Brustkrebs, Cola und Aspartam: Hinweise auf doppelte Risiken

Veröffentlicht: 9. Dezember 2008 von infowars in Gesundheit, Pharmaindustrie, Propaganda
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Die Diskussion um Gesundheitsrisiken bei „Erfrischungsgetränken“ wie Cola und Süßstoffen wie Aspartam gibt es schon lange. Risiken werden in der Regel solange ausgeschlossen, bis sie in Langzeitbeobachtungen doch nachgewiesen werden. Wir leben in einer chemischen Welt.

Die erste Aspartam-Studie

Ein Forschungsteam vom „Cesare Maltoni Cancer Research Center“ in Bologna fütterte 1.500 Ratten täglich mit Aspartam in Dosen zwischen 4 mg und 5.000 mg pro kg Körpergewicht. Als Kontrollgruppe dienten 300 Tiere, die kein Aspartam erhielten. Die Studie startete in der achten Lebenswoche der Ratten und endete mit dem Tod des letzten Tieres nach 159 Wochen. Danach wurden die Nager untersucht. Die Ratten aus der Aspartam-Gruppe zeigten „beträchtliche Hinweise auf bösartige Karzinome einschließlich Lymphome, Leukämien und Tumoren in verschiedenen Organen“, so die Forscher.

„Aspartam ist sicher“

Die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) hat die Daten der vor über 20 Jahren als Süßstoff eingeführten Substanz, die sich in so vielen Lebensmitteln enthalten ist, geprüft und kam Anfang Juni 2005 erneut zu dem Ergebnis: Aspartam ist sicher. Sie sah aufgrund der vorgelegten Daten aus dem Tiermodell keinen Anlass, ihre Position zu verändern. Ob sie weiterhin bei dieser Position bleiben wird? Die „MedUniqa“, eine Zeitschrift der Österreichischen Uniqa-Versicherungsgruppe, fragte sich bereits nach den in der 1. Studie vorgelegten Ergebnissen, ob bei der breit eingesetzten Substanz Aspartam nicht möglicherweise wirtschaftliche Interessen die wissenschaftlichen überragen.

Nun gibt es konkretere Hinweise auf Zusammenhänge zwischen dem Brustkrebsrisiko und Cola-Getränken und Brustkrebsrisiko und Aspartam. Da in einigen kalorienreduzierten Getränke sogar beides enthalten ist, könnten sich Risiken unter Umständen potenzieren. Auf diese Zusammenhänge hat die Fachgesellschaft für Ernährungstherapie und Prävention (FET) e.V. in einer Pressemeldung vom Juni 2007 hingewiesen.

Die Untersuchungen, die an Ratten durchgeführt worden waren, lassen sich zwar nicht „1 zu 1“ auf Menschen übertragen, aber sie können zumindest zum kritischen Nachdenken bei der menschlichen Nahrungsaufnahme anregen. Man kann darüber spekulieren, ob jetzt Ratten oder Menschen widerstandsfähiger sind und wie sich die Chemikalien z.B. in Schwangeren auswirken, denn die durchgeführten Studien zeigen ihre Auswirkungen bis hin zu den Nachkommen.

Die zweite Aspartam-Studie

Die Europäische Stiftung für Onkologie und Umweltwissenschaften weist aktuell auf ihre zweite Studie zu dem künstlichen Süssstoff Aspartam unter dem Titel „Lifespan Exposure to Low Doses of Aspartame Beginning During Prenatal Life Increases Cancer Effects in Rats“ (Pränatal beginnende Lebenzeit-Exposition mit niedrig dosiertem Aspartam erhöht die Krebsentstehung bei Ratten) hin, die gerade auch bei „Environmental Health Perspectives“ erscheinen konnte und im Volltext frei zugänglich nachzulesen ist, leider jedoch nur in englischer Sprache.

„Als Erstes konnten die Forscher eine erhöhte Flüssigkeitsaufnahme sowie Gewichtszunahme bei den Ratten sowie deren Nachkommen unabhängig vom Geschlecht aufzeigen. Darüber hinaus zeigte sich im Vergleich zur Kontrollgruppe ein signifikant erhöhtes Auftreten von bösartigen Brusttumoren bei den weiblichen Ratten sowie dem weiblichen Nachwuchs. Das Team um Fiorella Belpoggi von European Foundadion for Oncology & Environmental Sciences vermutet als Grund eine Wechselbeziehung zwischen Übergewicht und Brustkrebs“, berichtet die Fachgesellschaft für Ernährungstherapie. So lag die Rate der Brustkrebserkrankungen ohne Aspartam-Aufnahme bei durchschnittlich 5,3%, bei 20 mg/kg des Körpergewichts lag sie bei 7,1% und sie stieg mit der Aufnahme von 100 mg/kg auf 15,7%. Auch die Rate der Lymphome und Leukämien verdreifachte sich knapp und stieg auf 31,4% an. Ohne Aspartamaufnahme lag sie bei 12,6% für Lymphome und Leukämien im Tierversuchsmodell.

Auf experimenteller Ebene im „Modell mit Ratten“ konnte damit gezeigt werden, dass Aspartam eine „multipotente krebserzeugende Substanz“ ist. Neben einem höheren Brustkrebsrisiko konnte bei Aspartam im Versuch dosisabhängig auch ein noch höheres Risiko für Lymphome und Leukämien gezeigt werden.

Aspartam in der Nahrungsaufnahme überdenken!

Die Wissenschaftlerin Fiorella Belpoggi ist Spezialistin in der Erforschong von Karzinogenen Die Forschergruppe um die Ärztin Fiorella Belpoggi, deren Arbeitsschwerpunkt die Erforschung von industriellen und in der Umwelt vorhandenen krebserregenden Substanzen („Karzinogenen“) ist, fordert ein Überdenken in Bezug auf Aspartam in der Nahrungsaufnahme. Gerade weil bereits Kinder den Stoff über Nahrung und Getränke aufnehmen – und zwar bereits beginnend vor der Geburt über die Nahrungsaufnahme der Mutter – und sich ein kummulierendes Risiko über die Lebenszeit zeigen lässt, bestünde hoher Handlungsdruck. Fiorella Belpoggi ist stellvertretende Präsidentin der Stiftung und Chefpathologin und hat lange unter dem kritischen Onkologen Prof. Cesare Maltoni (1930 – 2001) gearbeitet. Ihr Leitgedanke „per aspera ad astra’’ (Seneca) – in etwa „man erreicht die Sterne nur, wenn man große Schwierigkeiten überwindet“ – ist in diesem Zusammenhang ein Sinnbild für ihre Zähigkeit.

weiter…

Documentary:  Aspartame: “Sweet Misery – A Poisoned World”

ASPARTAM ®: Würden Sie freiwillig ein Glas Methanol trinken?

Kommentare
  1. Markus sagt:

    „Die Ratten aus der Aspartam-Gruppe zeigten “beträchtliche Hinweise auf bösartige Karzinome einschließlich Lymphome, Leukämien und Tumoren in verschiedenen Organen”, so die Forscher.“

    Ja, allerdings stellten sie ein erhöhtes Krebsrisiko erst ab einer Menge von 20mg/kg Köpergewicht pro Tag fest. Der EU-Grenzwert liegt war höher (40 mg/kg). Aber selbst wenn man literweise Coke light in sich rein schüttet, kann man das über die Nahrung als Mensch nicht aufnehmen. Auf jeden Fall ist das ein vielfaches von dem, was man bei einigermaßen normaler Ernährung aufnimmt.
    Das bei Menschen eine geringere Menge für ein erhöhtes Krebsrisiko ausreicht, ist natürlich dennoch durchaus möglich. Bin zwar kein Wissenschaftler, aber ich denke doch, dass die deutlich längere Lebensdauer eines Menschen das nahe legt.

    Es macht wohl auf jeden Fall Sinn, des Aspartam-Konsum nicht ausufern zu lassen. Die karzinogene Wirkung ist jedoch lange nicht so eindeutig, wie es dieser Artikel zuweilen darstellt.
    Die mangelnde Eindeutigkeit sollte aber durchaus dazu verwendet werden, die Freigabe von Aspartam nochmal zu überdenken.

    Offensichtlich ist diesbezüglich in jedem Fall, dass bei Aspartam mit ganz anderen Maßstäben gemessen wird, wie bei Stevia. Obwohl es hier keine ernsthaften Untersuchungen gibt, die irgendeine Schädlichkeit belegen, muss ich meinen Kaffee mit Badezusatz süßen.

    (Anm: Stevia ist in der EU nicht als Lebensmittel zugelsassen, die Tabs werden z.B. als „Badezusatz“ verkauft)

  2. infowars sagt:

    Ich empfehle dir, dich doch noch mal etwas klüger zu lesen betreffs Aspartam….wäre besser für deine Gesundheit ;)

    „Noch mal zum nachrechnen: Der ADI (Acceptable Daily Intake – Tägliche akzeptable Dosis) von Methanol ist 7,8 mg/Tag. Ein Liter mit Aspartam gesüßtes Getränk enthält ca. 56 mg Methanol. “Vieltrinker” kommen so auf eine Tagesdosis von 250 mg. Das ist die 32-fache Menge des empfohlenen Grenzwertes!“

    „Aspartam stand bis Mitte der 70er Jahre auf einer CIA-Liste als potentielles Mittel zu biochemischen Kriegführung.“

    Einfach mal mit den Links unterm Text anfangen…!

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