DocMorris und Spam-Mails in einem Topf

Veröffentlicht: 21. Oktober 2009 von infowars in Gesundheit, Pharmaindustrie, Propaganda

PR-Offensive der Pharmaindustrie – Teil 1

Seit einigen Monaten laufen im öffentlich-rechtlichen Fernsehen bemerkenswert reißerisch aufgemachte und gleichzeitig bemerkenswert identische Beiträge. Sie tragen Titel wie „Piraterie-Mafia“, „Gefälschte Medikamente“ oder „Die Pillen-Dealer.

Ihr Tenor ist jeweils, dass über „das Internet“ bestellte Medikamente angeblich eine Gefahr für die Bevölkerung wären. Mit dem bemerkenswert unscharf gewählten Begriff, der auch für andere Kampagnen gerne genutzt wird, wirft man dann so unterschiedliche Phänomene wie DocMorris und Spam-Mails in einen Topf:


Medikamente sind in der Apotheke relativ teuer. Bei einer Bestellung im Internet kann der Kunde viel Geld sparen. Zum Beispiel das Schmerzgel Voltaren: In der Apotheke kostet eine Tube 12,95 Euro, im Internet 9,85 Euro. Das Erkältungsmittel Meditonsin kostet in der Apotheke 17,98 Euro, im Internet nur 12,65 Euro. Die Billigangebote sind verlockend, aber das Risiko ist groß: 10 Prozent aller Internet-Medikamente sind gefälscht.

Zu solchen Behauptungen kommt dann eine Reihe von Experten zu Wort, die fast ausnahmslos aus den Reihen der Pharmaindustrie und der Apothekenlobby stammen. Allerdings bleiben die geäußerten Vorwürfe zu den „gefälschten“ Medikamenten bemerkenswert vage: „In letzter Konsequenz“, so ist zu hören, könnten sie „alle erheblichen Krankheiten nach sich ziehen“ und „sogar tödlich sein.“ Konkrete Fälle werden dabei allerdings ebenso wenig genannt wie genaue Risiken.

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