Blei schadet Kindern auch in geringen Mengen

Veröffentlicht: 25. September 2009 von infowars in Eugenik, Gesundheit
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Hyperaktivität und Lernschwierigkeiten steigen mit Bleibelastung

Bristol/Göttingen/Hannover (pte/21.09.2009/13:50) – Die heutige Bleibelastung der Umwelt dürfte für Kinder noch immer gefährlich sein, obwohl es in der Vergangenheit schon viele Maßnahmen ihrer Reduzierung gab. Zu diesem Schluss kommen Experten am Centre for Child and Adolescent Health der Universität von Bristol http://www.uwe.ac.uk/ishe. Sie konnten zeigen, dass Störungen der intellektuellen und emotionalen Entwicklung oft mit erhöhten Blei im Blut einhergehen. Veröffentlicht wurde die Studie in der Fachzeitschrift Archives of Diseases in Childhood.

Die Forscher nahmen Blutproben von knapp 600 zweieinhalbjährigen Kindern. Bei 27 Prozent fanden sie mehr als fünf Mikrogramm Blei pro Deziliter Blut. Als man dieselben Kinder im Alter von sieben bis acht Jahren verschiedenen Leistungs- und Verhaltenstests unterzog, stellten sich Zusammenhänge zur früher erhobenen Bleibelastung heraus. Kinder mit fünf bis zehn Mikrogramm Blei erreichten bei Lese- und Schreibtests nur halb so viele Punkte wie Kinder mit geringeren Bleiwerten. Ab zehn Mikrogramm war zudem antisoziales Verhalten bis hin zur Hyperaktivität dreimal so häufig. “Kinderärzte sollten Kinder mit derartigen Auffälligkeiten nach Blei im Blut untersuchen. Denn Blei gehört zu den vielen Umweltfaktoren, die die Entwicklung beeinflussen”, empfiehlt Studienleiter Alan Emond.

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