Corporate Welfare

Veröffentlicht: 25. Januar 2008 von infowars in Deutschland, Korruption

Peter Mühlbauer 23.01.2008/ heise.de

 

Von Subventionen und Turbo-Subventionen

Durch die Standortverlagerung von [local] Nokia sind die fast vergessenen Subventionen erneut ins Licht der Öffentlichkeit gerückt. Das Unternehmen hatte Steuergelder in erheblicher Höhe kassiert, nur um sich nach Ablauf aller Verpflichtungen auf globalisiert zu verabschieden. Bei vielen anderen Unternehmen, wie etwa [extern] Samsung, lief das in den letzten Jahren kaum anders.

Insgesamt hatte Nokia für das Werk in Bochum 88 Millionen Euro an Bundes- und Landessubventionen kassiert. Im für den Konzern schlimmsten Fall würde der Konzern davon 41 Millionen Euro zurückzahlen müssen. Allerdings ist zu erwarten, dass auch Nokias Betriebswirte die Berechnung von Fristen beherrschen, so dass dies eher unwahrscheinlich ist.

Kaum war die Standortverlagerung nach Siebenbürgen bekannt, da überboten sich die Politiker mit Vorschlägen. Platz 1 belegte die Aufgabe des eigenen Nokia-Handys. Auf Platz 2 folgte bald die Forderung nach Abschaffung von Standortsubventionen. Ausgerechnet Günter Verheugen, in seiner seit vielen Jahren ausgeübten Tätigkeit als EU-Industriekommissar eine Art oberster Subventionsherr des Kontinents, wollte sich plötzlich als Kritiker von Ansiedlungssubventionen [extern] profilieren. Es habe, so der SPD-Politiker, „keinen Sinn, dass der Staat Subventionen zahlt, um Unternehmen anzulocken. […] Sollten sich Investitionen nur rechnen, wenn mit Geld der Steuerzahler nachgeholfen wird, dann ist das immer ein Risiko“.

weiterlesen…

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s