Archiv für 8. Juni 2009

Die Welt von 2009 ist zahlungsunfähig geworden, der Zinskrieg wird beginnen. Der Zinskrieg wird all jene ruinieren, die in Anleihen von stark verschuldeten Staaten oder Unternehmen investiert haben. Diese werden unweigerlich insolvent, wenn die Zinsen stark steigen. Die letzte Phase im weltweiten Kampf um die Welt-Sparguthaben ist im vollen Gange. Dabei werden viele alles verlieren.

Die Maßnahmen der US-Zentralbank zeigen, dass sie, auch wenn sie es nicht einräumen möchte, erkannt hat, dass sie mit einem Problem der allgemeinen Zahlungsunfähigkeit in den USA zu kämpfen hat (ein Problem, das natürlich auch in Ländern, die wirtschaftlich eng mit den USA verbunden sind, wie Großbritannien (1), existiert); und dass es eine Insolvenz des Bundes, der Bundesstaaten, der Unternehmen, der Banken und der Privathaushalte ist. Also hat sie angefangen (2), selbst die Anleihen der Bundesregierung aufzukaufen. Dabei handelt es sich natürlich um nichts weiteres als Gelddrucken. (mehr …)

Tatort Berlin – Machenschaften einer „Geheim“gesellschaft

SoFFisticated (eigentl. eng. sophisticated – u. a. für raffiniert / durchdacht / ausgeklügelt) Der „Sonderfond für Finanzmarkt- und Machtstabilisierung zur Gesellschaftslenkung“.

In geschlossenen Veranstaltungen werden derzeit Milliardenpakete für die Banken geschnürt. Das Wohlvolk bleibt dabei außen vor. Bezahlen darf es zwar, zur Zeit ist von 450 Milliarden Euro die Rede, das doppelte des gesamten Bundeshaushalts, wie Christian Ströbele von B90/Grüne kritisiert, dessen Partei in den letzten zwei Wahlperioden, als sie noch mit an der Regierung war, jede Schweinerei gegenüber der Bevölkerung mit abgesegnet hat.
Mama und Papa wollen also in Ruhe etwas wichtiges besprechen, da müssen die Kinder draußen bleiben. Natürlich hinkt dieser Vergleich, und zwar ganz gewaltig, denn Mama und Papa sorgen normalerweise für die noch unmündige Nachkommenschaft, bis diese soweit ist, selbst zu entscheiden – hier allerdings liegt der Sachverhalt anders: Der vor der Tür stehende Souverän darf nichts erfahren und nichts entscheiden, aber bezahlen – das darf er, und dass gleich bis in die ich weiß nicht wievielte Generation. (mehr …)

Ach ja, die Netzsperren gegen Kinderpornographie…

Ach ja, die Netzsperren gegen Kinderpornographie… Pünktlich eine Woche vor den Beratungen im Bundesrat bzw. 2 Wochen vor der 2. und 3. Lesung im Bundestag gibt es zwei neue Meldungen zum Thema Kinderpornographie, die sicherlich wieder die üblichen entrüsteten Rufe der Politik mit sich bringen werden. Dabei sind sie eigentlich in anderer Hinsicht interessant, denn als Beispiel für die Sinnhaftigkeit für Netzsperren zu dienen.

Da wäre zum einen der 73jährige, der mit hunderttausenden Kinderpornos gefasst wurde.

Interessant ist hierbei der Nachsatz, dass viele der Bilder anderen zugänglich gemacht wurden (ohne dass in irgendeiner Form auf Geldflüsse hingewiesen wird – was darauf schließen lässt, dass kein Geld floss). Bedauerlicherweise wird ein solches Verhalten von der Politik in ihrer Argumentation meist unterschlagen und stattdessen der Mythos vom Milliardengeschäft genährt, das aus extra produzierten Videos und Bildern besteht, welche gewinnbringend verkauft werden. Dass ein Großteil der Bilder und Videos zum einen oft älteren Datums ist, somit also noch aus einer Zeit stammt, in der Bilder, welche nunmehr verboten sind, erlaubt waren, und diese schlichtweg getauscht werden, das bleibt außen vor.

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Im Griff der Lobbyisten

Veröffentlicht: 8. Juni 2009 von infowars in EU, faschismus

Hintergrund. Der Einfluß von Konzernen und Wirtschaftsverbänden auf die europäische Politik

Etwa zwei Drittel aller Gesetze, die in Deutschland verabschiedet werden, haben ihren Ursprung in Brüssel oder Strasbourg. Über zentrale Fragen der Wirtschafts- und Finanzpolitik wird schon seit Jahren auf europäischer Ebene entschieden, aber auch in der Außenpolitik sowie der Innen- und Rechtspolitik nimmt die Bedeutung europäischer Vorgaben stetig zu.

Welchen Einfluß hat die Wirtschafts- und Finanzlobby auf den europäischen Gesetzgebungsprozeß? Entspricht die europäische Politik dem mehrheitlichen Willen der Bevölkerung in den Mitgliedstaaten? Oder dient die europäische Integration immer mehr dazu, unpopuläre Maßnahmen von oben – unter Umgehung der nationalen Parlamente – durchzudrücken? Wieso ist die EU so unbeliebt und das Interesse an europäischen Fragen so gering?

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Obama gesteht US-Beteiligung am Umsturz im Jahr 1953 ein

Veröffentlicht: 8. Juni 2009 von infowars in Iran, Krieg, Obama, USA

Rolle der Geheimdienste beim Sturz der Regierung Mossadeq wurde bisher kaum angesprochen

„Mitten im Kalten Krieg spielten die Vereinigten Staaten beim Sturz einer demokratisch gewählten iranischen Regierung eine Rolle.“ Der Satz in Präsident Obamas Kairoer Rede, zwischen Nahostkonflikt und Teherans Atomprogramm versteckt, wurde nur von besonders aufmerksamen Lesern bemerkt.

Der US-Präsident sprach aus, worum all seine Vorgänger einen weiten Bogen gemacht hatten: Viele Iraner haben den USA die Unterstützung des Militärputsches, der die Regierung Mohammed Mossadeqh stürzte, nie verziehen. Zuletzt hatte es Bill Clintons Außenministerin Madeleine Albright versucht: der Umsturz im Jahr 1953 habe „die politische Entwicklung Irans zurückgeworfen“, der damals von den USA unterstützte Schah habe politische Gegner „brutal unterdrückt“. Näher wollte bis gestern kein US-Politiker auf den Putsch eingehen.

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