Archiv für 20. März 2009

Alle die treuen Anhänger, Fans und reumütig Zerknirschten vor Israel spielen mit dem Mittel des Boykotts ihre vermeintliche Trumpfkarte aus, und verspielen dabei die Möglichkeit, sich auseinanderzusetzen. Jeder weicht aus, oder taucht ab.

Das tat auch Frau Bundeskanzlerin Merkel vor einiger Zeit schon, als sie anläßlich diverser Differenzen mit den Polen, bei denen sie als Gegenüber einen Menschen hatte, der den Holocaust überlebt hatte, sinngemäß meinte: Da sei Demut geboten, wenn man einem Menschen mit diesem Schicksal in der Vergangenheit – an dem wir ja Schuld waren – gegenübersteht.

Das ist die Haltung auch gegenüber Israel, egal was die Regierenden dieses Landes heute treiben. Ist ein Mensch also antisemitsch, wenn er Israel wegen Gaza, wegen des Umgangs mit den Palästinensern usw. kritisiert? Wenn dieser Mensch für Weltfrieden ist, zwischen allen Menschen ohne Unterschied, und Vorgänge wie sie während Israels kriegerischem Vorgehen gegen Gaza passiert sind, abscheulich findet? Ist es antisemitisch, wenn gegenüber Israel das Gleiche angemahnt wird, wie bei Vorgehen nach anderen Konflikten?

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Am Hamburger Tropeninstitut hat es einen Laborunfall gegeben: Eine Wissenschaftlerin infizierte sich bei der Arbeit eventuell mit dem hochgefährlichen Ebola-Virus.

Bei Arbeiten im Sicherheitslabor hat sich eine Wissenschaftlerin des tropenmedizinischen Instituts in Hamburg eventuell mit dem lebensbedrohlichen Ebola-Virus infiziert. Durch ihre Schutzkleidung hindurch habe sich die Mitarbeiterin mit einer leeren Spritze gestochen, in der sich zuvor Proben des Virus befunden hätten, teilte das Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE) am Dienstag (17.03.2009) mit. Es wäre das erste Mal, dass in Deutschland ein Mensch an dem agressiven Erreger erkrankt.

Der Unfall ereignete sich bereits am vergangenen Donnerstag. Noch ist nicht klar, ob sich die Frau tatsächlich angesteckt hat. Die Inkubationszeit – also die Zeit zwischen der Infektion und dem Auftreten von ersten Symptonen – beträgt zwischen drei und 21 Tagen. Derzeit sei die Forscherin völlig beschwerdefrei, sagte der stellvertrende Leiter des Instituts für Tropenmedizin, Stefan Schmiedel. Daher sei man optimistisch. „Wir glauben mit einiger Sicherheit, dass es nicht zu einer Übertragung gekommen sein muss“, so Schmiedel. Nichts deute bisher darauf hin. Es lasse sich aber auch nicht völlig ausschließen. Wie es hieß, besteht für die Bevölkerung keine Gefahr. Die Gesundheitsbehörde in Hamburg wurde eingeschaltet.

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Gravitationswellendetektor prüft neue Weltall-Theorie

Physik. – Wenn Massen im Weltall beschleunigt werden, entstehen nach Albert Einsteins Allgemeiner Relativitätstheorie sogenannte Gravitationswellen. Bislang aber konnten sie nicht nachgewiesen werden. Nun hat ein Wissenschaftler neu über die entsprechenden Experimente nachgedacht und schlägt ein ziemlich seltsames Weltbild vor.

Ein schnurgerader Feldweg im Schnee, außerhalb des Örtchens Sarstedt, 20 Kilometer südlich von Hannover. Neben einem kleinen Container steht ein gelbes Schild mit der Aufschrift „Empfindliche Messgeräte“. Direkt neben dem Feldweg befindet sich, in den Ackerboden eingelassen, eines der empfindlichsten Messgeräte der Welt. Das so genannte Gravitationswellen-Interferometer GEO600, ein Längen-Messgerät, das winzigste Veränderungen in der Geometrie des Weltalls wahrnehmen soll. Es besteht aus zwei 600 Meter langen Vakuum-Röhren, in denen Laserstrahlen hin und herlaufen. Die Physiker vom Max-Planck-Institut für Gravitationsphysik, die hier arbeiten, sind zuversichtlich, dass sie in den kommenden Jahren Gravitationswellen messen werden – ein extrem schwaches Zittern des Raumes, das entsteht, wenn Sterne explodieren oder ineinander fallen. Hartmut Grote:

„Wenn man in zehn Jahren immer noch nichts gemessen hat, wäre das schon eine große Überraschung. Denn die nächste Generation von Detektoren, die 2014, 2015 anfangen soll, zu messen, müsste auf jeden Fall, innerhalb von ein paar Monaten deutliche Signale sehen. Wenn das nicht der Fall ist, muss man sich grundlegend fragen, was mit der Physik nicht stimmen kann.“

Grundlegende Fragen dieser Art hat sich bereits jetzt der theoretische Physiker Craig Hogan von der Universität Chicago gestellt. Er hat ein neues, recht spekulatives Modell des Weltalls berechnet und kommt zu dem Schluss, dass GEO es möglicherweise sehr schwer haben könnte Gravitationswellen zu messen. Stattdessen soll mit diesem Gerät ein anderer Nachweis möglich
sein: Nämlich der, dass unser Universum eine Art Hologramm ist, also ein zweidimensionales Objekt, das nur so tut, als wäre es dreidimensional. So sind zum Beispiel Holographie-Bildchen auf Kreditkarten flache Objekte, die nur räumlich erscheinen.(*)

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Guncrazy oder: Schluss mit Chicks mit Guns

Veröffentlicht: 20. März 2009 von infowars in Deutschland, Nachrichten, Propaganda, Waffen
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Wie immer nach einer Tragödie schlägt die Symbolpolitik so hohe Wellen, dass die Sicht auf die Rationalität versperrt ist. Aus der Reihe: Gesetze, die das Land nicht braucht, die heutige Folge „Das Waffengesetz“

Die Mehrheit der Deutschen ist, nach einer Umfrage von Stern/RTL, gegen den privaten Waffenbesitz. Wobei diese Mehrheit recht knapp ist, nur 59% sind gegen die Aufbewahrung von Waffen und Munition in Privatbesitz.

Doch der „Amoklauf“ in Winnenden (warum wird es eigentlich Amoklauf genannt, wenn ein junger Mann wohl vorbereitet sich Waffe und Munition des Vaters aneignet, um Menschen zu töten?) bietet natürlich wieder die Chance, sich durch ein Gesetz zu profilieren, was in diesem Fall ggf. hätte etwas ändern können. Wie bekannt ist, bewahrte der Vater des jungen Mannes mehrere Waffen in einem extra gesicherten Schrank auf, doch die Waffe, die der Sohn nutzte, war offen zugänglich.

Dies ist eine offensichtliche Missachtung des bisher bereits gültigen Gesetzes, das nicht nur regelt, wer eine Waffe bei sich aufbewahren darf, sondern auch, wie diese Aufbewahrung gestaltet sein muss. So liest sich §36 des Waffengesetzes wie folgt:

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