Biometrisches Überwachungsnetz des militärisch-industriellen Komplexes auf globaler Ebene

Veröffentlicht: 27. Januar 2008 von infowars in Überwachungsstaat/Big Brother, Biometrie, Datenschutz

USA

Datenbank mit dem Titel „Server in the Sky“ seelenruhig angekündigt

Steve Watson
Infowars.net
Tuesday, Jan 15, 2008

infokrieg.tv

Ein umfassendes Programm der Nachrichtendienste wird eine globale biometrische Datenbank mit dem Namen „Server in the Sky“ erschaffen, welche im Namen des „Kriegs gegen den Terror“ einem „Internationalen Informationskonsortium“ Zugang zu den biometrischen Daten und persönlichen Informationen von Bürgern in den USA, in Großbritannien, in Australien, in Kanada und in Neuseeland liefern soll.

Wie der London Guardian berichtete, wird der Plan von der amerikanischen Bundespolizei FBI zusammen mit den Innenministerien und Polizeieinheiten von amerikanischen Alliierten ausgearbeitet. Biometrische Informationen wie Iris-Scans und Fingerabdrücke, sowie weitere persönliche Informationen werden aller Vorraussicht nach innerhalb dieses Netzwerks ausgetauscht werden. Das FBI verlautbarte gegenüber dem Guardian:

„Server in the Sky ist eine Initiative des FBIs welche entworfen wurde, um die fortschrittlichere Suche und den fortschrittlicheren Austausch von biometrischen Informationen auf einem globalen Maßstab zu fördern. Im Moment befindet es sich noch in der Konzept- und Entwurfsphase; sobald es fertiggestellt ist, wird es ein Technologieforum für teilhabende Nationen liefern, um biometrische Suchanfragenuntereinander abzusenden. Es wird einen Kernbestand der ’schlimmsten der schlimmen Individuen‘ der Welt haben. Jede Indentifizierung dieser Leute wird als eine Nachricht von höchster Dringlichkeit an die anfragende Nation gesendet werden.“

Natürlich wird diese Datenbank neben den Informationen über die „Schlimmsten der Schlimmen“ auch die Daten von so gut wie jedem Bürger beinhalten, der jemals aus welchen Gründen auch immer verhaftet worden oder von einem in den anderen Mitgliedsstaat gereist ist. Die ‚National Policing Improvement Agency‘ (etwa: Nationale Behörde zur Verbesserung der Polizeiarbeit) in Großbritannien ist an der vordersten Front des FBI-Projektes, weil sie verantwortlich ist für IDENT1, die britische Datenbank mit 7 Millionen Dateien von Fingerabdrücken und anderen biometrischen Merkmalen, die von der Polizei benutzt wird um Beweismaterial von einem Tatort damit abzugleichen.
Viele von den Fingerabdrücken stammen von Leuten ohne Vorstrafen oder von bisher noch anonymen Personen.

Jeder Nicht-Staatsbürger der in die USA einreist, muss nun einen Iris-Scan und 10 Fingerabdrücke hinterlassen. Kürzlich wurden in Großbritannien Gesetze verabschiedet, laut denen die Fingerabdrücke der Bürger von 133 Nationen die ein britisches Visum beantragen, mit britischen Datenbanken abgeglichen werden. Die Polizei in Großbritannien hat darüberhinaus wesentlich mehr DNA-Proben als jedes andere Land im Westen; viele Proben stammen von Individuen die noch nie ein Verbrechen begangen haben. Mehr als drei Millionen Proben wurden zu der nationalen Datenbank hinzugefügt; mehr als 5 Prozent der Bevölkerung sind nun registriert und die Zahl steigt exponentiell an.

Wir haben bereits seit langem betont, dass die Vielzahl der Datenbanken welche weltweit von den Nachrichtendiensten, von Regierungsämtern und polizeilichen Einheiten verwendet werden,
auf eine Weise entworfen wurden die es möglich macht, sie zu einem einzigen, zentralen Kontrollsystem zu vernetzen.
Die Meldungen über das globale Netzwerk erreichen uns zu einem Zeitpunkt, an dem der Direktor der US-Nachrichtendienstbehörde Mike McConnell Pläne für Internetspionage entwirft, welche die momentane Debatte über Durchsuchungen ohne richterlichen Beschluss wie „einen Spaziergang im Park“ aussehen lassen.
Der Plan würde es der Regierung gestatten, den Inhalt jeder E-Mail, jedes Dateitransfers und jeder Web-Suche einzusehen.
Der Anwalt eines Ingenieurs der Telekommunikationsfirma AT&T verlautbarte öffentlich dass

„innerhalb von zwei Wochen nach Amtsantritt, die Bush-Administration weitreichende Anstrengungen
geplant hatte um den Telefongebrauch der Amerikaner auszuspionieren.“

Es handelt sich dabei um einen Zeitpunkt vor 9/11, bevor der sogenannte „Krieg gegen den Terror“ begonnen hatte.
Über Jahrzehnte hinweg konnten wir die Evolution der staatlichen Überwachungsprogramme verfolgen; jetzt werden wir Zeugen davon, wie die Einzelteile zu einem zentralen, Landesgrenzen überschreitenden Panopticon werden.

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