Osthoff/Steinmeier: Herr Staatsanwalt, übernehmen Sie!

Veröffentlicht: 10. Januar 2007 von infowars in Deutschland, Geheimdienst, Geopolitik, Medien, Militär, Nachrichten, Propaganda, Terror

21.01.2006/ Von Gerhard Wisnewski

Die sogenannte „Osthoff“-Entführung ist auf dieser Seite ja schon des öfteren mißtrauisch kommentiert worden. Es drängte sich der Eindruck auf, daß mit dieser Entführung etwas nicht stimmte.

http://www.gerhard-wisnewski.de/modules.php?name=News&file=article&sid=63
http://www.gerhard-wisnewski.de/modules.php?name=News&file=article&sid=93

Daß dies allerdings wirklich herauskommen würde, und dann auch noch so schnell, hätte ich mir nicht träumen lassen. Laut einem Bericht der Webseite der Zeitschrift Focus von heute hatte das „Entführungsopfer“ Susanne Osthoff nach der Freilassung Teile des von der Bundesregierung gezahlten Lösegeldes bei sich:

„Mitarbeiter der deutschen Botschaft entdeckten in Bagdad mehrere tausend US-Dollar, wie Focus erfuhr. Sie fanden die mit Gummibändern zu Bündeln zusammengebundenen Scheine in Osthoffs Kleidern, als die Archäologin die Dusche der diplomatischen Vertretung benutzte. Als Beamte des Bundeskriminalamtes (BKA) die Seriennummern der Dollarscheine untersuchten, stellten sie eine Übereinstimmung mit dem von der Bundesregierung gezahlten Lösegeld fest. Osthoff war bis Freitagabend für eine Stellungnahme nicht erreichbar“, heißt es bei Focus.

Tja, wie kommt eine „Geisel“ in den Besitz des Lösegeldes, möchte man dann doch gerne wissen. Laut Focus haben Diplomaten vor Ort in Bagdad den Berliner „Krisenstab“ über den merkwürdigen Fund informiert. Spätestens jetzt hätte man wohl gegen Osthoff selbst ermitteln müssen, etwa wegen Vortäuschung einer Straftat. Und natürlich, um das aus Steuergeldern gezahlte Lösegeld wiederzubekommen. 

Aber,  so Focus, Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier ordnete „absolute Geheimhaltung“ an. Schon vorher wollte die Bundesregierung nicht einmal zugeben, überhaupt Lösegeld gezahlt zu haben.

Damit wir das richtig verstehen: Da passiert eine schwere Straftat, wie etwa erpresserischer Menschenraub, bei der ein womöglich millionenschwerer Schaden entsteht. Dann findet man eine Spur zur Aufklärung des Verbrechens, und der Bundesaußenminister will die Spur geheimhalten?

Strafvereitelung im Amt? Herr Staatsanwalt, übernehmen Sie!

http://focus.msn.de/hps/fol/newsausgabe/newsausgabe.htm?id=23891

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