten los – die bereits angeschlagene Glaubwürdigkeit der Regierung in Washington hat nochmals schweren Schaden genommen.

Das amerikanische Federal Bureau of Investigation ist dabei ertappt worden, dass das Foto eines spanischen Parlamentsabgeordneten verwendet worden ist, um ein Bild zu erstellen, das angeblich den meistgesuchten Terroristen der Welt zeigt, wie er Jahre nach seinem Verschwinden aussehen könnte.

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Sofort nach der dramatischen Festnahme des »Unterhosen-Bombers«, eines 23-jährigen Nigerianers auf dem Flug von Amsterdam nach Detroit, der angeblich Sprengstoff in seine Unterwäsche eingenäht hatte, wurde der Ruf laut, die umstrittenen Körper- oder Nacktscanner an den Flughäfen einzusetzen, um damit in Zukunft solche »Unterhosen-Bomber« ausfindig machen zu können. In den USA macht sich nun ein Mann ganz besonders für den Einsatz solcher Scanner stark: der frühere Minister für Heimatschutz, Michael Chertoff, dessen ehemalige Behörde für die Sicherheit an Flughäfen verantwortlich ist.

Schon Stunden nach dem versuchten Bombenanschlag redete alle Welt über die sogenannten Ganzkörperscanner als der »magischen Kugel«, mit der solche Attacken verhindert werden könnten. Senator Lieberman, ein bekannter Neocon, hat bereits Anhörungen angekündigt, wobei er so tut, als sei der Einsatz von Scannern bereits beschlossene Sache, denn eine der »vordringlichen Fragen, die bei dieser Anhörung beantwortet werden soll, lautet: warum wird die Ganzkörperscanner-Technik, mit der Sprengstoffe aufgespürt werden können, nicht in größerem Ausmaß eingesetzt?«

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