Wall Street and the Rise of Hitler

Veröffentlicht: 22. Mai 2007 von infowars in Bank Mafia/Finanzen, Buchtip, Deutschland, Geschichte, Hitler, New World Order/ Neue Weltordnung, Polizeistaat, USA, Völkermord, Wirtschaft
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Dieses Buch von Anthony C. Sutton, erschienen 1976, behandelt die Rolle amerikanischer Indrustrieller und Finanziers beim Aufstieg Hitlers und bei der deutschen Aufrüstung bis hin zum Zweiten Weltkrieg.

Das Buch unternimmt es, für den deutschen Nationalsozialismus in einem Band dasselbe plausibel zu machen, was Sutton für die Sowjetunion in mehreren Bänden ausgebreitet hatte:
Dass amerikanische Wirtschaftskreise sowohl bei der Entstehung des Regimes Geburtshilfe geleistet als auch an seiner wirtschaftlich-technologischen Aufpäppelung und Aufrüstung mitgewirkt hatten.

Sutton bezieht sich in Wall Street and the Rise of Hitler vor allem auf Material, das von amerikanischen Behörden im Zuge der sogenannten Kriegsverbrecherprozesse zusammengetragen worden war.

In den unmittelbaren Nachkriegsjahren hatten einzelne Instanzen nicht davor zurückgeschreckt, auch die Beziehungen amerikanischer Unternehmen zum NS-Regime zu untersuchen, bevor dann mit der Veränderung der Besatzungspolitik 1947/48 über diese Verhältnisse wieder der Mantel des Scheigens gebreitet wurde. (6)

Diese engen und gewichtigen Beziehungen großer amerikanischer Konzerne zum NS-Regime waren seitdem bekannt oder hätten es sein können:

Am bedeutsamsten war die Verbindung zwischen dem Standard-Oil-Komplex und den deutschen IG-Farben, eine Koalition, die man leicht für wichtiger halten könnte als alle Bündnisse oder Feindschaften zwischen Staaten in dieser Zeit und der wohl auch der Verlauf des Zweiten Weltkrieges nicht allzuviel anhaben konnte.

Dieses Bündnis mit einem bedeutenden Transfer von Technologie war für Deutschland kriegswichtig. Der Präsident der Standard Oil of New Jersey, der wegen dieser Lieferungen angegriffen wurde, „argumentierte, dafür, der Wehrmacht solche technische Hilfe nicht zu leisten, ‚… hätte es keine Rechtfertigung gegeben.‘ Die Hilfe war offensichtlich, zog sich über mehr als ein Jahrzehnt hin und war so bedeutend, dass ohne sie die Wehrmacht nicht in den Krieg hätte ziehen können.“ (7)

Neuland betritt Sutton in dem Buch mit seiner These von einer amerikanischen Unterstützung auch der Machtübernahme durch die Nazis. Da hier viel entscheidendes Quellenmaterial vernichtet wurde, muss sich diese Untersuchung auf Indizien stützen. Es seien hier einige angeführt:

Bei Wahlkampfspenden an die NSDAP für die Reichstagswahlen on 1933 waren tonangebend gerade solche deutsche Firmen, die besonders intensive Verbindungen in die USA hatten, mit amerikanischen Kapital finanziert wurden und amerikanische Vertreter in den Aufsichtsräten hatten; unter ihnen jene großen Konglomerate der zwanziger Jahre, die mit amerikanischen Leihkapital gebildet worden waren.

„Der entscheidende Punkt ist, dass die deutschen Industriellen, die Hitler finanzierten, hauptsächlich Direktoren von Kartellen mit einer amerikanischen Verbindung, Eigentümer-schaft, Beteiligung oder irgendeiner Form von Unterstützung waren. Die Unterstützer Hitlers waren nicht, im Großen und Ganzen, Firmen von rein deutschen Ursprung und repräsentativ für deutsche Familienfirmen. Außer bei Thyssen und Kirdorf waren es in den meisten Fällen die deutschen multinationalen Firmen – i.e. IG Farben, AEG, DAPAG usw. Diese Multinationalen waren in den zwanziger Jahren mit Hilfe von amerikanischen Anleihen aufgebaut worden und hatten in den frühen Dreißigern amerikanische Direktoren und eine bedeutende amerikanische finanzielle Beteiligung.“ (8)

Die gleichen Firmen dominierten im Keppler-Kreis bzw. Freundeskreis des Reichsführers SS, dem engsten Beratungszirkel, in dem die Verzahnung zwischen der politischen Führung und der Wirtschaft im Dritten Reich vollzogen wurde.

Auffallend ist auch, dass einige der entscheidenden Figuren an den Schnittstellen zwischen Regime und Wirtschaft über besonders enge Beziehungen in die USA und nach England verfügten:
so der Bankier Kurt von Schröder, der am 4. Januar 1933 das für das Machtübernahme entscheidende Gespräch zwischen Hitler und dem vormaligen Reichskanzler Papen vermittelt hatte (9);


(Schacht)

weiterhin Hjalmar Schacht, der Architekt der deutschen Wirtschaftspolitik in den dreißiger Jahren, der seit langem in enger Verbindung mit Finanzkreisen in London und New York stand (10);
und das gilt wohl auch für Fritz Thyssen, den wohl wichtigsten Finanzier beim Aufstieg des Nationalsozialismus, der Verbindungen zu den Interessen der Harriman-Familie hatte. (11)


(Thyssen)

Auslandspresschef der NSDAP war die dreißiger Jahre über mit Putzi (Ernst) Hanfstaengel sogar ein echter Amerikaner, ein Studienkamerad des amerikanischen Präsidenten Roosevelt aus Harvard.


(Hanfstaengel)

Diese Erkenntnisse von Sutton wirken wie schwache Abdrücke einer Schrift, die auf einen verborgenen Zusammenhang aund auf eine Quelle schließen lassen. Ganz greifbar wird der Ursprung dieser Schrift durch Suttons Forschung aber nicht.

Besonders sensationell an Suttons Arbeit mutet allerdings der Hinweis auf ein 1933 in Holland erschienenes Buch an, das nur wenige Tage nach Veröffentlichung wieder aus dem Handel genommen worden war und das nur in einigen Exemplaren überlebt hat.

Es war unter dem Titel De Geldbronnen van het Nationaal-Socialisme – drie Gesprekken Met Hitler („Die Geldquelle des Nationalsozialismus – drei Gespräche mit Hitler“) und unter einem pseudonymen Verfassernamen erschienen.

In ihm beschreibt der Ich-Erzähler, wie er zwischen 1929 und 1933 dreimal im Auftrag eines New Yorker Zirkels mit Hitler zusammengetroffen sei, um über eine finanzielle Unterstützung zu reden. Daei werden die komplexen Motive des Unterstützerzirkels, seine Zusammensetzung, die Modalitäten des Geldtransfers und die Gespräche mit Hitler, der noch viel mehr Geld wollte, beschrieben.

Insgesamt seien zwischen 1929 und 1933 an Geldzahlungen 32 Millionen Dollar aus dieser Quelle geflossen, für damalige Verhältnisse eine beträchtliche Summe, die für die Wahlkämpfe und Straßenschlachten der untergehenden Weimarer Republik eine sehr große Bedeutung gehabt hätte. Sutton kann anhand on Details plausibel machen, dass das Buch von einem „Insider“ geschrieben worden sein muss. Ohne seine Authentizität letztlich beweisen zu können, macht er sie doch wahrscheinlich.

Als Quintessenz der Wall-Street-Bücher könnte man vielleicht zusammenfassen: dass in der Zeit zwischen den Weltkriegen Kreise der amerikanischen Wirtschaft nicht nur aus kurzfristigem Profitinteresse heraus gehandelt, sondern auch entscheidende politische Impulse gegeben haben, sowohl in der inneramerikanischen Szene als auch über Amerika hinaus. So formuliert klingt der Satz immer noch nicht besonders sensationell:

Sowohl was die USA selber angeht als auch etwa die Politik in Lateinamerika betreffend, würde kaum jemand daran gezweifelt haben. Es sind dann eher spezifische Scheuklappen, die daran gehindert haben, dieses Verhaltensmustere auch in europäischen Ereignissen wie der Russischen Revolution und dem Aufstieg des Nationalsozialismus zu suchen.

Suttons Angaben oder Vermutungen über die Hintergründe dieser Art Interventionspolitik bleiben fragmentarisch. Es seien hier aber einige Andeutungen wiedergegeben, die wenigstens eine Richtung weisen können.

Am Ende des 19. Jahrhunderts war das amerikanische manifest destiny erfüllt:
Die Einwanderer hatte die ganze Weite des Kontinents bis nach Westen erobert und besiedelt. In dieser Situation begannen die amerikanische Politik und Wirtschaft, sich nach außen zu wenden. Der Krieg mit Spanien 1898 (der Spanien aus Kuba vertreiben sollte) kann als Beginn des neueren, auch militärischen Imperialismus der USA gelten.

Im Land hatten mächtige Wirtschaftskonglomerate schon im 19. Jahrhundert die Gewohnheit angenommen, in Politik zu investieren, um sich deren Wohlwollen zu sichern. Von J.P. Morgan, Anfang des 20. Jahrhunderts die mächtigste Bank in den USA, wurde berichtet, dass sie beide politischen Lager unterstützt habe, um beide beeinflussen zu können.

Dieses auf der heimischen Bühne eingeübte Verhalten wurde dann im 20. Jahrhundert auf die Außenpolitik übertragen. Es beginnt eine weltweit orientierte Interventions- und Einfluss-politik von Kreisen der amerikanischen Finanzwelt und Industrie.

Ein wichtiges Vehikel war nach Sutton beispielsweise 1915 die Gründung der AIC (American International Corporation). In dieser Unternehmung fanden sich Interessen einer größeren Reihe von Wall-Street-Firmen und -Unternehmungen zusammen, u.a. die Interessen des Morgan- und des Rockefeller-Komplexes und damit der zwei größten wirtschaftlichen Machtzusammenballungen im damaligen Amerika und wohl der ganzen Welt.

Wie auf der heimischen Szene wurde auch im Ausland die Interventionspolitik manchmal so betrieben, dass man gleichzeitig zwei miteinander kämpfende Konkurrenten unterstützte: ein klassisches politisches Konzept, das im antiken Rom als divide et impera beschrieben wurde.

Suttons Wall-Street-Bücher kreisen um einige wenige Figuren und Firmen, die in diese politischen Interventionen verwickelt sind.

Zentral ist darin eine New Yorker Adresse; Broadway Nr. 120, nicht weit von der Einmündung der Wall Street. Dort hat Sutton eine sehr auffällige Häufung von Büros von Firmen und Personen gefunden, die mit den von ihm beschriebenen Vorgängen zusammenhängen.

Zu den immer wiederkehrenden institutionellen Zusammenhängen gehören die Morgan Bank und die Interessen der Rockefeller-Familie – d.h. insbesondere das Standard-Oil-Imperium und die Chase Manhattan Bank -, in geringerem Maße auch die Warburg-Familie.

Aber auch große Konzerne wie General Electric, ITT oder Ford tauchen regelmäßig auf, sogar eine öffentliche Institution wie die New Yorker Federal Reserve Bank (gewissermaßen die New Yorker Landeszentralbank).

Eine bedeutende Rolle spielt bei Sutton auch eine relativ kleine, aber in der ersten Jahrhunderthälfte offenbar einflussreiche New Yorker Bank: Guaranty Trust.

Eine Rolle bei diesen Vorgängen spielen außerdem Konzeptionen, die in industriellen Kreisen im Zuge der zunehmenden Monopolbildung Ende des 19. Jahrhunderts aufkamen. Man betrachtete mehr und mehr den klassischen Liberalismus als überholt und dachte über soziale Reformen nach, in denen einige monopolartige Riesengebilde die Wirtschaft planungsartig lenken sollten.
Solche Gedanken führten zu einer gewissen Annäherung zwischen Großindustrie und Sozialismus. Es ist diese Zukunftsvorstellung von einem kooperativen Sozialismus, die Sutton in der Interventionspolitik der Wall Street am Werk sieht.

„Der Unterschied zwischen einem korporativen und einem sozialistischen Staatsmonopol besteht im Wesentlichen nur darin, welche Gruppe das Machtgefüge kontrolliert. Das Wesen des Sozialismus liegt in der Monopolkontrolle des Staates mit Hilfe von angestellten Planern und akademischen Nutznießern.

Andererseits strebten Rockefeller, Morgan und Genossen danach, ihr Monopol zu erlangen, um ihre Profite durch den Einfluss auf den politischen Staatsapparat maximal auszubauen.

Dabei benötigen sie gleichfalls Planer und akademische Nutznießer, nur ist der ganze Prozess, verglichen mit der plumpen sozialistischen Staatswirtschaft, diskreter und raffinierter.

Rockefellers Erfolg erklärt sich daraus, dass er die öffentliche Aufmerksamkeit auf höchst belangloses und oberflächliches historisches Flickwerk lenkte, zum Beispiel auf den Mythos eines Kampfes zwischen Kapitalisten und Kommunisten.

Einher geht damit eine sorgfältige Pflege der politischen Kräfte durch das „Big Business“. Diese Erscheinung eines korporativen legalen Monopols – also Marktkontrolle durch politischen Einfluss – nennen wir korporativen Sozialismus.“ (12)

Und weiter:

„Das Wirtschaftssystem mit Monopolen, das … auf Korruption und Privilegien beruht, ist eine politisch gelenkte Wirtschaft.

Es ist gleichzeitig ein System verschleierter Zwangsarbeit, von Ludwig van Mises zu Recht als Zwangswirtschaft bezeichnet. Es ist dieses Element des Zwanges, das allen politisch gelenkten Wirtschaften gemein ist:
Hitlers „Neuer Ordnung“, Mussolinis korporativen Staat, Kennedys „New Frontier“, Johnsons „Great Society“, Nixons „Creative Federalism“. Zwang ist auch ein Element bei Herbert Hoovers Reaktion auf die Depression und viel offenkundiger in Franklin Roosevelts „New Deal“ und seiner „National Recovery Administration“.“ (13)

Diese Gedanken gelten nur zum Teil auch für die von den Bolschewiki in Russland eingeführte Zentralverwaltungswirtschaft. Hier bedeutete die Unterstützung der Bolschewiki auch die Verhinderung der industriellen Eigenentwicklung Russlands durch ein der Wirtschaft feindselig und fremd gegenüberstehendes System. Durch das sowjetische System der Planwirtschaft wurde ein möglicher Konkurrent – eben Russland – an der Entwicklung gehindert.

Zum anderen bot das Staatsmonopol der Bolschewiki ausländischen Teilnehmern monopolartige Mötlichkeiten auf dem russischen Markt, wenn sie sich mit der Staatsmacht ins Einvernehmen zu setzen wussten.

Das zu erreichen war nach Sutton ein Hauptzweck der amerikanischen Unterstützung für die Kommunisten. Dieser Zweci ist zugleich in einem viel höheren Maße erreicht worden, als das ins öffentliche Bewusstsein gedrungen ist.

„Vor allem wollten diese Männer Märkte, vorzugsweise internationale Märkte – und ein Monopol für den Weltmarkt als letztes Ziel.

Sie wollten Märkte, die man monopolistisch ausbeuten könnte ohne Angst durch eine Konkurrenz von Russen, Deutschen oder irgendjemandem sonst – auch nicht von amerikanischen Geschäftsleuten außerhalb des Kreises.

Diese geschlossene Gruppe war apolitisch und amoralisch. 1917 hatte sie nur ein einziges Ziel – den Markt in Russland zu beherrschen; das alles sollte präsentiert und intellektuell unterfüttert werden von einer Liga zur Durchsetzung des Friedens.

Wall Street hat ihr Ziel in der Tat erreicht. Amerikanische Firmen, die von dem Syndikat kontrolliert wurden, haben später die Sowjetunion mitaufgebaut und sind noch heute dabei, den sowjetischen militärisch-industriellen Komplex ins Zeitalter des Computers zu bringen. (14)

Quelle: Andreas Bracher Europa im amerikanischen Wertesystem – Bruchstücke zu einer ungeschriebenen Geschichte des 20. Jahrhunderts Perseus Verlag Basel, 2. Auflage, 2001 S. 57 ff


US-Finanzierung Hitlers

Im Gegensatz zum Warenhandel laufen die Finanztransaktionen zwischen Deutschland und den USA nach der Besetzung Europas durch Deutschland praktisch unverändert weiter.

Prescott Bush handelte mit der deutschen Luftwaffe und betrieb andere Geschäfte mit den Nazis, so dass 1942 Firmen, an den er beteiligt ist, wegen „Handel mit dem Feind“ eingezogen werden: die Union Banking Corporation, die Holland-American Trading Corporation, die Seamless Steel Equipment Corporation, die Hamburg-Amerika Line/Hapag-Lloyd und die Silesian-American Corporation.

Fritz Thyssen, der Adolf Hitler seit 1923 finanziert, und W. Averell Harriman beschlossen 1922, gemeinsam die Union Banking Corporation aufzuziehen, was 1924 geschah.


(von links nach rechts: Winston Churchill, Averell Harriman, „Uncle Joe“ Stalin)

Zusammen mit dem Wall Street Banker Clarence Dillon und der Beteiligung von Friedrich Flick gründeten sie 1926 die Vereinigte Stahlwerke/German Steel Trust, die die SA (Sturm-Abteilung) und SS (Schutz-Staffel) finanzierten.


(Clarence Dillon)

Dass die deutsche SS Totenkopf und Knochenkreuz der „Skull & Bones“ in ihr Ordenssymbol übernahm, wird Bush und seinem Partner Harriman, die beide 1913 initiiert wurden, gefallen haben.

Sowohl Thyssens wie Flicks Bankgeschäfte fliessen über die von Bush geführte Union Banking. Dillons riesige Spekulationspyramide U.S. & International Securities Corp. (USIS) betrog Aktionäre um Hunderte von Millionen und trug wesentlich zum Börsenkrach bei.

Harriman traf sich 1927 auch mit Benito Mussolini. Die Fusion zu Brown Brothers Harriman 1931, der nun grössten und politisch einflussreichsten Privatbank der USA, eröffnete über Thatcher Brown die Beziehungen zum Direktor der Bank of England, Montagu Collet Norman, einer der wichtigsten Hitler-Unterstützer im englischen Filz. Auch Sir Henri Deterding, Vorsitzender der weitgehend der britischen Königsfamilie gehörenden Royal Dutch finanziert Hitler.

Ohne die Gelder von Thyssen (über seine Bank voor Handel en Scheepvaart) und von Harrimans Hamburg-Amerika Line (als Teil der American Ship and Commerce Corp.) wäre Hitler 1933 nicht an die Macht gekommen.

Dank Norman, Harriman und Bush konnte eine Übernahme des nach dem Börsenkrach bankrotten deutschen Stahlkonglomerats durch die katholische Zentrumspartei verhindert und die Kontrolle durch Thyssen gesichert werden. Mitbeteiligt an der Finanzierung der teuren Wahlpropaganda mit Harriman und Bush war Hjalmar Schacht und Baron Kurt von Schroeder (15), Direktor der Thyssen-Hütten mit engen Beziehungen zu den Dulles-Brüdern.

Schroeder ist SS-Brigadeführer und gehört als Bankier der Stein Bank zu den Geldgebern Himmlers. Schroeders und Montagu Normans Protégé Hjalmar Schacht wurde Hitlers Financier. Baron Rudolph von Schroeder ist Vizepräsident und Direktor der Hamburg-Amerika Line, die mit ihren Finanzierungen die von der Regierung 1932 beschlossene Auflösung von Hitlers Privatarmee von 300’000 bis 400’000 Mann verhindern konnte.

Hitlers SA, mit Waffen aus amerikanischer Produktion ausgestattet, zerschlug die Opposition daraufhin nachhaltig. Samuel Pryor, Gründungsmitglied der Union Banking und der American Ship and Commerce, ist Vorsitzender der Remington Arms, die ein Sprenstoff-Kartell mit der I.G. Farben einging, wonach über Holland grosse Mengen an Waffen nach Deutschland geliefert wurden.

An ähnlichen Waffenlieferungen zwischen Du Pont und I.G.Farben war auch Walter S. Carpenter, ein weiterer Freund von Bush, beteiligt. Obwohl diese Deals mit den Nazis dann wie bei Bush unterbunden wurden, blieb Carpenter am Manhattan Project zum Bau der ersten Atombombe involviert und präsidierte Du Pont von 1948 bis 1962.

Ebenfalls beteiligt an der Hamburg-Amerika Line und späteren Hapag-Lloyd war der berühmte Jude und Hitler-Unterstützer Max Warburg. Frederick M. Warburg, einer der Direktoren von Harrimans Eisenbahnnetz, kontrolliert das American-Jewish Committee, das sich von 1933 bis zum Kriegsbeginn gegen einen Boykott Nazi-Deutschlands einsetzte.

Dank einem Vertrag, der von Hjalmar Schacht, John Foster Dulles, Max Warburg und Kurt von Schroeder geschrieben wurde, liefen ab Mai 1933 alle deutschen Exporte in die USA über die Harriman International.

Mit der Unterstützung von Prescott Bush und Felix Warburg von der Kuhn Loeb and Co. organisierte der spätere Aussenminister John Foster Dulles während den 30er Jahren die Schuldenrestrukturierungen für deutsche Firmen und ermöglichte damit die Umstellung auf die Rüstungsproduktion, wofür die beiden enorme Summen kassierten.


(John Foster Dulles)

US-Investoren unterstützen die Nazis nicht heimlich, sondern so offen, dass der US-Botschafter in Deutschland, William E. Dodd, 1937 einem Reporter der „New York Times“ mitteilt: „A clique of U.S. industrialists is hell-bent to bring a fascist state to supplant our democratic government and is working closely with the fascist regime in Germany and Italy. I have had plenty of opportunity in my post in Berlin to witness how close some of our American ruling families are to the Nazi regime….“


(William E. Dodd mit seiner Ehefrau Martha im Garten der US-Botschaft in Berlin 1934)

Polens grösstes Industriekonglomerat, die Upper Silesian Coal and Steel Company, wird von Friedrich Flick und der Harriman Fifteen Corporation über die Silesian-American Corporation kontrolliert, bei der auch Prescott Bush im Verwaltungsrat sitzt.

Die polnische Regierung verlangte 1934, dass Bush, Harriman und ihre Nazipartner wenigstens die normalen Steuern zahlen. Der Konflikt wurde im September 1939 mit dem Überfall Hitlers auf Polen gelöst, wobei ironischerweise die russischen Panzer, die den Osten Polens besetzten, mit dem Öl von Harriman/Walker/Bush-Konzessionen fuhren. In einer der polnischen Minen von Bushs Firma werden Zwangsarbeiter eingesetzt.

Der Ölhandel bleibt während dem Krieg erstaunlich intakt. Rockefellers Standard Oil of New Jersey beliefert Deutschland auch im Krieg, und der Vertreter von Standard Oil in Deutschland, Emil Helfferich, repräsentiert zugleich die Hapag-Lloyd. William Stamps Farish organisierte das Kartell von Standard Oil of New Jersey, der späteren Exxon, mit der I.G.Farben, die seit 1940 mit Zwangsarbeitern in Auschwitz produziert. Walter Teagle von Standard Oil arbeitet eng mit Hermann Schmitz von I.G.Farben zusammen, und die Amerikaner, auch Texaco, liefern den Deutschen Benzin, Motorenöle und Diesel für die Flugzeuge, Panzer und U-Boote.

Dank dem deutsch-amerikanischen Geheimabkommen werden die Anlagen der I.G.Farben für die Herstellung von sythetischem Benzin aus Kohle finanziert, und die von KZ-Häftlingen betriebene Anlage in Oberschlesien hilft, die Folgen des alliierten Embargos abzuschwächen. Die Freundschaft und Zusammenarbeit von Humble Oil-Gründer Farish und Prescott Bush begann 1929, als Harriman die Dresser Industries kaufte, deren Direktor Bush wird.

Bush und Farish schmieren SS-Chef Heinrich Himmler über Emil Helfferich, Kurt von Schroeder und Karl Lindemann, Verwaltungsratsmitglied der Hamburg-Amerika-Line, bis 1944.

Harriman, Rockefeller und Bush organisierten und bezahlten Eugenik-Kongresse mit Nazi-Ideologen wie Dr. Ernst Rüdin oder Alfred Plötz in den USA. Auf Initiative von Rüdin wurden 250’000 Blinde, Taube und Alkoholiker sterilisiert, wozu sie eine Generation von Ärzten ausbildeten. Seit Kriegsbeginn werden Behinderte und „Degenerierte“ meist umgebracht.

………..
(Dr. Alfred Ploetz)……………………………………………………...(Prof. Ernst Rüdin)

Dillon, Farish und sein Freund Hermann Schmitz, der Vorsitzende der I.G.Farben, bezahlen den Werber Ivy Lee, der Pro-Nazi-Propaganda in den USA betreibt. Farish lässt den Nazis Patente („Auschwitzpatente“) zukommen, die er der US-Militärindustrie vorenthält. Auf Initiative von Verteidigungsminister Henry L. Stimson stoppt Roosevelt im April 1942 die Senatskommission, die Kartellallianzen von deutschen und amerikanischen Firmen untersucht. Obwohl Farishs Rolle als Kriegsunterstützer der Nazis publik wird, bleibt die Farish-Bush-Verbindung die finanzielle und politische Basis für die Karriere von George Bush.

Prescott Bush wird, obwohl rechtlich für die Bankoperationen mit den Nazis verantwortlich, in den Beschlagnahmungs-Verfügungen nicht erwähnt. General William H. Draper Jr. arbeitete bei Dillon Read & Co, wo er die Konten von Fritz Thyssen verwaltete und die German Credit and Investment Corp. bis im November 1943 leitete, und Hitler unterstützte.


(General William H. Draper jr.)

Er finanzierte zusammen mit Harriman, Rockefeller und Prescott Bush bereits 1932 den Internationalen Eugenik-Kongress in New York und ist Gründer und Präsident des Population Crisis Committee. Nach dem Krieg wird Draper, selbst 15 Jahre lang an den übelsten Nazi-Geschäften beteiligt, zum Chef der Wirtschaftsabteilung der US-Kontrollkommission ernannt und leitet die „Entflechtung“ der faschistischen Korporationskartelle.

Dabei bestimmt er, wer sein Business behalten und wer vor Kriegsgericht gestellt wird, und kann nicht nur seine eigenen Profite mit den Nazis, sondern auch beispielsweise die von Harriman und Bush geheimhalten. Draper arbeitet später mit Averell Harriman für die NATO, ist Berater Eisenhowers und Johnsons und fördert Bushs Karriere. Nach seinem dubiosen Abschuss im Pazifik, wobei seine beiden Kollegen ums Leben kommen, studiert Veteran George Bush an der Yale und wird Mitglied der Russell Trust Association.

Die Geheimgesellschaft wurde 1833 von William Huntington Russell gegründet, dessen Russell and Company die grösste und durch Opiumhandel reichste kriminelle Organisation (mit Partnern wie John Murray Forbes, Joseph Coolidge, Warren Delano, Jr. oder Russell Sturgis) in den USA war, und verwendet das Piratenemblem der ‚Skull and Bones‘.


(Colonel William Huntington Russel)

Eine lange Reihe von einflussreichen Leuten gehörte zu den S&B wie Präsident William Howard Taft, Gifford Pinchot, Robert Lovett, Richard M. Bissell, McGeorge Bundy oder Henry L. Stimson. Stimson, initiiert 1888, ist bis zu seinem Tod 1950 Minister unter 7 Präsidenten. Als Kriegsminister Roosevelts ist „The Colonel“ einer der Architekten des 2. Weltkriegs und des anschliessenden Kalten Kriegs.

Die Ideologie der S&B-Brüder geht nicht nur von einer Überlegenheit der weissen Rasse aus, sondern auch von ihrem Recht, als elitäre Ritter dieser Rasse die Geschicke der Menschheit zu kontrollieren.

Quellen: Tarpley/Chaitkin: 21-44,74-100, Ploppa, Schröder/Schroeder, Karel (2003, 2004).
http://www.us-politik.ch/teil2.htm#Firmen

(6) Im Zuge von Forderungen an Unternehmen wegen Vorteilsannahme im nazistischen System sind auch diese Verhältnisse wieder stärker in der Öffentlichkeit besprochen worden. Im deutschsprachigen Raum ist in der Neuen Züricher Zeitung am 22.10.1998 ein Artikel des amerikanischen Historikers Herbert Reginbogin erschienen, der sich ausdrücklich auf Sutton stützt. Andere Artikel zu dem Thema (ohne Erwähnung Suttons) fanden sich in der Zeit vom 14.1.1999 (Philipp Gassert, Handel mit Hitler), der FAZ vom 11.2.1999 (Tobias Jersak, Öl für den Führer) und dem Spiegel, Nr. 50/1998 (Klaus Wiegrefe, Orden für Henry).

(7) Sutton, Rise of Hitler, S. 75

(8) Ebd., S. 101

(9) Zu Schröder siehe: Sutton, Rise of Hitler, S. 79-81.

(10) Siehe dazu eine neue Biographie: John Weitz, Hitlers Bankier – Hjalmar Schacht, München 1998.

(11) Zu Thyssen: Sutton, Rise of Hitler, S. 102-14, und: Sutton, War and Revolution, S. 58-63

(12) Sutton, Roosevelt, S. 86

(13) Ebd., S. 88

(14) Sutton, Bolshevik Revolution, S. 176

(15) Baron Kurt von Schröder stand dem Bankhaus Schröder, Münchmeyer und Hengst (SMH) vor. Witzigerweise in dem Zusammenhang übernahm Töchterchen Münchmeyer Birgit Breuel nach der Ermordung von Herrn Rohwedder die Zerschlagung und gnadenlose Privatisierung der volkseigenen Betriebe der DDR.

Kommentare
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