Kapitalistische Planwirtschaft: Zentralbank als Zentralkomitee

Veröffentlicht: 9. Februar 2011 von infowars in Bank Mafia/Finanzen, Kommunismus, Wirtschaft, Wirtschaftskrise/ Finanzkrise
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Der Sozialismus und unsere Variante des Kapitalismus sind zwei Seiten der gleichen Medaille. Beide Systeme basieren im Kern auf Planwirtschaft und unterscheiden sich nur dadurch, daß es auf der einen Seite ein Zentralkomitee gibt und auf der anderen eine Zentralbank.

 

Siehe auch aktueller Bericht: Fed kauft Anleihen: Geldpolitische Planwirtschaft

Inflation, Deflation, Wirtschaftswachstum und Wirtschaftskrisen lassen sich über das Geldsystem zentral steuern. Geldart, Geldmenge, Leitzins und Kreditvergabe unterliegen keinen marktwirtschaftlichen Mechanismen sondern werden von den Zentralbanken festgelegt. Diese in keinster Weise demokratisch legitimierten Institutionen, denen sich fast alle Staaten „freiwillig“ unterordnen, bestimmen, welchen Wert ihr selbst kreiertes Geld hat und können den Marktteilnehmern damit nach Belieben Kaufkraft verleihen oder entziehen.

Börsenkurse und Preise steigen und fallen in Abhängigkeit davon, wie schnell die Banken das System mit frischem Geld fluten. Drehen sie den Geldhahn weit auf, steigen die Kurse und Preise. Drehen sie ihn weniger weit auf, sinken sie. Da die Zentral- und Geschäftsbanken – und ihre Eigentümer! – die Geldmenge selbst steuern, wissen sie immer im Voraus, wohin sich die Märkte bewegen. So generieren sie sichere Gewinne – und Boni – auf Kosten der Kleinanleger, die von Marktbewegungen immer erst im Nachhinein etwas erfahren.

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Kommentare
  1. [...] »Kapitalistische Planwirtschaft: Zentralbank als Zentralkomitee [...]

  2. Oscar alias xpenguin sagt:

    Wie willst du es denn sonst haben? Völlig ungeregelte Geldmärkte? Hatten wir (fast) vorübergehend, und das Resultat war die sogenannte Finazkrise. Ein ungezügelter Kapitalismus (hier wird das Wort nicht im Marxschen Sinne gebraucht!) bringt nicht nur sich selbst binnen kurzer Zeit um, sondern auch einen großen Teil der Realwirtschaft, die ja in unserem Wirtschaftssystem von den Geldmärkten abhängig ist. Daß die Geldflüsse reguliert werden MÜSSEN, erkannte übrigens bereits Gaius Marius und führte in Rom die erste “Zentralbank” ein. Immerhin ging es ja in der späten Römischen Republik verdammt kapitalistisch zu. Unter Augustus wurde dann so etwas wie eine “kapitalistische Planwirtschaft” erfunden, die immerhin über 200 Jahre lang ganz passabel funktioniert hat, bis eine Kältewelle zu Mißernten, innerer Zerrüttung und Bürgerkriegen in der Zeit der Soldatenkaiser führte. Als diese chaotische Periode vorbei war, begann eine Zeit der schleichenden Feudalisierung, in der die Geldwirtschaft ebenso schleichend an Bedeutung verlor. Der Silbergehalt der Münzen nahm ab (Prokop schrieb später über die “roten Denares”), die umlaufende Geldmenge schrumpfte, und auf den Märkten setzte sich nach und nach der Tauschhandel durch. In Wahrheit begann also das Mittelalter bereits im 3. Jahrhundert. Und das wenige Geld, was noch in Umlauf war, war streng reglementiert!…

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