Die Widerlegung des Staates: 4 Argumente gegen eine Regierung

Veröffentlicht: 19. April 2011 von infowars in Anarchie, Diktatur, Politik, Polizeistaat, Staatsterror
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Stefan Molyneux
freedomainradio.com
übersetzt von InfokriegerBerlin
infowars.wordpress.com

Ist eine freie Gesellschaft möglich in einem Staat? Wir wurden darauf konditioniert, daß die Auflösung eines Staates apokalyptische folgen haben und alles in einem Mad Max-Szenario enden würde. Diese Horrorszenarien lenken die meisten Menschen davon ab sich vernünftige und logische Gedanken über den Sinn und Unsinn eines Staates zu machen. Ist es Freiheit, wenn wir mit Gewalt wie domestizierte Tiere auf einer (Steuer-)Farm gehalten werden und von einer kleinen Gruppe mit Polizei und Militär ausgeliefert sind ? Der folgende Text beschäftigt sich objektiv und logisch mit dieser wichtigen Frage.



Wenn es um die Auflösung des Staates geht, kommen oft 2 Argumente. Das Erste ist, daß eine freie Gesellschaft nur möglich wäre, wenn alle Menschen gut sind.
Mit anderen Worten, Bürger brauchen also einen zentralisierten  Staat, weil es böse Menschen auf der Welt gibt.

Das größte und offensichtlichste Problem mit dieser Position ist, daß wenn  böse Menschen im Staat existieren, sie folglich auch in der Regierung existieren werden und somit eine weitaus größere Gefahr darstellen.
Bürger sind in der Lage, sich gegen böse Individuen zu schützen, haben jedoch keine Chance gegen einen aggressiven Staat mit einer  bis an die Zähne bewaffneten Polizei und Armee.
Folglich ist das Argument falsch, einen Staat zu brauchen, weil böse Menschen existieren.
Wenn böse Menschen existieren, muß der Staat demontiert werden, weil böse Menschen dessen Macht für sich selber nutzen werden und im Gegensatz zu privaten Kriminellen  haben böse Menschen in der Regierung die Polizei und das Militär zur Verfügung , um ihre Launen an einer hilflosen und hauptsächlich unbewaffneten Bevölkerung auszuleben.

Es kann 4 Varianten von guten und bösen Menschen auf der Welt geben:

  1. Alle Menschen sind gut;
  2. Alle Menschen sind böse;
  3. Die Mehrheit der Menschen ist böse und eine Minderheit ist gut;
  4. Die Mehrheit der Menschen ist gut und eine Minderheit ist böse;

(Eine perfekte Balance von Gut und Böse ist statistisch unmöglich)

1.

Im ersten Fall (alle Menschen sind gut) ist ein Staat offensichtlich unnötig, da das Böse nicht existiert.

2.

Im zweiten Fall (alle Menschen sind böse) kann der Staat allein aus einem Grund nicht erlaubt werden. Denn allgemein wird argumentiert, daß ein Staat existieren muß, weil böse Menschen  Schaden anrichten wollen und nur durch staatliche Sanktionen (Polizei,Gefängnis,…etc) davon abgehalten werden können.
Daraus resultiert: Je weniger Sanktionen diese Menschen befürchten, desto mehr Böses werden sie tun.
Jedoch hat der Staat selber keine Sanktionen zu befürchten, denn wieviele Polizisten und Politiker gehen selbst in westlichen Demokratien ins Gefängnis?!
Wenn also böse Menschen Böses tun wollen, aber nur durch Sanktionen davon abgehalten werden können, darf die Gesellschaft niemals die Existenz eines Staates erlauben, weil böse Menschen sofort die Kontrolle des Staates haben werden und großes Übel, ohne Konsequenzen anrichten können .
In einer rein bösen Gesellschaft ist also die einzige Hoffnung für Stabilität ein Naturzustand, wo ein generelles Bewaffnen und die Angst vor Vergeltung die bösen Absichten verschiedener Gruppen in Schach hält.

3.

Die dritte Variante ist, daß die meisten Menschen böse sind und wenige gut. In diesem Fall darf dem Staat ebenfalls nicht erlaubt werden zu existieren, da die Mehrheit der bösen Menschen in Kontrolle des Staates sein und über die gute Minderheit herrschen wird.
Besonders Demokratie darf nicht erlaubt werden, da die Minderheit der guten Menschen dem Willen der bösen Mehrheit ausgeliefert sein würde.
Böse Menschen die Schaden anrichten wollen, ohne die Angst zu haben bestraft zu werden, würden folglich die Kontrolle des Staates übernehmen und seine Macht nutzen Böses zu begehen, frei von der Angst, die negativen Konsequenzen davon zu erleiden.
Gute Menschen handeln moralisch und nach tugendhaften Wertvorstellungen, nicht aus Angst vor Bestrafung. Weswegen sie demnach im Gegensatz zu bösen Menschen, wenig Gewinn für sich sehen, die Kontrolle über den Staat zu bekommen; sehr viel weniger im Vergleich zu den Bösen!
Somit ist es sicher, daß der Staat von einer Mehrheit von bösen Menschen kontrolliert wird, welche dann  zum Nachteil für alle moralischen Menschen, über alle herrschen werden.

4.

In der vierten Variante sind die meisten Menschen gut und nur wenig böse. Diese Möglichkeit unterliegt im Prinzip demselben Problem, wie in der dritten Variante angesprochen. Nämlich das böse Menschen immer die Kontrolle des Staates übernehmen wollen, um sich vor Vergeltungsmaßnahmen  zu schützen.
Diese Variante ändert die Erscheinung der Demokratie natürlich:  Da die Mehrheit der Menschen gut ist, müssen die machthungrigen bösen Menschen sie anlügen, um an die Macht zu kommen.
Sobald sie ein öffentliches Amt haben, brechen sie sofort ihre Versprechen und verfolgen ihre eigene korrupte Agenda und setzen sie mit Polizei und Militär durch.(Offensichtlich ist dies  die aktuelle Situation unserer Demokratien).
Da auch hier der Staat das größte anzustrebende Ziel der meisten bösen Menschen ist- über den sie schnell Kontrolle erlangen werden, zum Nachteil aller guten Menschen- kann auch hier der Staat nicht erlaubt werden.

Es ist klar, daß es keine Situation gibt, die logisch und moralisch die Existenz eines Staates erlauben kann.
Die einzig mögliche Rechtfertigung für die Existenz eines Staates wäre, wenn die Mehrheit der Menschen böse wäre, aber der Staat immer von guten Menschen kontrolliert werden würde. Diese Variante klingt zwar theoretisch interessant, kann jedoch folgenden  logischen Argumenten nicht standhalten:

  1. Die böse Mehrheit würde schnell die Minderheit in den Wahlen überstimmen oder durch einen Putsch die Macht übernehmen.
  2. Es gibt absolut keine Garantie dafür, daß es nur gute Menschen an der Spitze geben würde
  3. Es findet sich dafür absolut kein Beispiel in der Geschichte der Staaten

Der logische Fehler der bei der Verteidigung des Staates immer gemacht wird, ist das kollektive moralische Standards, an denen jegliche Gruppen von Menschen gemessen werden,  nicht auch für die Gruppen von Menschen gelten, die über sie herrschen.
Wenn 50% der Bürger böse sind, sind mindestens 50% der Menschen die über sie herrschen auch böse( wahrscheinlich sogar mehr, da Macht böse Menschen anzieht).
Woraus dann folgen muß, daß die Existenz von bösen Menschen niemals die Existenz eines Staates rechtfertigen kann.

Warum wird dieser Fehler immer gemacht? Es gibt viele Gründe, von denen ich ein paar anschneiden werde.
Der Erste ist, daß der Staat sich den Kindern in Form eines Schullehrers vorstellt, der als moralische Autorität angesehen wird. Diese Assoziation von Moralität und Autorität wird durch jahrelange Wiederholung bekräftigt.
Der zweite Grund ist, daß der Staat niemals den Kindern die Wurzel seiner Macht lehrt: Gewalt ! Sondern vorgibt, er sei nur eine weitere soziale Institution ,wie eine Kirche oder eine wohltätige Vereinigung .
Der dritte Grund ist, daß die Vorherrschaft der Religion, schon immer die meisten Menschen blind gemacht hat das Böse des Staates zu erkennen. Welches auch ein Grund ist, weshalb der Staat die Interessen der Kirche immer sehr unterstützt hat. In der religiösen Weltsicht ist absolute Macht gleichbedeutend mit großer Güte in Form einer Gottheit.
In der politischen Realität jedoch heißt größer werdende Macht immer größer werdendes Böses, weshalb das Ankämpfen gegen diese Macht das  Ankämpfen der Gottheit bedeuten würde.

Am Anfang des Artikels habe ich von zwei Argumenten gesprochen die oft kommen, wenn es um die Auflösung des Staates geht. Das Erste war zu glauben der Staat sei notwendig, weil böse Menschen existieren. Das Zweite ist, daß in Abwesenheit eines Staates, eine andere Institution den Platz einnehmen wird.
Folglich würden z.B. Versicherungsunternehmen oder  private Sicherheitsfirmen als potenzielles Krebsgeschwür angesehen werden, die den politischen Raum einnehmen würden.

Wenn also private Institutionen wie eben angesprochen, permanent versuchen zu wachsen, um mehr Macht zu erlangen, ist das allein schon ein Argument keinen zentralisierten Staat existieren zu lassen.
Wenn es eine eiserne Regel ist, daß es Gruppen gibt die immer Macht über andere Gruppen und Individuen erlangen wollen, wird ihr Machthunger nicht dort enden wo eine von ihnen gewinnt, sondern dann erst, wenn die Gesellschaft total versklavt ist.

Deshalb ist die Logik des Arguments sehr schwer zu verstehen, daß man sich vor einer Gruppe schützt die einen überwältigen will, indem man eine andere Gruppe unterstützt, die einen schon überwältigt hat.
Es ist ähnlich zum Argument des Etatismus über staatliche Monopole, nämlich das ein staatliches Monopol kreiert werden soll, aus Angst vor einem privaten Monopol.

Wenn man sich einmal in aller Ruhe diese Widersprüche vor Augen gehalten hat, muß man kein Raketenwissenschaftler sein, um diesen Nonsens zu durchschauen.

Veröffentlichung des Artikels mit Quellenangabe ausdrücklich erwünscht!

Kommentare
  1. […] »Die Widerlegung des Staates: 4 Argumente gegen eine Regierung […]

    • Fabian sagt:

      Der verfasste Text ist kausal und logisch vollkommen richtig , allerdings stellt sich mir die Frage wer die Sozialleistungen w.z.B Straßenbau, Bildung, Altenpflege ect. erbringen soll wenn es keinen Staat gibt. Und wie jeder weiß ist wenn ich mich auf die Infrastrucktur beschränke diese unabdingbar für das Zusammenleben so vieler Menschen auf so engen Raum. Wer sollte das mit welcher Bezahlung übernehmen? und wenn man sagt alle sollen “zusammnenschmeißen”, da sie jeder Zwangsläufig nutzt, bräuchte man doch wieder eine Art Steuer und eine Institution die diese einsammelt– > einen Staat

      • infowars sagt:

        kannst dumir kausal erklären, weshalb es “Straßenbau, Bildung, Altenpflege ect. ” nicht mehr geben würde ohne gewalt/staat ?
        glaubst du, daß man mit gewalt probleme löst?

  2. Infoliner sagt:

    Ja, einfach und klar, bis auf die fehlenden Definitionen, was denn ein Guter und was ein Böser und was Freiheit ist.
    Glücklicherweise stellt sich gerade uns hier das Problem der Schädlichkeit von Staat nicht, weil wir in der schönen Situation sind, keinen (funktionsfähigen) Staat zu haben. Weniger glücklicherweise leben nur Wenige danach, weil die Vielen…. wie schon öfters in der Vergangenheit.. schlafen. Ein alter Freund wies mich einmal darauf hin, daß Perikles der Grieche und Erfinder der Demokratie, als er erlebte, was die Aristokraten in Athen für Müll verbockten, loszog und Leute aus der Gosse sammelte in der Hoffnung, daß diese besser regieren könnten. Er wurde enttäuscht und stellte fest, daß nicht die Regierungsform von irgendeiner Bedeutung ist, sondern ob der Staat vor dem Menschen oder der Mensch vor dem Staat steht. Übrigens stammt das Wort Demokratie keinesfalls von Demos, dem Volk ab, sonst hieße es DemoSkratie. Es stammt vom griechischen Wort für Gosse ab, den Demen. Nicht verwunderlich.

    Magst Du noch eine, vielleicht ebenso einleuchtende, Definition der Begriffe guter Mensch, böser Mensch und Freiheit vornehmen? Ich wäre gespannt darauf!

  3. Frank56 sagt:

    Ich denke, die Frage ist berechtigt, was wäre denn gut und was wäre böse? Dann gäbe es vielleicht noch ein bischen böse oder nicht so gut. Auch der Freiheitsbegriff ist nicht klar definiert. Freiheit = ohne Staat? … nach Kant, solange man keinem anderen schadet? Auch das kann jeder für sich auslegen, das wäre eine Ansichtssache. Ich hätte nichts gegen eine Gesellschaft ohne Staat, aber ich glaube es funktioniert nicht ohne Regeln, die alle akzeptieren. Nun, die Diskussion darüber finde ich aber gut! Das Argument, “wir brauchen einen Staat, weil es zu viel Verbrechen gibt”, ist zunächst erst einmal falsch. Man sollte erst einmal analysieren, wieso gibt es denn so viele Verbrechen!? Weil meines erachtens der Staat ein System erhalten will, welches das Geld über den Mensch und die Moral stellt. Ein System also, von dem einige wenige profitieren! Alle Entscheidungen von heute werden mit dem Geld argumentiert und nicht mit der Vernunft oder der Moral. Zu 95 % aller Verbrechen lassen sich auf einen Vorteilsgewinn zurück führen! Ich glaube, bevor wir überhaupt eine Plattform schaffen können, die einen freiheitlichen Charakter ohne Staat zuläßt, brauchen wir mindestens zwei Veränderungen (ich glaube sogar 3), ohne die eine Diskussion darüber völlig unsinnig ist! Das eine wären klare Regeln, an die sich alle zu halten haben, und das zweite wäre ein anderes Geldsystem, welches einen Vorteilsgewinn nicht zuläßt! Ob man dann allerdings noch von Freiheit reden kann, soll jeder für sich selbst entscheiden. Ohne diese Grundbedingungen halte ich jede Diskussion für verlorene Zeit!

    Eine andere Frage mit demselben Ergebnis wäre, wieso kann denn der Staat überhaupt seine Macht gegen das Volk und gegen den Eid mißbrauchen? Es ist das bestehende Geldsystem, weil er als Vorteilseigner profitiert, womit wir wieder bei derselben Grundbedingung wären. Das bestehende Geldsystem läßt Betrug zu!

    Das ist zumindest meine Meinung

  4. Karlheinz sagt:

    Lieber Stefan,
    liebe Kommentatoren,

    in meinem Bichkapitel “Vom Neandertaler zum Soziopathen” beschreibe ich genau denselben Sachverhalt. Die “Gut-Böse”-Unterscheidung findet sich darin ebenfalls vorgenommen und über Soziopathien erklärt. Eine andere Welt wäre wohl möglich, ja allmählich nötig.

    http://sklaven-ohne-ketten.blogspot.com/2009/03/vom-neandertaler-zum-soziopathen-fruher.html

    Grüße von
    Karlheinz

    • Frank56 sagt:

      @ Karlheinz
      “Eine andere Welt wäre wohl möglich, ja allmählich nötig.“ In diesem Punkt gebe ich dir absolut recht!

      Ich habe mich da in deinen Blog mal reinzulesen.
      Zunächst glaube ich, dass kein Mensch in seinem Ursprung böse oder krank ist, egal welcher Rasse oder welcher Religion er angehört, und davon sollte man erst einmal ausgehen. Sicher gibt es Unterschiede im Charakter, Wissensstand und ausgeübter Tätigkeit, aber auch die haben ihren Ursprung, weil eben nicht jeder die gleichen Entwicklungschancen hat oder hatte.

      In dieser Gesellschaft besteht ein grundlegender Entwicklungszwang, der die Menschen teilt in schlau und weniger schlau und später in reich und arm. Diese Entwicklung ist gewünscht und dieses ständige bewußte Teilen der Menschen in Gruppen, ist das Fundament für Stress und Agressivität, aus Existenzangst. Die “dümmeren und armen“ werden praktisch wegen “Minderwertigkeit“ aus der Gesellschaft ausgeschlossen. Das macht Menschen anonym und Anonymität mit dem Gefühl der Ausgeschlossenheit ist der Vater der Gewalt. Die “Schlauen“ nehmen dann in der Regel auch an legalen Betrügereien teil, weil Sie über mehr Kapital verfügen, welches sich ja ständig vermehren soll.

      Auch der Diskussionsansatz in deinem Blog, was ein ALG-2-Empfänger essen sollte, ist herabwürdigend. Solange wir nicht bereit sind die Menschenteilung zu unterlassen, brauchen wir nicht über eine ander Welt zu reden. Zumindest nicht nach meinem Verständnis. Der Wunsch nach Veränderung besteht natürlich in vielen Gesellschaftsschichten, die Erkenntnis dafür aber etwas geben zu müssen, ist nicht sehr weit verbreitet. Veränderung fängt bei jedem selbst an und Verständnis für andere könnte auch Einschnitte der bisherigen, persönlichen Lebensweise zur Folge haben. Wer ist denn heute bereit einem anderen etwas zu geben?

      Wir brauchen also, neben einem anderen Geldsystem, auch das Dazugehörigkeitsgefühl untereinander, nämlich, dass wir alle nur Menschen sind, und unser Leben miteinander statt ständig gegeneinander führen sollten.

  5. Holsten sagt:

    Gut und Böse ist eine Herzens- und Gewissenssache, der Eine hat es und der Andere nicht. Regierungen sind Herrschaftsmodelle, Konstrukte der Macht, durch Gewalt geschaffen. Der Böse wird der letzte, noch fehlende, Sargnagel sein.

  6. Gabriel D. sagt:

    Dieser Blog ist meiner Nasicht nach nicht auf die Realität umzulegen da die deffinition von gut und böse fehlt.
    weiteres wird außer acht gelassen warum staaten überhaubt entstanden sind-lange vor dem kapitalismus und all dem.
    der mensch ist ein hirachisches lebewesen, das bedeutet er braucht eine gewisse rangordnung. nicht jedes individuum ist dafür geschaffen eine gruppe oder gar seine familie zu führen.
    der mensch braucht regeln, ganz grundsätzliche: töte nicht, stiehl nicht ect ect.
    wir könnten sagen der staat war in seiner ursprungsform der ältestenrat in einem dorf bzw. der stammesführer in der steinzeit.
    anfangs hatte der staat den zweck das volk zu schützen und die (anfangs sicherlich sinnvollen) gesetze zu schützen.

    ich denke das problem ist die große macht des staates. der staat sollte sich meiner ansicht nach lediglich darauf konzentrieren das die gesetze eingehalten werden und nichts weiter.

    man währe nicht frei nur weil es keinen staat geben würde, denn dann gilt das gesetz des stärkeren und ich denke nicht das sie meine Damen und Herren sich bewaffnen wollen würden um etwas zu trinken zu bekommen.
    eine gesellschaft braucht immer eine art kontrollorgan-wie ein rechenzentrum.

    add “gut und böse”: was ist schon böse? ist ein banker weil er geld will etwa böse? jeder will besitz und macht, aber ist man deswegen böse? ich sage das system krankt, denn ohne dieses geldsystem währe der banker möglicherweise bauer^^

    • infowars sagt:

      ich würde sagen, du hast den text nicht wirklich verstanden…(nicht böse gemeint)

    • Holsten sagt:

      Und ich würde sagen, Menschen ohne natürliche Bindung zum Leben sind von Haus aus kaltschnäuzige Darwinisten.

    • Frank56 sagt:

      @ Gabriel D.
      Dieser Blog ist schon berechtigt, und natürlich auf die Realität umzulegen.
      Es geht schlicht um das Gefühl von Freiheit, der man uns mehr und mehr berauben will. Wir suchen eine Form des Zusammenlebens, in der man sich frei fühlt, und es stellt sich die Frage, brauchen wir dazu einen Staat. Eine berechtigte Frage, wenn man erkennt, dass der bestehende Staat seine Macht mißbraucht, und uns alle Freiheiten Stück für Stück entzieht, um Herrschaft über uns auszuüben!

      Der Staat hält sich schlicht nicht mehr an Recht und Gesetz (an die vereinbarten Regeln), nämlich dem Volk zu dienen, und Schaden von Ihm abzuwenden! Dabei ist die “Demokratie“ so geschickt getarnt, dass es schwer fällt zu verstehen, dass wir gar keine Wahl mehr haben. Egal welche Partei man wählt, die Macht wird immer gegen das Volk mißbraucht, im Zuge des Neoliberlismus!

      Der Verweis auf das Leben in einer Hierarchie ist allerdings richtig, die gibt es im Zusammenleben und in der Natur selbstverständlich (auch die Bibel beschreibt den Mann als Oberhaupt der Familie, nicht aber als Herrscher). Es kann nicht jeder das tun zu was er Lust hat, es muß gewisse Spiel-Regeln geben. In der Natur kann ich aber eine Hierarchie auswählen und mir eine Gemeinschaft suchen, in der ich Leben möchte. (Eine Demokratie, sofern Sie überhaupt funktioniert, ist aber auch nur eine Diktatur der Minderheit.) Es haben also andere die Macht über die Spiel-Regeln und wir haben keine Wahl, die Spiel-Regeln abzulehnen! Wenn wir nicht mehr mitspielen wollen, weil man uns dieses Spiel aufzwingt (wohlwissend zu verlieren!), dann brauchen wir ein anderes Spiel mit anderen Spiel-Regeln. Vielleicht auch einen anderen Staat oder jemandem, den man sein Vertrauen schenken kann, allerdings auf freiwilliger Basis. Es müssen sich nur alle an vereinbarte Regeln halten! Ich komme immer wieder auf das Geldsystem zurück, solange man damit betrügen kann (für sich persönlich was beiseite legen kann), solange hält sich keiner an Regeln und solange gibt es auch Kriminalität! Es ist das Egoistische Denken, und bei wenigen die Zukunftsangst! Ich persönlich sehe also als unmittelbare Bedrohung unserer Freiheit nicht den Staat, sondern das Geldsystem!

      Man darf auch eines nicht aus dem Auge verlieren, inwieweit hat der Staat denn momentan überhaupt noch Entscheidungsgewalt? Politische Entscheidungen werden doch längst von der Industrie und den Banken gefällt! Was würde sich am gegenwärtigen Status Quo ändern, wenn es keinen Staat mehr geben würde? Nicht, oder der Zustand würde sich noch verschlechtern, denn die Industrie trifft bereits jetzt alle Entscheidungen. Dieses Geld kennt keine Emotionen, es weiß um die Macht!

      Es ist also gar nicht so einfach eine brauchbare Alternative zu finden. Solange wir dieses Geldsystem akzeptieren, solange machen wir uns selbst zu Sklaven! Wir müssen unser Ego ablegen, denn Veränderung schaffen wir nur gemeinsam! Wir müssen begreifen, dass wir alle in einem Boot sitzen! Leute, die heute noch einen brauchbaren Job haben, werden immer weniger, da muß man kein Hellseher sein.

      Mir ist beim Recherchieren eine Idee in die Hände gefallen, die ich persönlich (da soll aber jeder seine Meinung haben) ziemlich cool finde, und ich habe mich entschlossen dort mitzuwirken. Ich halte es für eine brauchbare Alternative dem Staat die Stirn zu zeigen. Es steckt noch alles in den Anfängen, aber die Leute reden nicht nur, Sie handeln auch! Ich denke, es ist die einzige Chance eine Veränderung zu bewirken, ohne bewußte Konfrontation! Gemeinschaftliches Denken, eigenes Geld, keine Steuern, eigene Kranken- und Rentenversicherung, zugelassen als gemeinnütziger Verein, ein kleiner Staat im Staate! (nicht demokratisch, aber uneigennützig!)

      Vielleicht hat der ein oder andere Interesse an Information:

      http://www.neudeutschland.org/

  7. Frank56 sagt:

    @ infowars
    Wie will man es denn ohne “Staat” hinbekommen? Hast Du einen Vorschlag, eine Idee? Würdest du am Geldsystem was ändern wollen?

    Ich sage Dir was, viele schimpfen auf die Politiker, weil die nur an sich denken, an Ihre finanziellen Vorteile allein. Das tut auch die Industrie. Aber der größte Teil der Menschen, würde das in Ihren Positionen nicht anders machen, das ist die Wahrheit! Solange sich das egoistische Denken der Menschen nicht ändert, das wird uns ja in einer neoliberalen Welt so vorgelebt und als erfolgreich vermarktet, solange gibt es auch keine brauchbare Wege der Veränderung, die Freiheit heißt. Hauptsache man ist erfolgreich, da fragt doch keiner auf wessen Kosten man erfolgreich war, oder wo das Geld denn herkommt. Heute definiert jeder seine Freiheit für sich selbst, und sein wir doch mal ehrlich, wer schert sich heute um einen anderen? Mit so einem Denken hofft man auf Veränderung? Wie sollte die denn aussehen? Dann wäre es letztlich auch egal von wem man versklavt wird, der Herr hätte nur einen anderen Namen.

    Wenn Du Massen motivieren willst, die gemeinsam Veränderungen anstreben, dann geht auch das nur über Gemeinsamkeiten und Kompromissbereitschaft. Am Anfang steht das WIR. Das Vereinbarungen am Ende nicht eingehalten werden steht auf einem anderen Blatt. Die Geschichte hält hier viele Beispiele bereit. Ich habe schon viele Vorschläge von Freiheit gehört, am Ende bleibt es ein Wort und kein Zustand, weil es in der Regel allgemein gesprochen, aber subjektiv mißbraucht wird. “Für Freiheit und Demokratie” werden wir den anderen erst einmal Zivilisation beibringen … wessen Freiheit? Das sieht letztlich bei unseren Entscheidungen nicht anders aus. Es denkt jeder an seine Freiheit, oder gibt es nur eine?

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