Journalisten: Von Meinungsmachern zu Hartz-IV-Empfängern

Veröffentlicht: 2. Dezember 2009 von infowars in Medien, Wirtschaft
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Über Jahrzehnte hin haben deutsche »Qualitätsmedien« hohe Gewinne gemacht – und ihre Kunden mit sprödem und belehrendem Einheitsjournalismus abserviert. Nun beklagen sie sich darüber, dass die Kunden die Nase voll haben und scharenweise kündigen.

Wer im deutschsprachigen Raum mehrere Zeitungen eine Tages zur Hand nimmt, der spürt schnell, dass die Lektüre stets die gleiche ist. Die Nachrichten unterscheiden sich so wenig voneinander wie die Seifenopern, mit denen Fernsehsender ihre Zuschauer zu fesseln versuchen. Fast alle Journalisten schreiben heute nur noch von Nachrichtenagenturen ab. Und so gleichen sich »Nachrichten« und auch »Kommentare« häufig fast aufs Wort.

Die Wünsche und Bedürfnisse der Konsumenten scheinen erstaunlicherweise keine Rolle zu spielen. Wenn der Bundesbanker Thilo Sarazzin Klartext redet und in allen Umfragen eine große Mehrheit der Deutschen seinen Äußerungen zustimmt, dann nennen deutsche Qualitätsmedien den Mann durchweg »durchgeknallt«, »unerhört« oder schlicht »geschmacklos«. Auch wenn die Schweizer sich bei einer Volksabstimmung mehrheitlich gegen den Bau weiterer Minarette entscheiden, dann nennen deutsche »Qualitätsjournalisten« das »rassistisch« und »unerhört«. Die selbsternannten Volkserzieher vergessen dabei, dass jene, die bei den vorgenannten Umfragen befragt wurden, eben auch ihre Kunden sind und die Existenz der Journalisten finanzieren. Man nennt solches Verhalten wohl Hochnäsigkeit.

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Kommentare
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