Enthüllungsautor Elsässer: Vielbeschworene Terrorbedrohung ein paar Desperados die von Provokateuren der Geheimdienste hereingelegt werden

Veröffentlicht: 17. Oktober 2008 von infowars in Buchtip, Terror unter falscher Flagge

Terrorziel

Jürgen Elsässer erläutert, wie durch künstliche Bedrohungen fatale Gesetzesvorschläge im Bundestag verabschiedet werden

Alexander Benesch
infokrieg.tv
16. Oktober 2008

Der investigative Journalist und Buchautor Jürgen Elsässer  veröffentlichte kürzlich sein neues Werk „Terrorziel Europa – Das gefährliche Doppelspiel der Geheimdienste“ über die Verwicklungen der Behörden in die bedeutungsvollsten Anschläge und Anschlagspläne der vergangenen Jahre. Bereits zuvor beschäftigte er sich in Werken wie „Kriegslügen – Der NATO-Angriff auf Jugoslawien“ und „Wie der Dschihad nach Europa kam“ mit der verdeckten und psychologischen Kriegsführung sowie den beabsichtigten Zielen einer von Konflikt lebenden Geopolitik. Bei den terroristischen

Dschihad

Zellen und Netzwerken in Spanien, Frankreich, Deutschland, England und  weiteren Ländern treffen wir mit schockierender Regelmäßigkeit auf Mitarbeiter
der Geheimdienste, die nicht einfach nur zum Zweck des Aushorchens eingeschleust  werden, sondern als professionelle Provokateure
im Zuge einer weitreichenden Strategie der Spannung
tätig sind. Die viel beschworene Terrorbedrohung wurde zu einem der einflussreichsten politischen
Werkzeuge. In einem
Interview für die Infokrieg-Radiosendung erklärte er, wie einfach das Grundrezept für die Inszenierung einer terroristischen Bedrohung ist:

„Man sucht sich ein paar verrückte Jugendliche; Desperados, da gibt’s ja genug. Nicht nur Moslems sondern man findet auch deutsche Rechtsradikale oder linksradikale Autonome. Dann schleust man in diese Gruppe von Verzweifelten, die aber so verrückt sind dass sie nix gebacken kriegen, einen V-Mann ein der den Jungs zeigt wie man ne Bombe baut oder wie man pünktlich am Anschlagsort ist und wie man Bekennerschreiben aufsetzt und so weiter. Und dann schleust man diese Jungs über Kontaktleute nach Afghanistan, nach Pakistan, lässt sie ein bisschen trainieren und zwischenzeitlich setzt man Medienleute auf das Thema an die einem aus der Hand fressen und schon hat man das wunderbare Bedrohungsszenario das wir in Deutschland etwa seit Sommer 2007 haben wo dann Schäuble gesagt hat, ein Anschlag wie beim 11. September steht unmittelbar bevor oder wir müssen sogar mit einem Atombombenanschlag rechnen usw. usw.
Und dann wurden ja auch zeitgerecht diese Sauerland- Jungs verhaftet und zu ner Riesensache aufgeblasen.“

Er betonte die erprobte Vorgehensweise, Drills bzw. Übungen für die Anschlagszeit am Anschlagsort zu planen; wie wir es u.a. beim 11. September und den Anschlägen in London gesehen hatten:

„Man kann solche Anschläge unter falscher Flagge tarnen indem man die Leute, die man da notwendigerweise einbeziehen muss… indem man denen sagt wir machen grade ne Anti-Terror-Übung und deswegen müssen wir da Päckchen schmuggeln und deswegen müssen wir da Videokameras ausschalten und deswegen müssen wir da die Flugabwehr zeitweise stilllegen. Unter dieser Tarnung
machen dann viele Leute mit, die gutgläubig sind und letzten Endes geht dann doch die Bombe hoch.“

Sofort nach einem gelungenen oder einem angeblich durch die Behörden im letzten Moment vereitelten Anschlag sehen wir,

Heuschrecken

wie die Regierung eine weitere dramatische und äußerst gefährliche Ausweitung ihrer Befugnisse als Krisenbewältigung beschließt. Meist lag die betreffende Legislatur schon lange in der Schublade und wird einfach zum passenden Zeitpunkt hervorgeholt und durch das Parlament gewunken. Jürgen Elsässer
listete im Interview  die vergangenen und aktuellen Entwicklungen im deutschen
Raum:

„Nach dem 11. September kamen die sog. Otto-Kataloge vom damaligen Innenminister Schily. Dann hatten wir die Anschläge von Madrid; da gabs dann hinterher die Vorratsdatenspeicherung. Dann hatten wir die sog. Kofferbomber im Jahr 2006, da gabs dann hinterher die Antiterrordatei und dann haben wir die Sauerland-Gruppe im Sommer 2007, da gabs dann hinterher das neue BKA-Gesetz mit Online-Fahndung und großem Spähangriff in Privatwohnungen. Das ist alles eine unmittelbare Abfolge. Und wenn man sich jetzt die neuen Gesetzesvorhaben der Regierung durchliest; gerade diese Woche durch den Koalitionsausschuss gegangen; da geht’s um den Bundeswehreinsatz im Innern und da heißt es dann: Katastrophenübungen aber auch Terroranschläge und zwar schon geplante Terroranschläge. Das heißt die wollen schon, wenn noch gar nichts passiert ist aber wenn sie die entsprechende Hysterie erzeugt haben, wollen sie schon das Mandat haben, die Bundeswehr entsprechend einzusetzen. Und das sind tatsächlich gravierende Notfallplanungen, Planungen für eine Notfalldiktatur, die im Widerspruch zur Verfassung steht.“

Die Mitglieder der „Sauerland-Terrorzelle“ sind der Faktenlage nach Stümper, die einem Provokateur der Behörden
auf den Leim gegangen sind. Die grenzdebilen Azubis von „al-Kaida“ sind alles andere als eine fundamentale Bedrohung unserer Sicherheit:

„Nehmen wir doch mal die konkreten Fälle. Diese Sauerland-Gruppe die Anfang September 2007 festgenommen wurde unter der Maßgabe, sie hätten ein deutsches 9/11 geplant. Das sind junge Moslems, zwei davon Konvertiten und ein Türke. Ich meine, die kommen im Grunde aus der Drogenszene. Es sind völlig haltlose Personen aus geschiedenen Ehen, aus zerrütteten Familienverhältnissen ohne jede Perspektive. Der Anführer, dieser Fritz Gelowicz aus Ulm ist vorher schon aufgefallen weil er gegen Lehrer randaliert hat, gegen Passanten in der Ulmer Innenstadt randaliert hat, auf Autos geschlagen hat. Das sind völlig unkontrollierte Personen. Und die haben dann natürlich Hass im Bauch. Die würden vielleicht auch gerne einen Anschlag machen wollen. Die denken vielleicht auch dass sie grade dabei sind, einen Anschlag zu machen. Die merken gar nicht dass ein ganz anderes Spiel gespielt wird. Das war ja bei der Sauerland Gruppe das Spiel des V-Mannes des deutschen Verfassungsschutzes
Yehia Yousif, der diese drei jungen Desperados praktisch gecoached hat und der die geführt hat nach Maßgabe, nach Auskunft des baden-würtembergischen Verfassungsschutzes bis zu ihrer Verhaftung im Grunde. Obwohl dieser V-Mann damals schon im Ausland war.“

Fritz Gelowicz und seine Bande taugen wenig als vielbeschworene Dschihadisten, die in Deutschland einen Anschlag mit einer nuklearen oder biologischen Waffe durchziehen könnten:

„2004, 2005 gab’s da ein Verfahren gegen ihn, das ist im Sande verlaufen. Hat er nochmal Glück gehabt. Trotzdem, Ende 2006 fährt er also mit Kumpels um US-Kasernen rum,
ist sehr auffällig, wird kontrolliert. Dann gibt’s Anfang 2007 bei ihm eine Hausdurchsuchung. Also alles Zeichen dass er wusste, er steht auf der Liste, er wird beobachtet.
Aber dieser Fritz und seine Helfer tauchen nicht ab, sondern bewegen sich weiter in aller Öffentlichkeit. Dann beginnen sie, sich diese Chemikalien zu besorgen. Dazu fahren sie von Ulm nach Hannover und bringen sukzessive ich glaube 12 Fässer von Hannover nach Schwarzwald in ne Garage. Die stellen sie da ab. Also umständlicher geht’s ja nicht. Einen weiteren Weg als von Hannover in den Schwarzwald kann man ja kaum finden. Und dann transportieren sie am Schluss wieder eines dieser 12 Fässer praktisch über dieselbe Strecke zurück, nicht nach Hannover, aber ins Sauerland. Das ist ja praktisch dieselbe Strecke. Also noch mal umständlich. Als ob sie praktisch ne Elefantenspur ziehen wollen. Dann heißt es, sie hätten angeblich die Bombe zusammenbauen wollen in einem Ferienort im Sauerland; diesem Oberschlehdorn, ein Kaff mit 300 Einwohnern. Da gehen vor allem dann Rentner zum Wandern. Und da müssen dann diese drei Araber aufgefallen sein wie die Panzerknacker auf ner Party von Daisy Duck. Die wollen da also konspirativ ne Bombe bauen.“

„Es sind praktisch Leute, die wollen mit aller Gewalt zeigen: Wir sind da, wir sind gefährlich, wir haben was vor, bitte nehmt uns fest!“

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