Deutschlands Plan des permanenten Kriegszustands

Veröffentlicht: 10. Juni 2008 von infowars in Deutschland, Geopolitik, Krieg, Militär, Nachrichten

Warum Angela Merkels gestellte Biederkeit nicht von ihrer finsteren Kriegspolitik ablenken darf

von Karl Müller, Deutschland

Zum Auftakt der Parlamentarischen Versammlung der Nato in Berlin am 26. Mai hat die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel eine aufschlussreiche Rede über die Zukunft der Nato, das transatlantische Verhältnis und die Rolle Europas und Deutschlands darin gehalten.
Merkel sprach davon, Deutschland habe sich nach dem Ende des kalten Krieges «ein Stück weit ‹emanzipieren›» müssen, die USA würden zwar weiterhin «eine wesentliche Rolle spielen», es werde «aber keine einzelne Supermacht mehr geben, die allein gegen andere die Konflikte dieser Welt lösen kann».
Merkel forderte deshalb, Deutschland müsse «mehr Verantwortung» übernehmen, zudem brauche es Bündnisse, «die weit über transatlantische Bündnisse hinausgehen» müssen. Den heutigen «asymmetrischen» Bedrohungen könne nicht mehr mit dem Konzept der «Abschreckung» begegnet werden, sondern es brauche «völlig neue Mittel», und die Gesellschaft müsse aufgefordert werden, «diese Mittel mitzutragen». Merkel nannte das neue Konzept «vernetzte Sicherheit», «indem wir die Kategorien hier ‹militärisch› und dort ‹politisch› sowie ‹zivilgesellschaftlich› nicht mehr voneinander getrennt betrachten».

«Vernetzte Sicherheit» heisst permanenter Kriegszustand

Man muss das, was Frau Merkel in Berlin gesagt hat, in Klartext übersetzen. Lässt man alle Beschönigungen beiseite, so muss man sagen, dass sie den permanenten Kriegszustand forderte, dem sich alle anderen gesellschaftlichen Bereiche unterzuordnen haben. Das kann durchaus auch ein «totaler Krieg» sein. Beim Wort «totaler Krieg» soll der deutsche Leser nicht zuerst daran denken, welche Folgen diese Art von Krieg nach der Rede Joseph Goebbels im Sportpalast im Februar 1943 für Deutschland hatte, aber er sollte daran denken, dass in letzter Konsequenz solche Folgen für die Länder und Völker vorgesehen sind, die sich nicht unterwerfen wollen und die von den USA, von der Nato und von Deutschland dann mit dieser Art von Krieg überzogen werden. Der Irak und Afghanistan sind heute Beispiele dafür. Iran steht auf der Liste für morgen ganz oben.
Dieser permanente Kriegszustand, so Merkel, dürfe aber nicht mehr der US-Regierung alleine überlassen bleiben, sondern in diesem Weltkrieg sollen genauso die Europäer, soll genauso Deutschland mitmachen, und zwar auf allen Ebenen.
Das richtet sich keineswegs gegen die US-Politik. Im Gegenteil: Indem die Bush-Regierung die Welt in grösste Unordnung gestürzt hat, wurde erst die Plattform für den permanenten Krieg geschaffen. Bush kann abtreten, um die Kriegspartei ausweiten und neue strategische Finessen zum Zuge kommen lassen zu können.

USA sollen Soft Power werden

weiterlesen…

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s