NSA bekommt Echtzeitzugriff auf E-Mails und Text-Messaging

Veröffentlicht: 21. Dezember 2007 von infowars in Überwachungsstaat/Big Brother, Datenschutz, Geheimdienst
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NSA

Angeblich sichere SSL-Technologien, Firewalls und Anonymisierungsdienste täuschen Sicherheit vor

Kurt Nimmo / Alex Benesch
Prison Planet / Infokrieg
Wednesday, December 19, 2007

Die Advanced Research Projects Agency des Pentagons, welche später zu DARPA wurde, schuf das Internet. Die RAND-Corporation erfand das moderne Packet Switching. DARPA und ARPANET rekrutierten Vint Cerf von der Stanford-Universität um an
TCP/IP zu arbeiten. Cerf wird als der „Vater des Internets“ angesehen; oder vielleicht sollten wir es besser das NSA-Schnüffelnetzwerk nennen.

Nun haben wir erfahren dass die NSA mehr und mehr SSL (jetzt unter dem Namen Transport Layer Security) kontrolliert, das Kryptographieprotokoll welches eine sichere Kommunikation im Internet für Browsing, E-Mail, Instant Messaging und andere Datentransfers ermöglichen soll. In anderen Worten: Die NSA liest mehr und mehr unsere E-Mails und unsere Textbotschaften die wir in ein Instant-Messaging-Programm eintippen. Alles sogar in Echtzeit; die Schnüffelbrigade liest unsere Gespräche ohne Zeitverzögerung.

„Bestimmte privacy/full session SSL-E-Mail-Hostingdienste wurden in den vergangenen Monaten von der NSA und verbandelten Organisationen durch private Frontmänner gekauft,“


berichtet Cryptome.

„Hushmail: Inzwischen vollständig im Besitz eines privaten NSA-Partners; hatte seit mehreren Jahren bereits eine Beziehung mit der NSA und lieferte der NSA Echtzeitzugriff auf Hushmails Hosting-Server.Safe-mail.net: Sitz in Israel, ironischerweise vor mehreren Jahren von der NSA und dem US-Militär gelobt für die Implementierung von SendMail mit SSL webmail GUI frontend. Liefert inzwischen Mail-Sever-Informationen an die NSA in Echtzeit.

Guardster.com (SSH/SSL proxy): Mit der NSA verbundene Firmen haben vor wenigen Tagen volle Zugriffsrechte auf die Guardster-Server gekauft.

Das Port-Sniffing von Host-Servern bei Everyones Internet durch NSA-Partner läuft nun seit einigen Monaten.“

Für alle, die von den technischen Fachbegriffen nur die Hälfte verstehen: Dies bedeutet dass die NSA Schlüsseltechnologie aufkauft um jeden noch gravierender auszuspionieren. Wenn diese Entwicklung so weiterläuft, können wir das Internet bald NSA-Net umtaufen.

China

(Surfen wir alle bald wie in China?)

Wenn man laut den Recherchen von Cryptome außerdem Internet-Sicherheitssoftware von Zonealarm, Symantec oder McAfee verwendet, lädt man damit die NSA auf den eigenen Rechner ein.
„Alle ermöglichen Microsofts NSA-kontrollierten Remote-Admin-Zugriff über IP/TCP ports 1024 bis 1030,” ohne eine „Sicherheitswarnung“ welche den Privatbenutzer über den Vorgang informieren würde.

In Deutschland proklamieren u.a. große PC-Zeitschriften, die Privatsphäre der Bürger vor Schäuble und seiner Überwachungswut schützen zu wollen. Zu diesem Zweck werden beispielsweise Anonymisierungswerkzeuge wie TOR angepriesen.

Informationen über den Ursprung von TOR allerdings werden bei den Benutzern wohl das kalte Grausen auslösen:

„In der ersten Zeit von 2002 bis 2004 wurde Tor durch das United States Naval Research Laboratory mit Unterstützung des Office of Naval Research (ONR) und der Defense Advanced Research Projects Agency (DARPA), vertreten durch Paul Syverson, und basierend auf der originalen Idee des Onion Routing entwickelt.“

(Quelle)

„So ist es durch Überwachung einer ausreichend großen Anzahl von Tor-Knoten bzw. großer Teile des Internets möglich, nahezu sämtliche über Tor abgewickelte Kommunikation nachzuvollziehen. (…) Gelingt es, den ersten und letzten Knoten der Verbindung zu überwachen lässt sich mit Hilfe einer statistischen Auswertung auf den Ursprung der Verbindung schließen.“
„Egerstad geht sogar so weit, einige der von ihm untersuchten Exit-Nodes chinesischen, russischen und amerikanischen Regierungskreisen zuzuschreiben. Auch große Firmen und illegale Hackergruppen sollen eigene Exit-Nodes betreiben.“


(Quelle)

Kommentare
  1. besorgter bürger sagt:

    was ein unsinn. Wie kann man eine Technologie aufkaufe, welche (im Fall von opbenSSL) unter der GPL steht?
    Die NSA kauft sich vielleicht systematisch Keys. Aber die Verschlüsselung von Tor ist hier, ebenso wie die meines jabbers, nicht gefärdert.
    Wahrscheinlicher ist es, dass sie es irgenwann schaffen SSL zu knacken.

  2. james sagt:

    Wenig neues, und viel Panik. OpenBSD hat für SSH eine Spende der NSA bekommen … und? Die nutzen das halt, weil sie es gerne sicher haben. Der Lustige Zufallsgenerator für Vista SP1 ist z.B. viel böser. Lies mal Schneiers Blog, was der für gefährlich hält würde ich meiden. Und natürlich die cryptome-erwähnten Dienste. Aber die Tor Schwächen sind bekannt und schwer auszunutzen.

  3. f ZAis sagt:

    Absoluter Schwachsinn. Die NSA bekommt vom National Security Council für solch eine unsinnige Aktion kein Geld. Dass die NSA skrupellos ist, weiss man, jedoch würde niemand so viel Geld verpuffen lassen, um zivile Kommunikation abzuhören, dass primäre Ziel der NSA besteht darin miltärische Kommunikation zu entschlüsseln (Encription) und diese zu analsieren (SIGINT). Schon allein die Auswertung der kompletten globalen Kommunikation würde Jahrhunderte mit den ECHELON Wörterbücher dauern.

    • Deck Alpha sagt:

      „f ZAis“, ich würd sagen, DU redest ganz schön Schwachsinn.
      Was bist du, ein BND/VS Desinformant? Von Bad Aibling ganz zu schweigen, wa? Wenn du James Bamfords Buch über die NSA gelesen hättest, wüßtest du, wie schnell deren Rechenzentren und Softwarealgorythmen sind, ganz zu scheigen von den gewaltigen finanziellen Mitteln, also hör auf Nebelwolken zu erzeugen, du Lamer.
      Die NSA ist der größte Geheimdienst der Welt.

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