Hintergründe und Perspektiven des Öko-Totalitarismus (Teil II): Die Christen machen Frieden mit der neuen Religion

Veröffentlicht: 10. Juli 2009 von infowars in Geschichte, Klimalüge/Ökofaschismus, New World Order/ Neue Weltordnung, Religion/ Kirche
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Konservative Rückholaktionen oder progressive Klima-Allianz

Bei Moskaus strategischer Umorientierung spielte, wie auch die bereits im ersten Teil erwähnten Sagladin und Frolow andeuten, Papst Johannes Paul II. (Karol Wojtyla) eine besondere, bis heute kaum aufgeklärte Rolle. Das gilt bekanntlich schon für die besonderen Umstände, unter denen Wojtyla ins Amt gelangte. Sein Vorgänger Johannes Paul I. (Albino Luciani) war nach einer kaum mehr als einen Monat währenden Amtszeit auf ungeklärte Weise aus dem Leben geschieden. Die Spekulationen über die Kreise, die Gründe sahen, ihn aus dem Weg zu räumen, beziehen sich hauptsächlich auf das erstmals 1984 unter dem Titel „In Gods Name“ erschienene Buch des britischen Journalisten David A. Yallop. Dieser wies zu Recht darauf hin, dass der Vatikan aufgrund des 1929 mit Mussolini geschlossenen Lateran-Vertrages und des 1933 mit Hitler eingegangenen Konkordats (das die staatliche Erhebung einer nicht unbedeutenden Kirchensteuer einschloss) zu einer international verflochtenen Finanzmacht geworden war. Der Vatikanstaat wurde bald zu einer der wichtigsten Steueroasen und Geldwaschanlagen, da Mussolini ihn von der Gewinnsteuer befreit hatte. In dem beim Skandal um den Banco Ambrosiani und die Loge P2 aufgedeckten Drogen- und Waffenhandel-Geldwäsche-Netzwerk spielten Freimaurer die Schlüsselrollen. Oberster Drahtzieher war Mafia-Pate und Freimaurer-Großmeister Licio Gelli, der Chef der geheimen Loge P2. Beim Amtsantritt Lucianis gehörten nach Angabe Yallops nicht weniger als 121 Mitglieder der römischen Kurie verschiedenen Freimaurer-Logen an. Luciani hatte sich vorgenommen, diesen Augiasstall auszumisten. Deshalb, vermutet Yallop, musste er sterben. An weiteren Spekulationen über die Hintergründe von Lucianis vorzeitigem Ableben möchte ich mich hier aus naheliegenden Gründen nicht beteiligen.

Ich möchte allerdings darauf hinweisen, dass es Yallop zwar gelang, eine Menge mehr oder weniger kompromittierender Fakten über die Machenschaften der Vatican Incorporated zusammenzutragen, dass er als politisch weit links orientierter investigativer Journalist aber völlig außerstande war, den theologischen Standpunkt Lucianis richtig einzuordnen. Er hielt Luciani für einen Linken, der an der Seite der Arbeiterpriester seiner venezianischen Diözese gegen das rechte Establishment im Vatikan ankämpfte. In Wirklichkeit war Luciani, wie seine Doktorarbeit ausweist, überzeugter Monarchist (selbstverständlich mit „sozialer Ader“) und Anhänger des heilig gesprochenen konservativen Papstes Pius X., der seinen Schäfchen freiwillige Armut gepredigt hatte, um sie vor dem verderblichen Einfluss des großen Geldes zu bewahren. Im Vatikan dagegen herrschten damals gottlose Freimaurer, die man schwerlich als „rechts“ hätte einordnen können. Die Fronten verliefen also ganz anders. Worum es damals wirklich ging, kommt aktuell wieder im Konflikt zwischen der deutschen Bischofskonferenz und der Pius-Bruderschaft zum Vorschein.

Für dringlicher halte ich die Aufklärung der Hintergründe und der realen Bedeutung von Wojtylas spektakulärer Polenreise im Jahre 1979, das heißt weniger als ein Jahr nach dem Antritt seines Pontifikats. Diese Reise wurde zu einer mächtigen politischen Demonstration. Sie brachte 10 Millionen Menschen, ein Viertel der Gesamtbevölkerung des unter kommunistischer Herrschaft tief katholisch gebliebenen Landes, auf die Beine. Viele Historiker sehen in dieser Manifestation von „soft power“ den Kipp-Punkt, der den Beginn des Zerfalls des kommunistischen Herrschaftssystems markiere. Beleg dafür sei der Versuch der kommunistischen Machthaber, Wojtyla zu beseitigen. Auf Geheiß des damals noch amtierenden Generalsekretärs der KPdSU, Leonid Breschnew, sei dann der rechtsradikale Türke Mehmet Ali Agča vom sowjetischen Geheimdienst GRU (mit Unterstützung der Stasi und des bulgarischen Geheimdienstes) zum Attentat gegen Johannes Paul II. am 13. Mai 1981 auf dem Petersplatz angestiftet worden. So steht es im offiziellen Bericht eines Untersuchungsausschusses des italienischen Parlaments, der erst im Jahre 2006 vorgelegt wurde. Dieser Bericht konnte aber nicht Agčas eigene Angaben entkräften, wonach es auch im Vatikan selbst Hintermänner gegeben haben soll.

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