Geschichtsfälschung

Veröffentlicht: 19. März 2008 von infowars in Geschichte, Krieg, Propaganda

Britisches Verteidigungsministerium liefert Unterrichtsmaterialien an Schulen

freace.de

Ebenso, wie es durchaus zur üblichen Vorgehensweise gehört, daß nach einem Krieg der Sieger im besetzten Land zumindest versucht, ein Umerziehungsprogramm durchzuführen, um die dortige Bevölkerung dauerhaft zu unterwerfen, gehört es zweifellos zur üblichen Vorgehensweise, vor Beginn eines Krieges die eigene Bevölkerung durch Propaganda hierfür zu gewinnen. Ein Bericht des britischen Independent vom Freitag zeigt nun, daß auch in Großbritannien bereits Anstrengungen unternommen werden, um die Geschichte hinsichtlich des Hintergrunds und der Folgen des völkerrechtswidrigen Angriffskrieges gegen den Irak umzuschreiben.

Demnach hat das britische Verteidigungsministerium Schulen des Landes „Unterrichtsmaterialien“ zur Verfügung gestellt, die ganz offensichtlich ein Bild des Irakkriegs zeichnen, das allein den Interessen der britischen Regierung dient und nur als Geschichtsfälschung bezeichnet werden kann. Dementsprechend warf die „National Union of Teachers“ (NUT), die größte Lehrer-Gewerkschaft in Großbritannien, dem Verteidigungsministerium nun vor, gegen das Bildungsgesetz von 1996 zu verstoßen, das eine „ausgewogene“ Behandlung politischer Themen vorsieht. Die Organisation „Kids Connections“ hat im Auftrag des Verteidigungsministerium eine komplette Unterrichtseinheit über den Krieg gegen den Irak entwickelt, darunter Arbeitsblätter für Schüler und Hinweise für Lehrer.

Steve Sinnott, Generalsekretär der NUT, bezeichnete die „Unterrichtsmaterialien“ des Verteidigungsministeriums als „einen Angriff auf Praktiken, den wir in Schulen nicht dulden können.“ Es sei „die Frage, ob man Kindern gerechte und ausgewogene Ansichten präsentiert oder ihnen Vorurteile und Propaganda vorlegt.“

Nachdem Sinnott sich wegen der grundlegenden Bedenken hinsichtlich des Materials im Namen der Gewerkschaft an den britischen Erziehungsminister Ed Balls gewandt hat, reagierte dieser – wenig überraschend – ausweichend. „Ich bin sicher, daß Ihnen bekannt ist, daß meine Abteilung keine bestimmten Mittel oder Unterrichtsmethoden für die Anwendung in Schulen fördert oder befürwortet, aber ich begrüße, daß Sie mich hierauf aufmerksam gemacht haben“, so Balls. Außerdem habe er seinen Mitarbeitern die Anweisung erteilt, sich „in der Sache an das Verteidigungsministerium zu wenden“.

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