Crash : Über die Verwendung des Konjunkturpakets

Veröffentlicht: 24. Juli 2009 von infowars in Deutschland, Wirtschaftskrise/ Finanzkrise
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Die Konjunkturpakete I und II kosten insgesamt 85 Milliarden Euro. Wo die Summen hinfließen bleibt für den Steuerzahler im Verborgenen. Die Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung hat sich daher auf Spurensuche begeben und erschreckende Tatsachen an die Oberfläche befördert. Stellvertretendes Beispiel für die teils sinnlose und skurrile Verwendung der Steuergelder sei Folgendes: knapp 20 Millionen Euro aus dem Konjunkturpaket fließen an Burgherren in ganz Deutschland, die von diesem Geld ihre Anwesen kostenfrei renovieren lassen.
Der Adel jubelt. Quer durch ganz Deutschland verpassen Burgherren ihren Anwesen auf Staatskosten eine Totalsanierung. Auf der Liste der Burgen, die Hilfen beantragten, finden sich neben so prominenten Namen wie der Wartburg auch weitgehend unbekannte Gemäuer wie Trechow, Wewelsburg oder Zwernitz. Verbinden tut sie die Tatsache, dass den Besitzern das Geld für notwendige Renovierungen fehlt. Nun muss der Steuerzahler einspringen. Und wenn möglich soll er davon gar nichts erfahren.
Die Burgherren verteidigen derweil die Verwendung der Staatsgelder, so auch Karl Graf von und zu Eltz. Malerisch liegt seine Burg Eltz auf einem Felsen gelegen und ist seit 800 Jahren der ganze Stolz seiner Familie. Fast eine Million Euro erhält die Burg aus dem Konjunkturprogramm des Bundes. „Es ist die größte Sanierung der Burg seit Anfang des letzten Jahrhunderts“, freut sich Graf Eltz. Der Steuerzahler bezahlt ihm neue Dächer und eine Verankerung seines Turmes.

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