Archiv für 17. August 2009

Wissenschaftler müssen die Gentech-Konzerne um Erlaubnis fragen, bevor sie unabhängige Forschungsergebnisse über deren genetisch veränderte Pflanzen veröffentlichen wollen. Das regelt eine Verfügung der Saatgutkonzerne, die von den Forschern im Vorfeld einer Studie unterschrieben werden muss, berichtet das Wissenschaftsmagazin Scientific American in seiner August-Ausgabe.

Gentech-Forscher Weder die Überprüfung der von den agrotechnischen Konzernen angepriesenen „Leistungen“ gentechnisch veränderter Nutzpflanzen noch eine kritische wissenschaftliche Analyse möglicher Risiken und Gefahren für Umwelt und Konsumenten seien dadurch möglich.

Für den Kauf gentechnisch veränderten Saatguts zu Forschungszwecken mussten die Kunden schon immer eine Vereinbarung unterzeichnen, die genau festlegt, was geforscht werden darf und was nicht. Diese Vereinbarungen galten dem Schutz „des geistigen Eigentums“ eines Unternehmens, sie sollten vor allem mögliche Replikationen der veränderten Erbinformationen, also die unerlaubte Nachzucht, verhindern, so die Begründung.

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Trotz Verboten kommt es immer wieder zu gentechnischen Verunreinigungen von Saatgut und Lebensmitteln. Während es bei Lebensmitteln weniger Proben werden, die Spuren von gentechnisch veränderten Pflanzen enthalten und auch das Ausmaß der Verunreinigung abnimmt, scheint das Problem beim Saatgut noch nicht gelöst. Die Lebensmittel-Firmen achten peinlichst darauf, dass Gentechnik allenfalls in Spuren enthalten ist, so dass sie ihre Produkte nicht kennzeichnen müssen.

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