Obama: Wir brauchen ein Rettungspaket für Zeitungen um den Vormarsch der neuen Medien aufzuhalten

Veröffentlicht: 26. September 2009 von infowars in internet, Medien, Nachrichten, Obama, Pressefreiheit
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Zeitungen

Der Präsident sagt dass das Bewahren von „gegenseitigem Verständnis“ essentiell für eine Demokratie sei

Steve Watson
Infowars.net
21. September 2009

[Infokrieg.tv]

US-Präsident Obama gab an dass er es gerne in Betracht ziehen werde, die Konzernmedien zu retten und brachte seine Besorgnis darüber zum Ausdruck, dass alternative Nachrichtenangebote im Internet sich wegen dem Niedergang der Zeitungen stetig wachsender Beliebtheit erfreuen. Obama sagte Redakteuren der Pittsburgh Post-Gazette und der Toledo Blade, dass die Bewahrung der Printmedien „kritisch für die Gesundheit unserer Demokratie“ wäre:

„Ich habe Bedenken dass falls die Richtung, in die sich Nachrichten bewegen, nur noch die Blogoshäre ist, alles Meinungen ohne seriöse Faktenprüfung, keine ernsthaften Versuche um Berichte in einem Zusammenhang zu betrachten, es dann zum Resultat haben wird dass Leute sinnlos sich gegenseitig anschreien ohne viel gegenseitiges Verständnis.“

Er deutet außerdem an, dass Leser in Zukunft für Online-Nachrichtenangebote bezahlen sollen:

„Ich hoffe dass die Leute anfangen zu verstehen, dass wenn man seine Zeitung übers Internet bekommt, dass dies nicht umsonst ist und dass man Wege für ein geeignetes Geschäftsmodell finden muss.“

In den letzten Jahren wurden hunderte von Zeitungen geschlossen oder sind auf Onlinenachrichten umgestiegen, weil ihre Werbeeinnahmen immer niedriger wurden und alternative Medien immer beliebter geworden sind. Mehrere große Zeitungsverlage, darunter auch die Tribune Co. welche den Chicago Tribune und die Los Angeles Times besitzt, mussten Konkurs anmelden. Obama sagte er wäre „sehr erfreut zu sehen“ dass ein Gesetz verabschiedet wird das Steuererleichterungen für Zeitungsverlage schafft, wenn sie sich zu Bildungskonzernen gemäß 50 (c) (3)  umstrukturieren. Der demokratische Senator Ben Cardin hat einen Gesetzesentwurf vorgestellt mit dem aufgeblasenen Titel „The Newspaper Revitalization Act (Das Gesetz für die Revitalisierung von Zeitungen)“.

Man könnte kritisieren dass von der Regierung durch Subventio- nierung gerettete Medien eben nicht essentiell für eine Demokratie sind, sondern im direkten Widerspruch zu einer „freien Presse“ stehen. Regierungsbanken und Regierungsautokonzerne könnten effektiv an die Regierungspresse angegliedert werden wenn die Rettungsaktionen erst einmal bewilligt sind. Ein Rettungspaket für die Medienunternehmen wäre nur eine weitere Bereicherung für veraltete und gescheiterte Monopole durch Steuergelder, wodurch innovative, vorwärts denkende Konkurrenten ausgeschaltet werden. Außerdem gibt es absolut keine Grundlage dafür, dass die Zeitungen staatlich saniert werden, denn die Zeitungen beschäftigen weniger als ein Prozent der Arbeitskräfte in den Vereinigten Staaten.

Die riesigen Medienunternehmen sterben aus weil sie selbst bewiesen haben, dass sie fast völlig unglaubwürdig sind, weil sie sich wie ein blind gehorchendes Sprachrohr des Establishments verhalten. Alle blogbasierenden Medien als unzuverlässig oder zusammenhanglos hinzustellen ist einfach lächerlich, besonders angesichts der Zuverlässgkeit der Mainstreammedien in der jüngeren Vergangenheit.

Kommentare
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